Der Krieg im Nahen Osten trifft den Libanon schwer. Luftangriffe und Kampfhandlungen in Teilen Beiruts und im Süden des Landes haben inzwischen rund eine Millionen Menschen aus ihrem Zuhause vertrieben. Notunterkünfte sind überfüllt, Menschen kampieren im Freien. Der Bedarf an humanitärer Hilfe ist immens, es fehlt an Grundlegendem: Nahrung, Wasser, Unterkunft.
Bereits 2024 mussten unzählige Familien überstürzt ihr Zuhause verlassen, um sich vor den militärischen Angriffen in Sicherheit zu bringen. Nun stehen sie erneut vor einer Flucht ins Ungewisse – und sind dringend auf humanitäre Hilfe angewiesen.
arche nova startet Nothilfe für geflüchtete Familien
Unser Team vor Ort hat bereits Erfahrung in der Nothilfe im Libanon. Wir arbeiten eng mit lokalen Partnerorganisationen zusammen und stimmen unsere Aktivitäten ab, um besonders Betroffene gezielt erreichen zu können und Doppelungen zu vermeiden. Zu unseren wertvollsten Kontakten zählen lokalen Initiativen, die unmittelbar nach der Gewalteskalation mit der Arbeit begonnen haben. Konkret arbeiten wir erneut mit einer so genannten Community Kitchen zusammen, die Mahlzeiten für vertriebene Menschen zubereitet und austeilt.
Im Rahmen unserer Nothilfe stehen folgende Aktivitäten auf unserem Programm:
- Versorgung von Schutz suchenden Menschen mit fertig zubereiteten warmen und kalten Mahlzeiten
- Verteilung von Lebensmitteln zum direkten Verzehr für Menschen, die keine Möglichkeiten zum Kochen haben
- Ausgabe von Trinkwasser in Gemeinschaftsunterkünften
- Ausgabe von Hygienekits, die unter anderem Seife, Zahnbürsten, und Waschmittel enthalten
- Verteilung von Hilfspaketen für Mädchen und Frauen für die Menstruationshygiene
- Verteilung von Hygienesets für Babys und Kleinkinder mit Windeln und Feuchttüchern
Unsere Einsatzorte sind in Beirut und in Gemeinschaftsunterkünften im Nordlibanon und in Akkar, wo es bisher vergleichsweise ruhig ist. Hier suchen besonders viele vertriebene Menschen Zuflucht.
Unsere Kooperationspartner sind die Johanniter Unfallhilfe sowie unsere langjährigen lokalen Partnerorganisationen Mada, Nabaa und Maps.
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Im Mittelpunkt der aktuellen Hilfe stehen vor allem vertriebene Menschen in Gemeinschaftsunterkünften. Je nach Bedarf kann die Unterstützung auch auf Menschen ausgeweitet werden, die außerhalb dieser Unterkünfte bei Gastfamilien, in informellen Unterkünften oder eigenständig Zuflucht gefunden haben.
Im Norden des Landes sind die Auswirkungen der Eskalation derzeit vergleichsweise wenig spürbar, hier gibt es derzeit keine Angriffe und wir können unsere Arbeit an unseren langfristigen Projekten fortsetzen.