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25 Jahre arche noVa - 25 Geschichten Nr. 23 Evans Kawumbu

15. Dezember 2017 - Uganda
2017 wird arche noVa 25 Jahre alt. Seit einem Vierteljahrhundert setzen wir uns für humanitäre Hilfe und Entwicklungszusammenarbeit ein. Was steckt dahinter? Im Laufe des Jahres stellen wir 25 Menschen vor, deren Geschichten exemplarisch für arche noVa stehen. Dieses Mal Evans Kawumbu, Schulkind aus Uganda

Evans Kawumbu spielt für das Jubiläumsjahr von arche noVa eine besondere Rolle, weil er genau da wohnt, wo unser Jubiläumsprojekt stattfinden wird, für das wir 2017 eine eigene Spendenaktion gestartet haben. Zum Weltwassertag am 22. März haben wir einen Fotografen gebeten, Evans zu besuchen und zu fotografieren.

Der siebenjährige Evans lebt auf einer kleinen Farm am Stadtrand von Katosi in Uganda. Die Familie baut Gemüse und Obst an. Das meiste davon ist für den eigenen Verbrauch. Im Haushalt sind Evans und seine Geschwister für das Wasserholen zuständig. Mehrfach am Tag machen sie sich auf den Weg zu einer befestigten Quelle, die zehn Minuten entfernt liegt.

Viele Kanister Wasser benötigt die Familie pro Tag. Frisches Wasser zum Händewaschen und für die Körperhygiene steht immer bereit. Das gilt auch für das Zähneputzen. Der Erstklässler benutzt dafür nicht nur eine Zahnbürste, sondern auch Asche als „Scheuermittel“. All das findet unter freiem Himmel statt, genau wie das Wäschewaschen.

Über eine Toilette verfügt Evans Familie jedoch nicht, sie suchen sich einen Platz im Freien. Das geht vier von fünf Menschen in Uganda so. Der Mangel an Sanitärversorgung ist eines der größten Entwicklungshemmnisse vor Ort und Hauptursache dafür, dass Krankheitskeime ins Trinkwasser gelangen und Infektionskrankheiten weit verbreitet sind. Von schweren Durchfallerkrankungen oder sogar Cholera sind vor allem die Kinder betroffen.
Auch Evans trinkt Wasser, das zwar klar aber nicht sicher ist. Seine Familie kocht es deshalb vorher ab, bevor es getrunken wird. Doch nicht alle Menschen halten sich an diese Hygieneregel, deshalb spielt das Thema Gesundheitsvorsorge auch eine wichtige Rolle für unsere lokale Partnerorganisation Katosi Women Development Trust.

Jubiläumsprojekt schafft Perspektiven

Unser Jubiläumsprojekt wird die Frauenorganisation stark machen, damit sie die lokale Wasserkrise für rund 170.000 Menschen im ländlichen Raum am Ufer des Victoriasees Schritt für Schritt selber bewältigen kann. In Selbsthilfegruppen werden Regenwassersammeltanks und Toiletten für Familien gebaut. Außerdem werden 160 Frauen zu Mechanikerinnen ausgebildet, damit sie die Brunnen und Pumpen vor Ort warten und reparieren können. Sie arbeiten mit den Wasserkomitees zusammen, die mit Werkzeugen und Ersatzteilen ausgestattet werden.

Unser Dank gilt allen, die das Vorhaben bereits unterstützt haben. Weitere Spenden sind willkommen.

 

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