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Zwei Fliegen mit einer Klappe im Kampf gegen COVID-19

11. Januar 2021 - Myanmar
Das arche noVa-Team in Myanmar unterstützt ländliche Gemeinden dabei, die Verbreitung der Pandemie zu vermindern. Gleichzeitig werden so Arbeitsmöglichkeiten für Näher*innen und Seifenhersteller*innen geschaffen, deren Einkommen eingebrochen ist, seitdem sie ihre Waren nicht mehr auf dem Markt verkaufen können.

In Myanmar sind die Corona-Fallzahlen über den Jahreswechsel hinweg stabil geblieben, was nicht zuletzt an den strengen Hygieneregelungen, Ausgangsbeschränkungen und deren Durchsetzung liegt. Beispielsweise ist es verpflichtend, eine Gesichtsmaske beim Verlassen des Hauses zu tragen, die Regeln des Social Distancings zu befolgen, regelmäßig die Hände zu waschen und sich nur in kleiner Zahl mit anderen Menschen zu treffen. Ebenso wie es seit November wieder in Deutschland der Fall ist.

Ausgangssperren machen der Bevölkerung zu schaffen

Das Bemühen um Infektionsschutz hat auf der anderen Seite fatale Folgen für die ökonomische Lage der Menschen vor Ort. Nach einer Studie der IFPRI (International Food Policy Research Institute), die im gesamten Land durchgeführt wurde, nannte der Großteil der Befragten den Verlust des Arbeitsplatzes beziehungsweise der Einkommensquelle als wichtigste sozioökonomische Auswirkung der Pandemie. Die Lage ist vielerorts durchaus kritisch, denn trotz der Einkommensverluste wird von der Bevölkerung erwartet, dass sie mehr Seife kauft und sich Masken zulegt.

Alltagsmasken werden vor Ort genäht und verteilt

An diesem Punkt setzt arche noVa an, um durch die Unterstützung lokaler Näher*innen und Seifenhersteller*innen an zwei Punkten zu helfen: den Menschen wieder ein Einkommen zu ermöglichen und die Pandemie so schnell wie möglich zu beenden, bevor sich die soziale Lage im Land noch mehr verschlechtert. Seit dem Ausbruch der Pandemie, im Frühjahr 2020, konnten mehr als 20 Näher*innen in der Rakhine-Region und im Shan-State ausfindig gemacht werden, die mit unserer Unterstützung bis jetzt rund 26.000 wiederverwendbare Gesichtsmasken produzierten. Auf diese Art und Weise wurde nicht nur den Näher*innen geholfen, sondern auch die ökonomische Situation der lokalen Stoffhändler verbessert. Diese Masken wurden anschließend in 45 Dörfern in den Gemeinden Ann und Lashio verteilt. Für manche Familien war das die einzige Möglichkeit, an Masken zu gelangen, da sie von der Regierung angehalten worden waren, ihre Häuser nicht zu verlassen. Davon abgesehen sind aus Stoff gefertigte Masken zwar umweltfreundlicher, weil sie gewaschen und somit mehrmals verwendet werden können, andererseits sind diese auch kostenintensiver.

Förderung der Seifenproduktion

Dieselbe Herangehensweise, wie bei der Produktion der Alltagsmasken, setze das arche noVa-Team auch bei der Herstellung von Flüssigseife um. Insgesamt 3.300 Liter wurden von 15 heimischen Seifenmacher*innen zusammengemischt und an Familien in den umliegenden Dörfern verteilt. So wird es auch Menschen aus einkommensschwachen Familien ermöglicht, die Hygienevorschriften zu befolgen und sich somit so gut wie möglich vor dem Corona-Virus zu schützen.

Auf diese Weise trägt das Myanmar-Team von arche noVa dazu bei, dass selbst in Ausnahmesituationen wie einer Pandemie, sich für Chancengleichheit eingesetzt wird. An diesem Punkt setzt arche noVa, in den vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung/BMZ geförderten Projekten an, um durch die Unterstützung von Näh- und Seifenwerkstäten gleich zweifach zu helfen.

Damit Projekte wie diese weitergeführt werden können, benötigen wie Ihre Unterstützung.

Für dieses Projekt spenden

12
Hygienepaket mit Seife, Binden und Tüchern für eine Großfamilie, ausreichend für einen Monat
24
Erstellung von Bildungs- und Informationsmaterial sowie Versand per Kurznachricht
70
Aufstellung einer Handwaschstation an einer Grundschule
150
Produktion von 240 Gesichtsmasken in einer kleinen Schneiderei

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