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Mobile Toiletten und Duschen für Notunterkünfte in Beirut

6. Oktober 2020 - Libanon
Zwei Monate ist die Explosionskatastrophe im Hafen von Beirut jetzt her. Aus den Nachrichten ist das Thema längst wieder verschwunden. Aber die Tausenden Menschen, die Anfang August alles verloren haben, leben weiterhin in Provisorien. Corona ist eine riesige Gefahr. Die Zahl der täglichen Neuinfektionen liegt bei 1100 – ein Drama, zumal in den engen Notunterkünften.

Anfangs fehlte es dort auch an Toiletten und Duschen für die Menschen, die aufgrund der Explosion obdachlos geworden waren. Das Libanesische Rote Kreuz, mit dem arche noVa seit den Anfängen der Corona-Krise im März eng zusammengearbeitet hatte, bat unser Team im Libanon, mobile Sanitäranlagen bereitzustellen.

Gesagt, getan. Ende August wurden zehn mobile Toiletten und ebenfalls zehn Duschkabinen in die Notunterkünfte in Beirut geliefert, damit die Menschen dort trotz enger Verhältnisse ihre Hygienebedürfnisse befriedigen können. Außerdem wurden dort 1.130 Desinfektionspakete verteilt, um das Ansteckungsrisiko für Covid-19 so gering wie möglich zu halten.

Ein Dankeschön an alle Unterstützerinnen und Unterstützer

Möglich wurde die schnelle Hilfe auch durch die unglaubliche Unterstützung unserer Spenderinnen und Spender. Denn Hilfe kostet Geld, zumal in Katastrophensituationen. Dafür auch an dieser Stelle noch mal ein riesiges Dankeschön.

Bis heute sind die Menschen im Libanon auf Unterstützung angewiesen. Denn die wirtschaftliche Not im Land ist groß, schon seit Monaten. Und die Explosionskatastrophe im Sommer hat die Probleme noch verschärft. Ganz besonders hart trifft es die 1,5 Millionen syrischen Geflüchteten, die im Libanon Zuflucht gefunden haben und jetzt aufgrund andauernder Lockdowns faktisch gar kein Einkommen mehr erwirtschaften können.

„Die Situation im Libanon ist sehr instabil und schwierig. Das hat viel mit der komplizierten politischen Situation zu tun. Keiner weiß so richtig, wie es hier weitergeht. Wirtschaftlich geht es immer noch nur bergab, die Währung verliert massiv an Wert, die Preise steigen und es gibt kaum noch Jobs, stattdessen Insolvenzen und Schließungen“, sagt Muriel Schockenhoff, unsere Projektreferentin im Libanon.

Um die Not ein wenig zu mildern, werden derzeit in unserer Projektregion in Nordlibanon, erneut 10.8000 Desinfektions- und Hygienepakete zum besseren Schutz vor Corona verteilt, außerdem erhalten 500 von Covid-19 betroffene Familien in der Region spezielle Hilfsmittel, wie Gesichtsmasken, Schutzanzüge und Handschuhe, um die Ansteckungsgefahr zu mildern.

Für unser Team im Libanon ist wichtig zu betonen, wie unverzichtbar die Arbeit internationaler Hilfsorganisationen ist. „Wir haben zwar nur ein kleines Budget, aber damit können wir wenigstens ein bisschen Hoffnung geben. Die Menschen sollen spüren, dass sie nicht vergessen wurden, und dass es jemanden gibt, der an sie denkt und sich um sie kümmert“, so Schockenhoff. „Wir von arche noVa wissen ganz genau, wofür welcher Euro ausgegeben wird. Deshalb vertrauen uns die Menschen. Ein großes Plus in einem Land, das praktisch in Korruption ertrinkt.“

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