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Humanitäre Lage in Nordsyrien weiterhin prekär – arche nova fordert mehr Unterstützung für die vom Krieg betroffene Bevölkerung

Syrien
Der Krieg in Syrien sorgt auch weiterhin für eine prekäre humanitäre Lage und erschwert die Hilfe in den Erdbebengebieten. arche noVa fordert anlässlich des Jahrestags mehr Unterstützung für die vom Krieg betroffenen Menschen. Die Dresdner Hilfsorganisation leistet in Nordsyrien seit 2012 humanitäre Hilfe.

Dresden/Berlin, 15.03.2023

Seit zwölf Jahren herrscht in Syrien Krieg. Anlässlich des heutigen Jahrestags erinnert Katja Laudemann, Leitung Auslandsprogramme bei arche noVa, daran, die Menschen nicht zu vergessen, die auch außerhalb des Erdbebengebietes auf Unterstützung angewiesen sind:

„Die Situation im Norden Syriens ist alarmierend. Bereits vor der Erdbebenkatastrophe im Februar erlebten wir aufgrund des anhaltenden Krieges und steigender Preise eine Zunahme der Menschen, die auf humanitäre Hilfe angewiesen sind. Die Erbeben im Februar haben die ohnehin bereits schwierige humanitäre Lage in manchen Regionen nun zusätzlich verschärft“, sagt Katja Laudemann. Sie betont: „Wir dürfen nicht vergessen, dass in Syrien nach wie vor Krieg herrscht. Die betroffenen Menschen brauchen dringend mehr Unterstützung.“

Krieg erschwert Erdbebenhilfe

Der Krieg wirkt sich auch unmittelbar auf die Nothilfe in den syrischen Erdbebengebieten aus. „Bereits vor den Erdbeben waren durch den Krieg viele Häuser beschädigt und zivile Einrichtungen zerstört“, sagt Wolfram Lorenz, Länderreferent Syrien bei arche noVa. Er hebt zudem den erschwerten Zugang für humanitäre Hilfe hervor: „Die Gebiete in Syrien, die von der Erdbebenkatastrophe am stärksten getroffen wurden, sind diejenigen, in denen am meisten Syrerinnen und Syrer Schutz gesucht haben vor dem Assad-Regime. Diese Gebiete sind aufgrund der komplexen politischen Situation von außen auch nur schwer erreichbar. Das ist ein wesentlicher Grund, weshalb Hilfe aus dem Ausland die Region kaum erreicht.“

Dank langjähriger Vernetzungsarbeit vor Ort konnte arche noVa nach den Erdbeben über lokale Partner rasch Hilfe leisten. „Bereits in den ersten Tagen nach der Katastrophe haben unsere Partner in Nordsyrien die Verteilung von Lebensmitteln, Wasser oder auch Decken und Kleider gegen die winterliche Kälte organisiert. Zudem haben wir unsere Hilfe in bereits bestehenden Flüchtlingssiedlungen aufgestockt, um die Wasser- und Sanitärversorgung für zusätzliche Menschen zu sichern. Damit wollen wir auch drohenden Epidemien vorbeugen“, so Lorenz. 

Seit 2012 mit Nothilfe und längerfristigen Projekten in Syrien aktiv 

Seit 2012 ist arche noVa in Nordsyrien aktiv. Gemeinsam mit lokalen Partnerorganisationen leistet die Dresdner Organisation humanitäre Hilfe und engagiert sich in längerfristigen Projekten. Im Fokus stehen dabei die Verteilung von Lebensmitteln und Hygienepaketen, die Versorgung mit Wasser und sanitären Einrichtungen in Flüchtlingscamps oder auch die Unterstützung von Kleinbauern durch die Instandsetzung von Wasserinfrastruktur und durch Schulungen. Mit einem Bildungsprojekt unterstützt arche noVa zudem Kinder auf dem Weg zurück in den Schulalltag. In Vorbereitungskursen, die in mobilen Schulungszentren stattfinden, erlernen die Kinder unter anderem Grundlagen der arabischen Sprache, Mathematik und Englisch. Zudem wird großer Wert auf psychosoziale Betreuung gelegt, die sich einerseits direkt an Schülerinnen und Schüler richtet, aber vor allem auch an die Eltern und Lehrkräfte. 

Laut Zahlen des UNHCR wurden rund sieben Millionen Syrerinnen und Syrer durch den Krieg in ihrem eigenen Land vertrieben, 5,6 Millionen Menschen sind in die Nachbarstaaten geflohen. 

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