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25 Jahre – 25 Geschichten Nr. 12 Ruqiyo Mohamed

15. August 2017 - Somalia
2017 wird arche noVa 25 Jahre alt. Seit einem Vierteljahrhundert setzen wir uns für humanitäre Hilfe und Entwicklungszusammenarbeit ein. Was steckt dahinter? Im Laufe des Jahres stellen wir 25 Menschen vor, deren Geschichten exemplarisch für arche noVa stehen. Dieses Mal: Ruqiyo Mohamed.

Ruqiyo Mohamed aus Somalia hält zufrieden lächelnd eines ihrer sieben Kinder im Arm. Wenn man sie so entspannt vor ihrem Wasserkiosk stehen sieht, kann man sich kaum vorstellen, was für eine Belastung Wasser holen bis vor kurzem noch für sie war. Ganze vier Kilometer entfernt befand sich die nächste Quelle, von der sie und die anderen Frauen aus der Siedlung Bulo Ajuran täglich das Wasser für ihre Familien holen mussten. Das hat sich nun geändert.

Anfang 2016 startete arche noVa in Zusammenarbeit mit der Organisation Action for Social and Economic Progress (ASEP) ein Projekt zur Verbesserung der Lebensbedingung von Binnengeflüchteten und Einheimischen in der Gedo Region in Somalia. Das Projekt umfasst unter anderem die Einrichtung von fünf Wasserkiosken. Diese werden hauptsächlich von Frauen betrieben, die dadurch ein eigenes Einkommen erhalten.


So funktionieren die Kioske: Das Wasser kommt über Leitungen aus einer Quelle in der Umgebung. Am Kiosk können die Menschen das Wasser für einen geringen Betrag kaufen. Das Geld wird zum Erhalt des Wassersystems verwendet. Die Betreiberinnen der Kioske erhalten ihr Einkommen durch den Verkauf weiterer Waren. Dadurch bilden die Wasserkioske sowohl einen Beitrag zur Wasserversorgung der ländlichen Bevölkerung als auch zur Einkommenssicherung für die Betreiberinnen.

Ruqiyo Mohamed ist eine dieser Frauen. Vor kurzem wurde im Rahmen unseres Projekts ein Wassertank in ihrer Siedlung errichtet, dessen Wasser sie nun an ihrem Kiosk verkauft. „Früher mussten wir unser Wasser mit Eseln von der vier Kilometer entfernten Quelle holen. Unsere Kinder blieben dabei allein zu Hause zurück, das war nicht ungefährlich. Wenn wir wieder kamen, waren wir schon erschöpft, obwohl noch viele Aufgaben auf uns warteten“, erinnert sich Ruqiyo Mohamed. Zum Glück gibt es jetzt den neuen Tank quasi direkt vor ihrer Haustür. „Der Tank hat eine gute Qualität. Jeder Haushalt bekommt nun 60 Liter Wasser am Tag für nur 10 Kenia-Schilling.“ 10 Kenia-Schilling, das sind umgerechnet 8 Cent.


Gerade jetzt, in Zeiten der anhaltenden Dürre und dem Zuzug weiterer Familien ist der Tank eine Lebensnotwendigkeit für die Menschen in Bulo Ajuran. Das weiß auch Ruqiyo Mohamed: „Ich danke ASEP und arche noVa dafür, dass sie Wasser in unsere Siedlung gebracht haben!“

Hier finden Sie weitere Informationen zum Projekt.