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Kein Mensch darf mit dem Klima baden gehen!

Dresden
arche noVa ging heute in die Elbe baden und forderte: „Kein Mensch darf mit dem Klima baden gehen - Klimagerechtigkeit jetzt!“

Ob zunehmende Überflutungen, Wirbelstürme oder Dürrekatastrophen – die Folgen des Klimawandels sind bereits jetzt spürbar. Aus Anlass des Weltklimagipfels in Bonn gingen heute zehn arche noVa-Mitarbeiter für den Klimaschutz mit einer Weltkugel in die Elbe baden.


„Aus unserer täglichen Arbeit in der humanitären Hilfe und Entwickungszusammenarbeit wissen wir: Der Klimawandel ist Realität!“, sagt Stefan Mertenskötter, Vorstandsvorsitzender von arche noVa. Menschen in den Ländern des Globalen Südens sind von den Folgen besonders betroffen und ihnen oft schutzlos ausgeliefert. „Viele Betroffene in ärmeren Ländern haben nicht die Ressourcen, sich an die Klimaveränderungen anzupassen oder die Schäden auszugleichen“, sagt Stefan Mertenskötter.  


Das kann Cornelius Matheka, Leiter von arche noVas Partnerorganisation, der African Sand Dam Foundation in Kenia, bezeugen: „Die Temperaturen in Kenia sind bereits gestiegen. Die Regenzeiten kommen nicht wie gewohnt. Und wenn es regnet, regnet es viel intensiver als zuvor. Gleichzeitig gehen die Niederschläge insgesamt zurück. Die landwirtschaftlichen Erträge sinken, die Dürren werden häufiger und schwerer.“ Das hat Folgen für die Menschen, die vor allem von der Landwirtschaft abhängig sind: „Die Weideflächen werden kleiner und die Lebensgrundlagen der Viehbauern sind bedroht. Deshalb steigt die Migration. Die Menschen sind vor allem innerhalb des Landes auf der Flucht auf der Suche nach Wasser und Nahrung“, sagt Cornelius Matheka.


Die Folgen des Klimawandels veranlassen schon heute viele Menschen zur Flucht. Die Internationale Organisation für Migration (IOM) schätzt, dass bis zum Jahr 2050 zwischen 150 und 200 Millionen Menschen vor klimatischen Veränderungen fliehen werden. „Hier gibt es aber noch keine verbindliche Regelung, Klimaflüchtlinge sind als solche bisher nicht anerkannt. Dafür müssen Lösungen gefunden werden. Deutschland muss seine eingegangenen internationalen Verpflichtungen einhalten und die CO2-Emissionen bis 2050 um 70 Prozent reduzieren. Die Länder des Globalen Südens müssen bei der Klimaanpassung finanziell und technisch stärker unterstützt werden“, so Stefan Mertenskötter.


Als Interviewpartner steht ihnen Stefan Mertenskötter, Vorstandsvorsitzender von arche noVa,  zur Verfügung.


Bilder können Sie unter folgendem Link herunterladen:
https://www.dropbox.com/sh/65pepdyn0fwmf4n/AAB_n_z1rOoG-3surkp5D9Cla?dl=0
Die Bildrechte liegen bei arche noVa.


Bild 1-3: Klimaaktion Elbe


Bild 4: Kenia: Mit dem Klimawandel breiten sich die Wüsten aus, das Wasser wird immer knapper. arche noVa unterstützt die Menschen in den Regionen Makueni und Machakos beim Bau von Sanddämmen, damit der wenige Regen effektiv gesammelt und für die Landwirtschaft genutzt werden kann.


Bild 5: Philippinen: Es ist zu erwarten, dass Extremwetterereignisse in den nächsten Jahren weiter zunehmen werden. 2013 fegte Taifun Haiyan über die Philippinen hinweg und tötete über 6000 Menschen. Damit die Menschen in Zukunft bei Wirbelstürmen besser gerüstet sind, unterstützt arche noVa in der Region Marabut den Aufbau von Evakuierungszentren, die Bepflanzung von Küstenstreifen mit Mangroven und die Gründung von Katastrophenschutzkomitees.  


Bild 6: Pakistan: Durch Katastrophenvorsorge können sich die Bewohner in Risikogebieten besser auf Naturkatastrophen vorbereiten. In der Region Sindh in Pakistan, die mehr und mehr von Überschwemmungen betroffen ist, unterstützt arche noVa die Gemeinden, sich für die nächste Flut zu wappnen. In Katastrophenschutzübungen wird der Ernstfall geprobt.

Pressekontakt:
Margret Thieme
Pressereferentin, arche noVa – Initiative für Menschen in Not e.V.
Tel: 0351 | 481984 16, 0176 | 62483150
E-Mail: margret.thieme@arche-nova.org


arche noVa - Initiative für Menschen in Not e.V. ist eine international tätige Hilfsorganisation, die sich auf Wasser- und Sanitärversorgung sowie Hygieneaufklärung spezialisiert hat. Seit 1992 unterstützt arche noVa Menschen, die durch Krisen, Konflikte und Naturkatastrophen unverschuldet in Not geraten. Von der schnellen Katastrophenhilfe über den Wiederaufbau bis zu nachhaltigen Projekten der Entwicklungszusammenarbeit arbeitet arche noVa mit einheimischen Partnerorganisationen und den betroffenen Menschen nach dem Prinzip der Hilfe zur Selbsthilfe zusammen. Hierzulande fördert der Verein das Globale Lernen in Form von Schulprojekttagen, außerschulischer Jugendarbeit, Erwachsenenbildung und der Fachstelle Globales Lernen in Sachsen. www.arche-nova.org      

 

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