arche nova im Gespräch mit Ministerpräsident Kretschmer: Bildungsarbeit und humanitäre Hilfe brauchen verlässliche Unterstützung

Dresden
Der sächsische Ministerpräsident Michael Kretschmer hat am heutigen Vormittag die Dresdner Hilfsorganisation arche nova an ihrem Hauptsitz in der Yenidze besucht. Im Mittelpunkt des Gesprächs standen gemeinsam realisierte Hilfsprojekte sowie die Bedeutung nachhaltiger Bildungsarbeit, demokratischer Grundwerte und einer starken Zivilgesellschaft.

Dresden, 28. Juli 2026

Ein Treffen mit Blick über Dresden – und den Tellerrand. Im Kuppelrestaurant der Yenid-ze kamen am heutigen Vormittag Ministerpräsident Michael Kretschmer und arche nova zum Austausch zusammen. Im Mittelpunkt standen gemeinsame internationale Hilfspro-jekte – darunter das seit 2017 mit Mitteln des Sächsischen Landtags geförderte Bildungs-programm von arche nova im Libanon. Es eröffnet aus Syrien geflüchteten Kindern im Al-ter von vier bis 14 Jahren durch Lernangebote bessere Chancen auf eine selbstbestimmte Zukunft.

„Die langjährige Förderung durch den Sächsischen Landtag hat mehr als 7.700 Kindern eine Perspektive gegeben. Deshalb ist es uns ein großes Anliegen, die Zusammenarbeit zu verstetigen und weiterzuentwickeln. Gerade in Zeiten wachsender Krisen braucht es langfristige Investitionen in Bildung“, sagt Sarah Kendziorra, stellvertretende Leiterin der Internationalen Programme bei arche nova.

Bildung für nachhaltige Entwicklung stärkt Sachsens Zivilgesellschaft

Neben der internationalen Projektarbeit ging es im Gespräch auch um das Engagement von arche nova in Sachsen, insbesondere um die Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE). Seit mehr als 20 Jahren entwickelt arche nova Bildungsangebote, die Kindern und Jugendlichen globale Zusammenhänge vermitteln und sie darin stärken, Verantwortung für eine nachhaltige und demokratische Gesellschaft zu übernehmen. Teile dieser Arbeit werden aktuell durch das Sächsische Staatsministerium für Kultus finanziert.

Die BNE-Angebote verbinden globale Gerechtigkeit, Klimaschutz, nachhaltige Entwicklung und Menschenrechte mit konkreten Lern- und Beteiligungsmöglichkeiten. Kinder und Ju-gendliche werden ermutigt, Fragen zu stellen, unterschiedliche Perspektiven kennenzu-lernen und eigene Handlungsmöglichkeiten zu entwickeln. Damit leistet arche nova einen wichtigen Beitrag zur sächsischen Bildungslandschaft und stärkt zivilgesellschaftliches Engagement in Sachsen.

Verlässlicher politischer Rückhalt für humanitäre Hilfe und Bildungsarbeit

„Unsere Arbeit verbindet konkrete Hilfe für Menschen in Krisengebieten mit Bildungsarbeit in der Region. Beides ist angesichts der aktuellen Herausforderungen in Sachsen und der Welt unverzichtbar. Wir brauchen deshalb ein klares Signal, dass humanitäre Hilfe, Bildung für nachhaltige Entwicklung und zivilgesellschaftliches Engagement auch künftig politisch gewollt und unterstützt werden“, sagt Dr. Jens Ola, Geschäftsführer von arche nova.

Sowohl auf internationaler als auch auf Landesebene steht arche nova unter wachsendem finanziellen Druck. Kürzungen und der Wegfall öffentlicher Fördermittel gefährden inter-nationale Hilfsprojekte ebenso wie Bildungsangebote in Sachsen. Im Gespräch mit Minis-terpräsident Kretschmer betonte arche nova deshalb die Dringlichkeit eines verlässlichen politischen Rückhalts und einer langfristigen Zusammenarbeit mit dem Freistaat.

„Der arche nova e. V. ist einer der bedeutendsten Akteure der Entwicklungszusammenarbeit im Freistaat Sachsen. Ich habe großen Respekt vor dem langjährigen und vorbildlichen Engagement der Mitarbeitenden und Ehrenamtlichen. Unsere Gesellschaft lebt von Menschen, die Verantwortung übernehmen und sich für das Gemeinwohl einsetzen. Gerade durch die Bildungsarbeit für nachhaltige Entwicklung leisten sie einen wichtigen Beitrag dazu, das demokratische Bewusstsein und das globale Verständnis junger Menschen zu stärken.“

Michael Kretschmer, Ministerpräsident des Freistaates Sachsen

Für arche nova ist der Besuch des Ministerpräsidenten ein wichtiges Signal. Die Organisation hofft, dass dem Austausch konkrete Schritte folgen und die Zusammenarbeit mit dem Freistaat – insbesondere in der Bildungsarbeit und bei der Unterstützung internationaler Hilfsprojekte – fortgesetzt und verstetigt werden kann.

Gesprächsangebot:

Für weitere Informationen oder ein Interview steht Ihnen Dr Jens Ola, Geschäftsführer von arche nova, gern zur Verfügung.

Bildmaterial:

Das Material kann unter Angabe der Bildrechte ©arche nova frei genutzt werden.

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Pressekontakt:

Alexandra Kretschmann
Stellv. Leitung Kommunikation & Referentin Medienarbeit
Tel.: +49 351 271832-20
E-Mail: alexandra.kretschmann [at] arche-nova.org

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