Nichts ist mehr, wie es war. Für Ukrainerinnen und Ukrainer ist die Welt mit dem 24. Februar 2022 eine andere geworden. Der Krieg hat Spuren hinterlassen – im Land, aber auch in den Menschen selbst. 10,8 Millionen sind laut UNO-Flüchtlingshilfe mittlerweile auf humanitäre Hilfe angewiesen. arche nova unterstützt Betroffene seit Kriegsbeginn mit Hilfsgütern und beim Wiederaufbau.
Die psychische Belastung, der die Menschen in den Kriegsgebieten ausgesetzt sind, ist enorm. Viele von ihnen haben Angehörige verloren und leben in ständiger Furcht vor dem nächsten Bombenalarm. Mit psychosozialen Beratungsangeboten erleichtern wir ihnen den Umgang mit Ängsten und die Bewältigung ihrer Traumata. Dafür arbeiten wir eng mit dem Team von AWO International zusammen, das über langjährige Erfahrung in der Stärkung sozialer Strukturen in Krisengebieten verfügt.
3,8 Millionen Menschen sind derzeit innerhalb der Ukraine auf der Flucht. Zurück bleibt, wer nicht fliehen kann oder die kräftezehrende und ungewisse Flucht fürchtet. Für sie, die älteren oder kranken Menschen, die Menschen mit Behinderungen, die Witwen und ihre Kinder, wird das Leben mit jedem Tag schwieriger. Viele von ihnen sind von den Erlebnissen im Kriegsgebiet traumatisiert und müssen unter unwürdigen Umständen leben. Bei der Organisation der humanitären Hilfe, die wir vor Ort leisten, haben wir sie deshalb besonders im Blick.
Ja, ich möchte helfen!
Seit 2022 haben wir schon mehr als 130.000 Menschen unterstützt.
Mit ihrer Spende können wir noch mehr bewirken!
Sicheres Trinkwasser: Im Kriegsgebiet alles andere als selbstverständlich
In vielen Kommunen in der Ukraine ist die Wasserversorgung zusammengebrochen oder nur stark eingeschränkt. Auch die Siedlung Woskressenske in der Oblast Mykolajiw hatte immer wieder mit Ausfällten zu kämpfen. Der in die Jahre gekommene Wasserturm musste dringend ausgetauscht werden, doch dafür fehlten dem lokalen Versorger die Mittel.
arche nova hat einen neuen Wasserturm installiert, der 25 Kubikmeter Wasser fasst und 7.500 Menschen versorgt, darunter eine Kindertagesstätte, ein Kulturzentrum und mehrere Geschäfte. Die Menschen in Woskressenske haben nun jederzeit sauberes Wasser zur Verfügung. Selbst, wenn der Strom ausfällt, läuft das System bis zu sechs Stunden lang problemlos weiter.
Häufig fehlt es den lokalen Versorgern auch an Materialien und technischer Ausrüstung, um die zerstörte Wasser- und Abwasserinfrastruktur instand zu setzen. arche nova stellt Versorgungsbetrieben die erforderliche Technik zur Verfügung und hilft bei Reparaturarbeiten, Bohrungen, der Installation von Wasserspeichern und der Überwachung der Wasserqualität.
Die Bomben fallen auch auf Schulen, Kindergärten und Krankenhäuser
Auch vor sozialen Einrichtungen macht der Krieg nicht halt. Viele von ihnen sind den massiven Bombenangriffen seit Kriegsbeginn zum Opfer gefallen. Eine der Einrichtungen, die schwer beschädigt wurden, ist die Kindertagesstätte von Ochtyrka, einem kleinen Ort im Nordosten der Ukraine. Sie trägt den Namen „Kazka“, was auf Deutsch so viel bedeutet wie „Märchen“.
„Die Schäden des Raketenangriffs haben unsere tägliche Arbeit sehr erschwert und einschränkt.“, erzählt Olena Gorobets, Leiterin des Kindergartens in Ochtyrka. Schon vor dem Beschuss seien die Anlagen veraltet gewesen, aber nach dem Angriff war es kaum noch möglich, den hygienischen Anforderungen an Vorschuleinrichtungen gerecht zu werden. Besonders für die 21 Kinder mit besonderen Bedürfnissen seien durch die Schäden zusätzliche Barrieren entstanden.
Mit der Rehabilitation einiger Waschräume und Toiletten hat arche nova eine alters- und bedürfnisgerechte Umgebung geschaffen, die den Kindern einen hygienischen Kita-Alltag ermöglicht.
Langjährige Erfahrung im Projektland Ukraine
arche nova ist bereits seit 2015 in der Ukraine tätig. Nach Kriegsbeginn haben wir unsere Aktivitäten stark ausgebaut. Im Rahmen der derzeitigen Maßnahmen in der Not- und Wiederaufbauhilfe unterstützen wir insbesondere gefährdete Personengruppen wie alte und kranke Menschen, Menschen mit Behinderung, Witwen, frauengeführte Haushalte und Kinder.
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Projektsteckbrief
- Humanitäre Hilfe und psychosoziale Angebote für die vom Krieg betroffene ukrainische Bevölkerung
- Wiederaufbauhilfe in den befreiten Oblasten
Vom Krieg und seinen Folgen betroffene Menschen in den Oblasten Charkiw, Cherson, Dnipropetrowsk, Kyjw, Mykolajiw, Odessa, Poltawa, Tschernihiw, Sumy, insbesondere vulnerable Gruppen wie alte/kranke Menschen, Menschen mit Behinderung, Witwen, frauengeführte Haushalte, Kinder
- Reparatur und Ausbau von Wasser- und Abwassersystemen auf kommunaler Ebene und an sozialen Einrichtungen
- Instandsetzung von sozialen Institutionen wie Kitas, Schulen, etc. sowie Einrichtung von Schutzräumen
- Verteilung von Hilfsgütern an besonders vom Krieg Betroffene, darunter Hygienekits und Heizmaterial
- psychosoziale Unterstützung
- Capacity Building für Fachkräfte
- New Way
- ASB
- AWO
- Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung
- Auswärtiges Amt
- Ukraine Humanitarian Fund der Vereinten Nationen
- Aktion Deutschland Hilft
- WILO-Foundation
- Knorr-Bremse Global Care e.V.
- Private Spenderinnen und Spender