Abgeschlossene Projekte
Begegnungsprojekt ESD Practitioners going global
Das Projekt ESD Practitioners going global brachte Multiplikatorinnen und Praktikerinnen der Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) aus Deutschland und Kenia zusammen. Über einen Zeitraum von einem Jahr arbeiteten die Teilnehmenden in digitalen und analogen Formaten zu Fragen globaler Gerechtigkeit, interkultureller Verständigung, nachhaltiger Entwicklung und internationaler Bildungsarbeit.
Im Zentrum standen gemeinsames Lernen, die Reflexion unterschiedlicher Perspektiven und die Entwicklung konkreter Ideen für internationale Kooperationen. Die Teilnehmenden setzten sich mit Bildung für nachhaltige Entwicklung als Ansatz auseinander, um globale Herausforderungen praxisnah, partizipativ und handlungsorientiert zu bearbeiten. Das Projekt wurde in Kooperation mit der Kenya Organization for Environmental Education durchgeführt.
Überblick
Im Projekt begegneten sich Teilnehmende aus Ostdeutschland und Kenia in Vorbereitungsseminaren, virtuellen Austauschformaten, einer intensiven Präsenzbegegnung in Deutschland sowie einem digitalen Abschlussseminar. Ergänzt wurde das Programm durch Exkursionen, Fachinputs, gemeinsame Reflexion und die Entwicklung eigener Projektideen.
Die Begegnung verband persönliche Lernerfahrungen mit fachlichem Austausch. Themen waren unter anderem Bildung für nachhaltige Entwicklung, interkulturelle Kommunikation, Projektentwicklung, globale Ungleichheiten, Machtverhältnisse und postkoloniale Perspektiven. Besonders wichtig war dabei, internationale Zusammenarbeit nicht nur organisatorisch, sondern auch machtkritisch und partnerschaftlich zu reflektieren.
Ergebnisse des Projekts
Das Projekt hat auf mehreren Ebenen deutliche Wirkungen entfaltet. Die Teilnehmenden stärkten ihre interkulturelle Kompetenz und berichteten, kulturelle Unterschiede bewusster wahrzunehmen und respektvoller mit verschiedenen Perspektiven umzugehen. Sie gewannen Sicherheit in der Planung internationaler Aktivitäten, entwickelten konkrete Projektideen und bauten neue Kooperationen auf.
Zugleich vertieften sie ihr Wissen über Methoden der BNE, projektbasiertes und erfahrungsorientiertes Lernen sowie über die Gestaltung internationaler Jugend- und Bildungsbegegnungen. Auch Sprachpraxis, Kommunikationsfähigkeit, Teamarbeit und Reflexionsvermögen wurden als gestärkt beschrieben. Besonders hervorzuheben ist die intensive Auseinandersetzung mit globalen Ungleichheiten, Privilegien und Machtdynamiken zwischen Globalem Norden und Süden, die von vielen Teilnehmenden als zentraler Lernprozess benannt wurde.
Exkursionen und Praxiseinblicke
Ein wichtiger Bestandteil des Projekts waren Exkursionen und Besuche an außerschulischen Lernorten. In Kenia fanden unter anderem Exkursionen in Nairobi sowie ein thematischer Lernort zu Abfallwirtschaft, Recycling und Renaturierung statt. In Deutschland ergänzten Besuche bei arche nova, an einer Gesamtschule und an einer renaturierten Mülldeponie das Begegnungsprogramm.
Diese Praxiseinblicke halfen dabei, theoretische Inhalte mit konkreten Erfahrungen zu verbinden. Die Teilnehmenden konnten Nachhaltigkeit, Bildungsarbeit und gesellschaftliches Engagement in unterschiedlichen Kontexten erleben und gemeinsam reflektieren. Dadurch wurden Austausch, Verständnis für lokale Realitäten und gemeinsames Lernen weiter vertieft.
Fazit
ESD Practitioners going global hat gezeigt, wie wirksam internationale Begegnungen sind, wenn sie fachlichen Austausch, persönliche Reflexion und kritische Fragen globaler Gerechtigkeit miteinander verbinden. Das Projekt stärkte Kompetenzen, Partnerschaften und neue Perspektiven für die BNE-Praxis. Zugleich wurde deutlich, dass gerechte internationale Zusammenarbeit Zeit, Offenheit und einen bewussten Umgang mit Macht und Privilegien braucht.
Projektziele
Mit dem Projekt wurden folgende Ziele verfolgt und in hohem Maße erreicht:
- Stärkung internationaler Netzwerke im Bereich Bildung für nachhaltige Entwicklung
- Förderung kulturbewusster und partnerschaftlicher Kommunikation
- Erweiterung fachlicher und methodischer Kompetenzen in der BNE-Arbeit
- Entwicklung konkreter Projektideen und internationaler Kooperationen
- Sichtbare Einbindung globaler Perspektiven in die BNE-Landschaft in Sachsen
- Stärkung von Teamarbeit, Kommunikation, Reflexion und Verantwortungsbewusstsein im globalen Kontext
Projektverlauf
März 2025 bis Februar 2026 fanden regelmäßige Online-Treffen, Vorbereitungsseminare, virtuelle Austauschformate, eine Präsenzbegegnung in Deutschland sowie ein digitales Abschlussseminar statt.
14. März – 16. März 2025: Vorbereitungsseminar in Dresden
Mai 2025: Virtuelle Begegnungsphase mit der kenianischen Partnerorganisation KOEE
13. Juni – 15. Juni 2025: Zwischenseminar
18. Oktober – 2. November 2025: Präsenzbegegnung in Sachsen
Oktober 2025 – Januar 2026: Transfer- und Multiplikationsphase im jeweiligen Arbeitskontext
30. Januar – 1. Februar 2026: Digitales Abschlussseminar
Kooperation
Das Projekt wurde in Kooperation mit der Kenya Organization for Environmental Education umgesetzt. Die Zusammenarbeit zwischen Partnerorganisationen und Teilnehmenden aus Kenia und Deutschland bildete die Grundlage für den gemeinsamen Lernprozess und für weiterführende Projektideen und Netzwerke.
Internationales Begegnungsprojekt "Vijana na afya - let´s create a healthy world! Gesundheit und Wohlbefinden als Themen der Jugendarbeit"
Zielgruppe: Engagierte in der Kinder- und Jugendarbeit bis 30 Jahre
Umfang: Monatliche Onlinetreffen; Wochenendseminar Oktober 2022/April 2023/November 2023; 3 Wochen Begegnungsreise in Kenia Januar/Februar 2023; 3 Wochen Begegnungsreise in Deutschland August/September 2023
Laufzeit: August 2022 - Dezember 2023
Vijana na afya - Jugend für Gesundheit So heißt unser aktuelles Kooperationsprojekt, welches wir mit der Kenyan Organisation for Environmental Education (KOEE) umgesetzt haben.
Mehr Informationen zum Projekt und eine bildreiche Dokumentation der Projektaktivitäten finden Sie hier.