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Wenn Krieg zum Alltag wird: Wiederaufbauhilfe von arche noVa gibt den Menschen in der Ukraine Halt und Hoffnung

Ukraine
Zwei Jahre Krieg in der Ukraine: Für die Menschen in den umkämpften Gebieten ist er zum Alltag geworden – und die Angst vor dem nächsten Angriff zum ständigen Begleiter. Trotzdem wollen viele in ihre Heimatorte zurückkehren und so ein Stück von ihrem Leben vor dem 24.2.2022 zurückerlangen. Doch oft sind ihre Häuser und die örtliche Infrastruktur zerstört worden. arche noVa bleibt weiter vor Ort, unterstützt den Wiederaufbau und leistet weiterhin Nothilfe.

„Wir machen uns große Sorgen um unseren Sohn. Er kämpft für die ukrainischen Streitkräfte“, erzählt Oleksandr Tkachenko. Der 68-Jährige lebt mit seiner Frau Valentina in Hostomel, einem Dorf in der Oblast Kyjiw. Seit sein Sohn vom Militär eingezogen wurde, kümmert er sich mit Valentina um die Kinder. Zum Glück hat die Familie die Bombardierung ihres Hauses überlebt. Doch weil es danach unbewohnbar war, lebten die Großeltern mit den Enkeln lange Zeit in einem Wohncontainer. „arche noVa hat den Austausch der beschädigten Fenster, die Sanierung des Daches und die Reparatur der Heizungsanlage übernommen. Diese Unterstützung bedeutet uns sehr viel, weil wir seitdem wieder in unserem Haus leben können“, sagt Oleksandr Tkachenko.
Nur einige Häuser weiter wohnt die 82-jährige Sofiia Stepaniuk. Auch sie ist vor den Kämpfen nicht geflohen, weil die Familie sie hier braucht. Ihre Tochter lebt mit einer Behinderung, ihre Enkelin ist seit Kriegsbeginn psychisch erkrankt. Die Rentnerin kümmert sich trotz ihres hohen Alters um die beiden Angehörigen.


Bei den Bombardements ging im Haus von Sofia Stepaniuk vieles zu Bruch – darunter die Waschmaschine und auch das Heizsystem. Während des Winters musste die Familie deshalb ihr Haus verlassen. Eine Elektroheizung als Übergangslösung konnten sie sich nicht leisten. arche noVa hat nun ein neues Heizsystem installiert und ihnen so die Rückkehr in ihr Zuhause ermöglicht.

Besonders ältere Menschen leiden unter dem Verlust ihres Zuhauses

Viele, die in den umkämpften Gebieten leben, haben nicht die Möglichkeit, ihren Heimatort zu verlassen. Vor allem ältere Menschen fürchten die kräftezehrende und ungewisse Flucht. Die Dresdner Hilfsorganisation arche noVa setzt sich dafür ein, dass Menschen wie Oleksandr Tkachenko und Sofiia Stepaniuk ein möglichst normales Leben führen können.

„Der humanitäre Hilfsbedarf ist in den letzten zwei Jahren immer weiter gewachsen, vor allem für die Menschen, die in ländlichen Gebieten nahe der Frontlinie leben und nicht vor dem Krieg fliehen können. Dank unserer Zusammenarbeit mit lokalen Partnerorganisationen können wir diese besonders stark auf Unterstützung angewiesenen Menschen erreichen. arche noVa macht mit den Reparaturarbeiten und Verteilungen einen großen Unterschied für sie und gibt ihnen ein Stück Stabilität zurück. Niemand weiß, wie lange der Krieg noch andauern wird, aber ich bin davon überzeugt, dass diese Menschen unsere Unterstützung brauchen und wir sie nicht allein lassen dürfen!“ Dmytro Drizhd, Leiter des Länderbüros von arche noVa in der Ukraine

Knapp 230 Häuser in den umkämpften Gebieten sind seit Beginn des Wiederaufbauprogramms von arche noVa wieder bezugsfähig gemacht worden – darunter auch Kindergärten und gemeinnützige Einrichtungen. Außerdem verteilt die Organisation Hilfsgüter und Heizmaterialien – seit 2021 mehr als 800 Tonnen Brikett und 765 Kubikmeter Feuerholz. Möglich gemacht hat das auch die hohe Spendenbereitschaft der Dresdnerinnen und Dresdner. Seit Kriegsbeginn am 24.2.2022 spendeten sie 655.000 Euro an das Länderprogramm von arche noVa. „Die Welt darf die Menschen in der Ukraine nicht vergessen. Wir brauchen dringend Unterstützung“, sagt Sofiia Stepaniuk. arche noVa will dazu auch künftig einen wichtigen Beitrag leisten.

arche noVa steht bereits seit 2015 den Menschen in der umkämpften Ostukraine zur Seite. Mit der militärischen Eskalation am 24. Februar 2022 wurde das Länderprogramm stark ausgebaut. Im Rahmen der derzeitigen Maßnahmen in der Not- und Wiederaufbauhilfe unterstützen wir insbesondere gefährdete Personengruppen wie alte und kranke Menschen, Menschen mit Behinderung, Witwen, frauengeführte Haushalte und Kinder.

Pressekontakt:
Anna-Luise Sonnenberg
Leitung Kommunikation
Tel: 0351 481984-11
E-Mail: anna-luise.sonnenberg [at] arche-nova.org

 

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