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540 geflüchtete syrische Kinder beginnen neues Schuljahr

26. September 2018 - Libanon
In vielen Bundesländern hat diesen Monat ein neues Schuljahr begonnen. Für deutsche Schüler normaler Alltag. Auch 540 syrische Kinder im Libanon können dieses Jahr dank der Unterstützung von arche nova in der Bekaa Ebene zur Schule gehen. Für die geflohenen syrischen Familien ist dies jedoch keine Selbstverständlichkeit. Viele Kinder gehen an ihren Zufluchtsorten nicht zur Schule, sondern tragen mit kleinen Jobs zum Lebensunterhalt der Familie bei.

Der Andrang für die Registrierung von neuen syrischen Kindern in die Grundschulen, die wir mit unserer Partnerorganisation Social Support Society in der Bekaa Ebene betreuen, war sehr groß. Die beiden Projektmanagerinnen Salwa Al-Kawas und Nimat Bizri berichten, dass leider nicht alle Kinder für das Schuljahr 2018/2019 aufgenommen werden konnten. Die Kapazitäten sind begrenzt – es mangelt an Räumen und Lehrkräften in den Schulen.

Die in unserem Projekt beteiligten zwei Schulen haben einen besonders guten Ruf. Die Kinder werden gezielt betreut und es gibt Fortbildungen für die Lehrerinnen und Lehrer. „Wir achten drauf, dass die Klassenstärke nicht zu groß sind, dass die Kinder nach ihrem tatsächlichen Lernniveau in die Klassen eingeteilt und nicht unbedingt nach dem Alter einer Klasse zugeteilt werden“, erläutert Nimat Bizri. Einige Kinder haben monatelang oder jahrelang keine Schule besucht und traumatische Erlebnisse zu verarbeiten. Diejenigen, die deshalb mit größeren Schwierigkeiten zu kämpfen haben, werden besonders betreut. Etliche Kinder nehmen außerdem an außerschulischen Aktivitäten teil. Besonders beliebt ist das Mitsingen im Chor. Daneben werden oft auch die Familien mitbetreut. „So gut wir das leisten können“, sagt die Projektmanagerin.

Schulbildung ist mehr als Wissen vermitteln

Seit sechs Jahren engagieren sich Salwa Al-Kawas und Nimat Bizri für geflüchtete syrische Kinder im Libanon. Etliche Hürden mussten sie dabei nehmen. Besonders die gemischten Klassen trafen bei den konservativen, syrischen Eltern anfangs auf Wiederstand. Die Projektmanagerinnen hielten trotzdem daran fest, um das gleichberechtigte Lernen und somit den Umgang miteinander zu fördern. Bei einer Schulaufführung von 14 Mädchen und Jungen der 6. Klasse, haben die Kinder auf der Bühne zusammen gesungen, getanzt und sich an den Händen gefasst. Dies konnte viele Eltern überzeugen, sodass sie sich später bei Salwa Al-Kawas und Nimat Bizri bedankten. Diese sind sich einig: „Schulbildung für Kinder ist so viel mehr, als den Kindern Wissen zu vermitteln. Es ist ein so wichtiger Beitrag für unsere Gesellschaft. Wir können so viel bewirken.“

arche nova unterstützt von September 2018 bis Juli 2019 die Ghazza Schule mit 540 Schülerinnen und Schülern. Diese Schule wurde bereits letztes Jahr gefördert. Ab Januar 2019 kommt die Kamed el Los Schule mit derzeit 305 syrischen Kindern ebenfalls in unser Programm.

Gerne möchten wir unser Schulprogramm im Libanon, das vom Freistaat Sachsen gefördert wird -  noch erweitern, damit auch diejenigen eine Chance bekommen, die dieses Mal nicht registriert werden konnten. Deshalb bitten wir für dieses Projekt dringend um Spenden.

 

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