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Wasserprojekt entspannt Konflikte zwischen Einheimischen und syrischen Geflüchteten

19. März 2019 - Libanon
Seit acht Jahren tobt der Krieg in Syrien und hat die ganze Region in eine Krise gestürzt. Je länger der Konflikt andauert, desto mehr Menschen sind auf Hilfe angewiesen. Allein im Nachbarland Libanon benötigen die allermeisten der 1,5 Millionen Syrerinnen und Syrer Unterstützung. Mit unserem Wasserprojekt lindert arche noVa die Versorgungskrise im Norden des Landes.

Die Region Koura im Nordlibanon war einer unserer Einsatzorte in 2018. Vor unserer Intervention stand den Bewohnerinnen und Bewohnern der 14 Gemeinden nur stark verschmutztes Wasser zur Verfügung. Zwar gab es Pumpen, die Wasser aus dem Qadisha Fluss in die Leitungen speisten, aber die Trinkwasseraufbereitungsanlage war seit Jahren nicht mehr voll funktionsfähig.

Trinkwasser in Flaschen – eine teure Alternative

Die Wasserqualität war so schlecht, dass man es bereits riechen und sehen konnte. Wer es sich leisten konnte, hat deshalb abgefülltes Wasser gekauft. Andere Familien, darunter die Mehrzahl der vor der Gewalt im Heimatland hierher geflohenen syrischen Familien, hatten oft keine andere Wahl, als das verunreinigte Wasser zu trinken.
Das lokale arche noVa-Team erstellte eine Bedarfsanalyse und interviewte einzelne Familien. „Einige berichteten sogar von Würmern im Wasser“, sagt unsere zuständige Projektreferentin Karin Uckrow.

Wo das Wasser weniger trübe war, nutzten die meisten es wenigstens zum Waschen und für die Körperhygiene. Alles in allem war die Versorgungslage für die Menschen unbefriedigend und neben all den anderen Sorgen in einer wirtschaftlich abgehängten Region eine zusätzliche finanzielle Belastung.

Instandsetzung der kommunalen Wasserversorgung

Unser Team setzte deshalb das Wassersystem instand. Im zentralen Ort Kusba el Koura wurde die Aufbereitungsanlage erneuert. 42.000 Menschen, Geflüchtete und Einheimische, haben seitdem eine sichere und bezahlbare Wasserversorgung.

Verunreinigtes Wasser gefährdet die Gesundheit

Koura ist kein Einzelfall. Laut einer Studie der Weltbank zur Wasserqualität leidet das Oberflächen- und Grundwasser im Libanon unter einer im internationalen Vergleich hohen Verunreinigung aus unbehandelten Abwassereinleitungen, unsachgemäßer Müllentsorgung und landwirtschaftliche Abflüsse. Das verunreinigte Wasser kann Erkrankungen wie Cholera, Durchfall, Ruhr, Hepatitis A, Typhus und Polio übertragen. Es stellt vor allem für jene eine Gefahr dar, die ohnehin durch Nahrungsmangel, Verletzungen und Erkrankungen geschwächt sind.

Wasserprojekt für Gemeinden und Schulen

Unser aktuelles WASH-Projekt, zu dem wir anlässlich des diesjährigen Weltwassertags zu Spenden aufrufen, soll insgesamt 60.000 Menschen erreichen. Dazu erneuern wir weitere kommunale Wassersysteme, reparieren Wasser- und Sanitäranlagen an Schulen und kümmern uns um eine Verbesserung der Entwässerung. Hinzu kommen Aktivitäten im Bereich Hygiene mit Verteilungen von dafür notwendigen Materialien wie Seife, Desinfektionsmittel, Eimer und Toilettenpapier sowie Schulungen der beteiligten Schulgemeinschaften.

Unsere Projektregion liegt direkt an der libanesisch-syrischen Grenze. Die Lebensbedingungen sind schwierig. Seit Ausbruch der Gewalt im Nachbarland geht es wirtschaftlich bergab. Den hierher geflüchteten Syrerinnen und Syrern gelingt es nur selten, einen auskömmlichen Job zu finden. Es herrscht große Armut. Vor allem in den informellen Zeltunterkünften sind die hygienischen Bedingungen katastrophal. Konflikte um die knappen Ressourcen gehören zum Alltag.

Für dieses Projekt spenden

20
Hygienesets mit Seife, Toilettenpapier, Desinfektionsmittel und Hygienebeutel für die Versorgung von 5 Schulkindern
49
Trinkwasserversorgung für 5 Kinder an ihrer Schule
120
75 Haushalte erhalten Trinkwasser durch die Sanierung eines Brunnens

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