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Winterhilfe für die Menschen in der Ostukraine

9. Januar 2018 - Ukraine
Auch im vierten Kriegswinter wird humanitäre Hilfe dringend benötigt. arche noVa installiert Heizungen und verteilt Hilfsgüter

Bei seinem letzten Besuch in der Region Toretsk erwartete Projektkoordinator Friedrich Machein  eigentlich erfreute Gesichter beim Personal der Gesundheitsstation im Dorf Kurdimovka. Das Team von arche noVa hatte dort gerade eine neue Heizungsanlage installiert. Das Gegenteil war jedoch der Fall. Als er aus dem Auto stieg, diskutierten die Krankenschwester und der Hausmeister aufgeregt. „Von der lautstarken Diskussion verstand ich nichts, da ich kein Russisch spreche“, erinnert sich Machein.  

Schnell war das Problem erklärt: Der Durchmesser des Schornsteins war zu klein, daher traute sich das Personal der Gesundheitsstation nicht, die Heizung anzufahren. Friedrich Machein sagt: „Eine Heizung ohne Schornstein ist wie ein Auto ohne Räder.“ Also rief sein Kollege, der arche noVa Projekt-Ingenieur, beim örtlichen Heizungsbauer an. Für einen guten Preis lieferte er schnell eine größere Esse. Nun kann die Gesundheitsstation endlich wieder beheizt werden und trotz Außentemperaturen unter dem Gefrierpunkt der Betrieb weiter laufen. Die Krankenschwester des Dorfes  versucht, so gut es geht, die Gesundheitsversorgung für die Menschen aufrecht zu erhalten. Seit Februar 2014 dauert der bewaffnete Konflikt an, die meisten Ärzte und Krankenschwestern sind seitdem aus dem Kriegsgebiet geflohen. 

Für die Zurückgebliebenen ist der Alltag mühsam, besonders schwierig ist es in den harschen Wintermonaten. Die anhaltenden Kämpfe haben die Infrastruktur zerstört und Instandhaltungsarbeiten werden im Kriegsgebiet kaum durchgeführt. Jetzt im Winter können daher viele Gebäude nicht beheizt werden. Damit der Unterricht in den Schulen trotzdem weiter geht und Kindergärten und Gesundheitsstationen arbeiten können, hat arche noVa ein Winterhilfeprogramm in Kooperation mit Unicef durchgeführt. 60 Schulen in der Region Luhansk erhielten Heizungen. Außerdem installierten die Mitarbeiter von arche noVa Generatoren und Wasserboiler in Gesundheitseinrichtungen, Kindergärten und Schulen und verteilten Heizkohle.

Die Menschen in der Ostukraine haben sich ihr Leben trotz regelmäßiger Bombardierungen und Beschüssen notdürftig eingerichtet. Auch wenn der Konflikt fast in Vergessenheit geraten ist, benötigen 3,4  Millionen Menschen weiterhin humanitäre Hilfe. arche noVa baut in der Region Donetsk, in den von der ukrainischen Regierung kontrollierten Gebieten, zerstörte öffentliche Einrichtungen wieder auf, rehabilitiert Wassersysteme und verbessert die Sanitärversorgung. Außerdem unterstützen wir die Zivilgesellschaft bei der Versorgung und Integration der vielen innerhalb ihres Landes geflüchteten Menschen.

Spenden Sie für unsere Winterhilfe in der Ukraine!

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