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arche noVa startet neues Projekt zur beruflichen Bildung in Gao

19. Mai 2016 - Mali
Neben der Region Timbuktu und dem Grenzgebiet zu Guinea, wo arche noVa bereits seit längerem in Mali aktiv ist, startet in diesem Frühling ein neues Projekt im Nordosten des Landes mit dem Schwerpunkt Bildung. Rund um die Stadt Gao entstehen Ausbildungsangebote für junge Menschen, Weiterbildungsmöglichkeiten für Fischerfamilien und Landwirte sowie Schulungen für Frauenorganisationen.

Innerhalb von anderthalb Jahren investiert arche noVa rund 550.000 Euro gezielt in die Köpfe der Menschen vor Ort. Denn Bildung bleibt. Diese Lebensweisheit gilt umso mehr, je unsicherer die Umstände sind. In unserem neuen Projektgebiet sind die Lebensumstände der Menschen extrem prekär. Nicht nur das Klima und die geografische Lage am Rande der Sahara machen das Leben zur Herausforderung, sondern auch die gesellschaftlich-politische Situation, die noch lange nicht stabil ist. Viele Familien haben im Laufe der langjährigen militärischen Auseinandersetzungen ihre Existenzgrundlagen verloren. Mehr als 170.000 zurückgekehrte Flüchtlinge müssen versorgt werden - in einer Region, deren landwirtschaftliche Erträge extrem dürftig sind.

Unser Projekt versteht sich als Beitrag zur nachhaltigen Armutsbekämpfung in der Region. Vor allem die jungen Menschen vor Ort brauchen eine Beschäftigung, damit sie in Zukunft auf eigenen Beinen stehen können. Darüber hinaus unterstützt das Projekt einen grenzübergreifenden Austausch zwischen Mali und dem benachbarten Niger. So sollen Bildungsabschlüsse gegenseitig anerkannt werden, um breitere wirtschaftliche Perspektiven zu eröffnen. Die Nachfrage nach berufsbildenden Maßnahmen ist groß, insbesondere bei männlichen Jugendlichen. Im Nordosten Malis, einer Region mit erhöhtem Konfliktpotenzial, droht sonst erneut eine Spirale der Gewalt und/oder neuerliche Abwanderung in andere Landesteile oder ins Ausland.

Welche Bildungsmaßnahmen im Bereich Handwerk, Agrar- und Viehwirtschaft sowie Existenzgründung arche noVa mit der lokalen Partnerorganisation Nordev unternimmt, lesen Sie in unserer Projektbeschreibung.

Das Projekt wird mit Mitteln des Auswärtigen Amtes unterstützt.

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