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25 Jahre arche noVa - 25 Geschichten Nr. 5 Toufic Mrad

8. März 2017 - Lebanon
2017 wird arche noVa 25 Jahre alt. Seit einem Vierteljahrhundert setzen wir uns für humanitäre Hilfe und Entwicklungszusammenarbeit ein. Was steckt dahinter? Im Laufe des Jahres stellen wir 25 Menschen vor, deren Geschichten exemplarisch für arche noVa stehen. Dises Mal Toufic Mrad.

Jahrelang lebte Toufic Mrad und seine Familie mit einer Wasserquelle im Dorf, doch kein Tropfen davon floss für sie aus dem Wasserhahn. Auch die anderen 1.470 Menschen in ihrer Gemeinde im Norden des Libanons hatten keinen Zugang.

In Dorf von Toufic Mrad gab es nie genug Wasser

Durchschnittlich dreimal pro Woche bekam Familie Mrad und die anderen Menschen in der Doppelgemeinde Tallet Al Chat Ha und Oyoun je 1000 Liter Wasser per Tanklastwagen geliefert, um ihren Bedarf zu decken. Toufics Bruder Ali Mrad erzählt, dass an den Liefertagen immer jemand zu Hause bleiben musste, wenn die anderen unterwegs waren, um auf das Wasser zu warten. Sie fühlten sich unfrei. „Außerdem war auch noch die Wasserqualität schlecht“, fügt er hinzu.

Die aufwändigen Lieferungen kosteten Toufic Mrad jede Woche 27 US-Dollar, also 1.404 US-Dollar pro Jahr. Eine Menge Geld. Der Familienvater erzählt, dass es für die meisten Dorfbewohner sehr schwer war, die Summe aufzubringen. Doch sie hatten keine andere Wahl. Das galt nicht zuletzt für die vor dem Krieg in Syrien geflüchteten Familien, die in den Ortschaft Zuflucht gefunden haben. Das Geld für das Trinkwasser fehlte an anderer Stelle, zum Beispiel für die Bildung der Kinder oder für die Stromrechnung.

Viele Gemeinden, wie die von Ali und Toufic Mrad, sind überfordert mit der großen Zahl von Menschen, die versorgt werden müssen. Aus eigener Kraft haben die Behörden vor Ort daher keine Chance, die Infrastruktur in den ländlichen Gebieten auszubauen. Toufic, sein Bruder Ali und all die anderen Bewohnerinnen und Bewohner der Ortschaft waren mehr als unzufrieden mit der Situation.

Jetzt gibt es genug Wasser für alle - Ortsansässige und Flüchtlinge

Um das Versorgungsproblem zu lösen, baute arche noVa mit der lokalen Partnerorganisation Tankamel Sawa eine Wasserleitung, die Tallet Al Chat Ha und Oyoun mit dem lokalen Wassernetzwerk und damit mit der nahe gelegenen Quelle verband. Die Versorgung ist somit gesichert und alle Haushalte müssen nur noch 150 US-Dollar pro Jahr für Wasser bezahlen. Toufic Mrad ist froh, dass sein Haus endlich über einen Wasseranschluss verfügt und seine Familie seit Jahren zum ersten Mal wieder genügend Trinkwasser zur Verfügung hat. Stolz zeigt er dem arche noVa Team den grünen Wasserschlauch im Garten.

Wie arche noVa die Wasserversorgung in den Dörfern und Schulen im Nordlibanon verbessert, lesen Sie in unserer Projektbeschreibung.