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Junge Menschen erhalten kostenfreies Coaching für den Berufseinstieg

9. April 2018 - Ukraine
Unser Pilotprojekt an einer berufsbildenden Schule in der Ostukraine ist positiv verlaufen. Ab sofort gibt es an 16 Berufsschulen „Life Skills Programme“ im Rahmen unseres Hilfsprojektes. Damit unterstützt arche noVa Jugendliche in der Krisenregion auf ihrem Weg zu eigenem Einkommen.

Dreizehn Schülerinnen und Schüler sitzen im Halbkreis vor einer Tafel. Alina ist eine von ihnen. Die Sechzehnjährige macht gerade an einer berufsbildenden Schule in Mariupol ihre Ausbildung zur Schneiderin. Nach dem regulären Unterricht sitzt Alina regelmäßig mit anderen Jugendlichen im Alter von fünfzehn bis neunzehn Jahren zusammen, um all das zu lernen, was man neben der eigentlichen Berufsausbildung noch braucht, um erfolgreich berufstätig zu werden. Dieser Zusatzunterricht ist Teil des  „Life Skills Programm“ den arche noVa letztes Jahr als Pilotprojekt an Alinas Schule ins Leben gerufen hat. Der Zuspruch und die Ergebnisse waren positiv, sodass das Programm fortgeführt wird.


Ab sofort findet das Zusatzprogramm an 16 berufsbildende Schulen nach dem regulären Unterricht statt. Das Angebot ist freiwillig und wird den Schülerinnen und Schüler im Rahmen unseres Projektes kostenfrei angeboten. Geplant sind die Programme bis 2019. Ziel ist es Persönliche Fähigkeiten weiter zu entwickeln und Werte zu vermitteln. Wie schreibe ich eine Bewerbung? Was bedeutet Teamarbeit? Wie mache ich meinen Standpunkt deutlich?  All das sind Fragen denen Alina und die anderen Kursteilnehmenden mit Hilfe ihrer Lehrerin nachgehen. Die Lehrkräfte werden dafür von arche noVa geschult. Für den Unterricht erhalten sie ein Honorar

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Die Zukunft für Jugendliche in der Ukraine ist oft ungewiss. Die marode Infrastruktur und die schwache Wirtschaft machen den Einstieg ins Berufsleben schwierig. Der Konflikt an der Ostgrenze prägt den Alltag der Menschen. Die Schulen vermitteln den Jugendlichen zwar praktisches Wissen, fördern allerdings nicht den Übergang in den Arbeitsmarkt. Die Sessions im Rahmen unseres Projektes sollen Wissen vermitteln und Perspektiven schaffen. Nicht zuletzt geht es um Selbstvertrauen.
 

„Ich habe von dem Programm gehört und wollte selber schauen, was sich dahinter verbirgt, deswegen habe ich mich entschieden teilzunehmen. Nach den ersten Treffen habe ich bereits gemerkt, dass die Kurse sehr nützlich für meine Zukunft sein werden und mich auf verschiedenste Situationen vorbereitet. Die Themen „Werte“ und „Wie man auf seiner Meinung bestehen sollte“ haben mich besonders interessiert und ich bin gespannt, was wir noch für Inhalte haben werden“, erzählt uns Alina. Insgesamt hat sie schon vier der siebzehn Termine besucht. Neben der Wissensvermittlung geht es natürlich auch um Spaß und Gemeinschaft. Man trifft Freunde und tauscht sich aus. Auch dieser soziale Punkt spielt im Programm eine Rolle. 

„Ich wünsche mir, dass das Programm sich weiter entwickelt und noch viele anderen Schülerinnen und Schülern unterstützen kann.“


arche noVa ist außerdem mit einem umfassenden Wiederaufbauprogramm vor Ort aktiv. Viele öffentliche Einrichtungen sind durch den Konflikt betroffen. Die oft noch aus den Neunzehnfünfziger Jahren stammenden Gebäude sind baufällig und zum Teil von Kriegsschäden betroffen. Etliche öffentliche Gebäude verfügen über keinen Zugang zu sauberem Wasser oder Sanitäreinrichtungen mehr. arche noVa hilft seit 2016 bei der Sanierung der Sanitär- und Wasserversorgung von Schulen, Kindergärten und Krankenhäusern.  

 
Wenn Sie mehr erfahren wollen, dann besuchen Sie unsere Projektseite zur Ukraine.

 

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