Ebola-Fälle in Uganda: arche nova startet Infektionsschutzmaßnahmen und drängt auf mehr Unterstützung

Uganda
Der Ausbruch des Ebola-Fiebers in der Demokratischen Republik Kongo hat sich zu einer Notlage mit internationaler Reichweite entwickelt. Nachdem nun auch in Uganda erste Fälle bestätigt wurden, hat die Dresdner Hilfsorganisation arche nova in ihren Projektregionen verstärkte Präventionsmaßnahmen eingeleitet.

Dresden, 23.05.2026

Angesichts der jüngsten Ebola-Fälle in Uganda und der sich zuspitzenden Lage in der Demokratischen Republik Kongo startet die Hilfsorganisation arche nova gezielte Präventionsmaßnahmen vor Ort. Gemeinsam mit der lokalen Partnerorganisation Katosi Women Development Trust werden in der Region rund um den Viktoriasee erste Schritte eingeleitet, um das Risiko einer weiteren Ausbreitung des Virus einzudämmen.

Da für die seltene Bundibugyo-Variante des Ebola-Virus bislang weder zugelassene Impfstoffe noch spezifische Therapien existieren, kommt Präventionsmaßnahmen derzeit eine entscheidende Bedeutung zu. „Wir informieren die Bevölkerung über Symptome der Erkrankung und darüber, wie man sich vor einer Ansteckung schützen kann“, erklärt Anna Richter, Länderreferentin für Ostafrika bei arche nova.

In Uganda wurden bislang zwei Ebola-Fälle offiziell bestätigt. „Aufgrund des intensiven Grenzverkehrs zwischen Uganda und der Demokratischen Republik Kongo ist jedoch damit zu rechnen, dass die tatsächliche Zahl der Infizierten deutlich höher liegt“, warnt Anna Richter.

Prävention entscheidet über Leben und Tod – doch die Mittel sind knapp

„Ebola breitet sich besonders dort schnell aus, wo Menschen keinen Zugang zu sauberem Wasser und Hygienemaßnahmen haben. Vor allem in diesen Regionen sind Präventionsmaßnahmen in der aktuellen Situation überlebenswichtig“, betont Anna Richter. Die finanziellen Mittel für den Infektionsschutz sind jedoch begrenzt: Als Sofortmaßnahme hat arche nova 7.500 Euro aus dem eigenen Nothilfefonds bereitgestellt. Sollte sich die Lage weiter verschärfen, ist die Organisation dringend auf Spenden und zusätzliche Unterstützung angewiesen. „Wir appellieren an die Bundesregierung und die internationale Gemeinschaft, die Arbeit von Hilfsorganisationen stärker zu unterstützen, um eine weitere Eskalation der Ebola-Notlage zu verhindern“, so Richter.

Für weitere Informationen oder ein Interview zur Lage in Uganda steht Ihnen Anna Richter, Länderreferentin für Ostafrika, gern zur Verfügung.

arche nova in Uganda:

Gemeinsam mit lokalen Partnern stärkt arche nova in Uganda seit mehr als zehn Jahren die Lebensbedingungen von entlegenen Gemeinden am Viktoriasee. Im Mittelpunkt stehen der Zugang zu sauberem Trinkwasser, der Bau von Sanitäranlagen sowie Schulungen zu Hygiene, Abfallmanagement und Katastrophenvorsorge. Darüber hinaus stärkt arche nova insbesondere lokale Selbsthilfegruppen für Frauen, um die Widerstandsfähigkeit der Gemeinden gegenüber Armut, Krankheiten und den Folgen des Klimawandels nachhaltig zu verbessern. arche nova und die lokale Partnerorganisation haben bereits in der COVID-19 -Pandemie zum Infektionsschutz beigetragen und können jetzt auf die Erfahrungen zurückgreifen.

Weitere Informationen »

Bildmaterial:

Das Material kann unter Angabe der Bildrechte ©arche nova frei genutzt werden.

Bildmaterial »

Zum Pressebereich

Teilen: