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arche noVa leistet Nothilfe in Idlib

Syrien
Nein, der Krieg in Syrien ist nicht vorbei. Im Gegenteil, fast unbeachtet von der Weltöffentlichkeit findet in der Region um Idlib, südwestlich von Aleppo, gerade die nächste der ungezählten Katastrophen statt. Seit Wochen bombardiert die syrische Armee das Gebiet in Nordsyrien, das als der letzte Rückzugsort der Aufständischen gilt. Die eigentlich seit September 2018 geltende Waffenruhe ist ausgesetzt und die Regierungstruppen schrecken selbst vor zivilen Zielen, wie Wohnvierteln, Krankenhäusern und Schulen nicht zurück.

„Es ist ein Albtraum, die Menschen sind total verzweifelt. Die meisten sind seit Jahren auf der Flucht, jetzt werden sie immer mehr in die Enge getrieben und wissen weder wohin, noch sich zu helfen“, sagt Karin Uckrow von arche noVa. Die für den Nahen Osten zuständige Projektreferentin der Dresdner Hilfsorganisation hält engen Kontakt zum Helferteam vor Ort.

„Wir sehen so viel Not, wir wissen oft gar nicht, wo wir zuerst helfen sollen“, berichtet Jyana vom lokalen arche noVa-Team in Idlib via Skype. arche noVa ist eine der wenigen humanitären Organisationen, die überhaupt noch in der Krisenregion in Nordsyrien tätig ist. Seit 2012 werden von Dresden aus Hilfseinsätze koordiniert. Mit den wechselnden Konfliktherden verschoben sich auch die Einsatzorte immer wieder. Derzeit sind 21 Mitarbeitende in Idlib tätig, um die Not der Menschen wenigstens ein bisschen zu lindern. Dazu fahren die Helferinnen und Helfer oft weite Strecken, denn die Geflüchteten leben in provisorischen Camps – alten Fabrikhallen oder verlassenen Häusern, manche sogar auf der Straße, unter Olivenbäumen oder zusammengestückelten Planen.

Ursprünglich war die Hilfsaktion in der Region Idlib auf 103.000 Menschen ausgelegt. Aufgrund andauernder Bombenangriffe im Süden der Region werden derzeit etwa 30 Prozent mehr Menschen versorgt, darunter auch einheimische Familien aus dem seit Jahren umkämpften Gebiet. arche noVa verteilt täglich mehr als 3.000 Brotbeutel und 225.000 Liter Wasser. Einmal im Monat werden Lebensmittel- und Hygienepäckchen ausgegeben, knapp 300 Kubikmeter Müll entsorgt und Klärgruben ausgepumpt.

„Es ist ein Tropfen auf den heißen Stein, aber unser Team in Syrien – selbst alles Geflüchtete aus anderen Landesteilen - ist unglaublich engagiert und tut, was es kann“, weiß Karin Uckrow. „Wir wissen genau, was die Binnenflüchtlinge am meisten brauchen – denn wir sind alle in der gleichen Situation“, erzählt Mohammad vom arche noVa-Team in Idlib. Es ist noch nicht mal zwei Wochen her, da wurde die Familie des 32-Jährigen, der ursprünglich aus Aleppo stammt, erneut ausgebombt. Jetzt wohnt der Maschinenbauingenieur nördlich von Idlib und hofft auf Frieden - wie schon seit Jahren.

 

Spendenkonto: arche noVa, Stichwort: Syrien, Bank für Sozialwirtschaft, IBAN: DE78 8502 0500 0003 5735 00, BIC: BFSW DE 33 DRE

 

Fotos: © arche noVa e.V.

Bild 1: Mehr als 3.000 Brotbeutel verteilt arche noVa täglich in der Region Idlib. Die Not ist groß, die Leidtragenden sind ganz oft Kinder.

Bild 2: 225.000 Liter Wasser werden pro Tag zu den Geflüchteten in den Siedlungen und provisorischen Camps um Idlib gebracht. Zusätzlich werden Lebensmittel- und Hygienepacks ausgegeben, Müll entsorgt und Klärgruben ausgepumpt.

 

Pressekontakt:

Dana Ritzmann

Pressereferentin, arche noVa – Initiative für Menschen in Not e.V.
Tel: 0351 | 481984 16, 0176 | 62483150
E-Mail: dana.ritzmann [at] arche-nova.org

 


arche noVa - Initiative für Menschen in Not e.V. ist eine international tätige Hilfsorganisation, die sich auf Wasser- und Sanitärversorgung sowie Hygieneaufklärung spezialisiert hat. Seit 1992 unterstützt arche noVa Menschen, die durch Krisen, Konflikte und Naturkatastrophen unverschuldet in Not geraten. Von der schnellen Katastrophenhilfe über den Wiederaufbau bis zu nachhaltigen Projekten der Entwicklungszusammenarbeit arbeitet arche noVa mit einheimischen Partnerorganisationen und den betroffenen Menschen nach dem Prinzip der Hilfe zur Selbsthilfe zusammen. Hierzulande fördert der Verein das Globale Lernen in Form von Schulprojekttagen, außerschulischer Jugendarbeit, Erwachsenenbildung und der Fachstelle Globales Lernen und Bildung für nachhaltige Entwicklung in Sachsen.

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