Title Uganda - KWDT Self Help Group
arche noVa/Axel Fassio

Uganda: Sauberes Wasser, Starke Frauen - Jubiläumsprojekt 25 Jahre arche noVa

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25 Jahre sind seit der Gründung von arche noVa 1992 vergangen. Das ist für uns durchaus ein Grund, stolz auf das vergangene Vierteljahrhundert und das Erreichte zu blicken: Mehr als 120 Projekte, die wir in 45 Ländern durchführen, mehr als 1.3 Millionen Menschen, die wir seither mit Trinkwasser versorgen konnten. All das bedeutet jedoch nicht, dass wir uns nun selbstzufrieden zurücklehnen. Weltweit leben noch immer über 600 Millionen Menschen ohne Zugang zu sauberem Trinkwasser und über 2 Milliarden Menschen ohne angemessene Sanitärversorgung. Daher haben wir uns für unser Jubiläumsjahr viel vorgenommen: Ein zusätzliches Jubiläumsprojekt in unserer Projektregion in Uganda am Nordufer des Victoriasees. Damit dieses Projekt ein Erfolg wird brauchen wir Ihre Unterstützung!
Uganda
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Hilfe zur Selbsthilfe

Eine der ersten Lektionen, die die Helferinnen und Helfer von arche noVa vor 25 Jahren lernten: Die Grundbedürfnisse von Menschen müssen in Notsituationen schnell befriedigt werden. Um aber langfristig die Lebenssituation von Menschen zu verbessern, ist es wichtig, Hilfe zur Selbsthilfe zu leisten. Genau hier setzt unser Jubiläumsprojekt an. Gemeinsam mit unserer Partnerorganisation Katosi Women Development Trust (KWDT) wollen wir Frauenselbsthilfegruppen im Distrikt Mukono stärken und ihnen dabei helfen, die Herausforderungen in ihren Dörfern selbst anzugehen. Denn es fehlt vor Ort keinesfalls am Gespür für die Entwicklungspotentiale und dem Willen dabei mit anzupacken, wohl aber an den finanziellen Mitteln und an Fachwissen.

Wasser und Sanitärsituation hat weitreichende Folgen

Eines der Hauptprobleme vor Ort, das sich auf alle Lebensbereiche auswirkt, ist die schlechte Trinkwasser- und Sanitärversorgung. Beide Dinge stehen in engem Zusammenhang. Da die meisten Menschen keine Toiletten haben, suchen sie sich für Ihre Notdurft einen Ort im Freien. Diese so genannte offene Defäkation ist mit einer großen Gefahr für das Trinkwasser und die Gesundheit verbunden. Ohne Toiletten verbreiten sich deutlich mehr Krankheiten als mit. Und wer krank ist, kann nicht arbeiten oder zur Schule gehen. Wer nicht arbeitet oder zur Schule geht, wird seinen Lebensunterhalt nicht bestreiten können.

Seit 2013 arbeiten wir mit KWDT zusammen und bauen vor Ort Regenwassertanks, Toiletten sowie Gemeindebrunnen und schulen die lokalen Wasser-Nutzer-Komitees. Mit dem Jubiläumsprojekt wollen wir nun noch gezielter die Frauenselbsthilfegruppen stärken, mit denen KWDT zusammenarbeitet und gemeinsam mit ihnen für sauberes Wasser sorgen.

Schulung von Frauen zu Handpumpenmechanikerinnen:

Im Distrikt Mukono gibt es viele Brunnen, die nicht mehr funktionieren. Diesen Zustand wollen wir dauerhaft ändern. Dafür wird KWDT in jedem der fünf Subdistrikte von Mukono sieben Mechanikerinnen ausbilden. Die 35 Mechanikerinnen erhalten nicht nur die entsprechende Ausbildung zur Reparatur und Wartung der Handpumpen, sondern auch die notwendigen Werkzeuge. In die Ausbildung werden außerdem Vertreterinnen der aktuell 19 Selbsthilfegruppen einbezogen, mit denen KWDT im Distrikt zusammenarbeitet. Diese 133 Frauen werden zukünftig dafür verantwortlich sein, Brunnen mit Funktionsstörungen ausfindig zu machen und an die Wartungsteams zu melden. Das Ziel dabei: Die 144 bereits bestehenden Brunnen im Distrikt Mukono werden zukünftig besser genutzt. Etwa 170.000 Einwohner im Distrikt werden davon profitieren.

Verbesserung der Wasser- und Sanitärversorgung der KWDT-Weiterbildungseinrichtung

Katosi Women Development Trust richtet derzeit ein eigenes Weiterbildungszentrum für Frauen im Ort Katosi am Viktoriasee ein. Hier schult die Organisation die Frauenselbsthilfegruppen beispielsweise zu den Themen Wasserressourcennutzung, einkommensschaffenden Maßnahmen, Hygienepraxis und bald eben auch zu Funktionsweise und Reparatur von Handpumpen. Bisher gibt es für das Zentrum aber noch keine angemessene Wasserversorgung. Für die Schulungsteilnehmerinnen ist das keine befriedigende Situation, denn sie haben zusätzliche Kosten, weil sie sich Wasser selbst hinzukaufen müssen. Aus diesem Grund wollen wir KWDT dabei unterstützen, das Schulungszentrum mit einer angemessenen Trinkwasserversorgung auszustatten. Dafür muss zunächst ein tiefes Bohrloch ausgehoben und anschließend ein Wasserspeichertank und eine Solarpumpe installiert werden.

Verbesserung der Wasser- und Sanitärversorgung auf Haushaltsebene

In der Region gibt es bisher kaum Wasser- und Sanitärversorgung auf Haushaltsebene. Wenn es überhaupt sichere Wasserquellen und Toiletten gibt, werden diese in der Regel von der ganzen Dorfgemeinschaft genutzt. Gerade für Frauen sind Wassertanks und Toiletten in direkter Nähe zum eigenen Haus eine große Erleichterung, denn sie sind üblicherweise für die Beschaffung von Wasser verantwortlich. Einerseits sparen die Frauen durch die Tanks in der unmittelbaren Nähe ihrer Häuser viel Zeit, die sie für andere wichtige Aufgaben verwenden können und so ökonomische Unabhängigkeit erhalten. Andererseits setzen sie sich auf den teilweise sehr langen Wegen bis zur nächsten sicheren Wasserquelle bzw. zur nächsten Gemeinschaftstoilette der Gefahr von Übergriffen aus. Ein Wassertank und eine Toilette am Haus verhelfen ihnen zu Sicherheit und Würde. Ganz nebenbei haben sie aber auch positive Auswirkungen auf das Selbstbewusstsein und den sozialen Status der Frauen.

Mit Unterstützung der Selbsthilfegruppen werden daher in den Gemeinden zunächst bedürftige Haushalte identifiziert. Diese Haushalte erhalten dann entsprechend einen einfachen, aber stabilen Regenwassertank bzw. eine eigene Toilette. Die Baumaßnahmen werden von Frauen durchgeführt, die von KWDT in der Vergangenheit ausgebildet wurden. Die Mitglieder der Haushalte beteiligen sich ebenfalls an den Maßnahmen. Die Unterstützung funktioniert dabei wie eine Art Anschubfinanzierung, denn die Baukosten werden letztlich in Raten zurückgezahlt. Das ermächtigt die Frauen und macht sie nicht zu Hilfsempfängerinnen. Von den zurückgezahlten Summen können dann weitere Tanks für weitere Haushalte finanziert werden.

Das Prinzip steckt an: Nachbarinnen, die den Bau der Wassertanks beobachten und sehen, wie Frauen eigenes Einkommen erzielen, treten den Gruppen bei. Die Gruppen wachsen. Die Teilnehmerinnen lernen Managementfähigkeiten und gründen Unternehmen, sie bringen ihr neu erworbenes Wissen in die Schulen und Dorfstrukturen ein, sie verbreiten ihr Wissen über Hygiene und Gesundheitsvorsorge und vertreten ihre Rechte gegenüber Verwaltung und Lokalpolitik.

Damit wir all das erreichen und damit den Frauen helfen können, ihre eigene Lebenssituation zu verbessern und Verantwortung für ihre Gemeinden zu übernehmen, brauchen wir Ihre Hilfe. Wir benötigen für die Umsetzung aller Maßnahmen eine Summe von 100.000 Euro. Bitte helfen Sie uns dabei.

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100
Werkzeuge für ein Wasserkomitee

Projektsteckbrief

Zielgruppe
  • 19 Frauenselbsthilfegruppen aus Dörfern des Distrikts Mukono
  • Bedürftige Haushalte
  • 170.000 Einwohner
Projektziel
  • Stärkung der Selbsthilfekräfte von Frauenselbsthilfegruppen
  • Verbesserte Wasserversorgung für die 170.000 Einwohner des Distrikts Mukono
Aktivitäten
  • Bau von Regenwassersammelanlagen und Sanitärlösungen mit 29 Frauen und ihren Familien (rund 300 Personen)
  • Bau von Brunnen, Wassertank und Solarpumpe für das KWDT-Schulungszentrum
  • Trainings für mehr als 160 Frauen zur Instandhaltung von Brunnen und Pumpen im Projektgebiet
  • Ausstattung der Wasserkomitees in den fünf Subdistrikten
Projektlaufzeit
2017-2018
Kooperationspartner
Katosi Women Development Trust
Förderer

Spenderinnen und Spender

AnsprechpartnerIn
Foto Christian Franz
Christian Franz
Abteilung
Kommunikation
Funktion
Referent Fundraising & Kooperation
Standort
Dresden
Telefon
0351 481984-15

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