Die Überlebenden der Sturzflut in Nepal stehen vor den Trümmern ihrer Existenz. Tausende haben ihr Zuhause, ihre Lebensgrundlage und den Zugang zu sauberem Wasser verloren. Nach einer solchen Katastrophe steigt das Risiko für Krankheiten besonders schnell. Deshalb setzt unsere Nothilfe dort an, wo Unterstützung unmittelbar Leben schützt und die Würde der Menschen bewahrt: beim Zugang zu sicherem Wasser, Sanitärversorgung und Hygiene. Als Sofortmaßnahme haben wir 10.000 Euro aus unserem Nothilfefonds bereitgestellt.
Um möglichst bedarfsgerecht zu helfen, arbeiten wir eng mit lokalen Partnerorganisationen und den betroffenen Gemeinden zusammen. Gemeinsam ermitteln wir, wo die Unterstützung am dringendsten benötigt wird und wie die Hilfe die Menschen vor Ort nachhaltig erreicht.
Langjährige Erfahrung und etablierte Strukturen ermöglichen zielgenaue Nothilfe
Die betroffene Region ist für arche nova kein unbekanntes Einsatzgebiet. Über viele Jahre war unser Team dort im Bereich Wasser, Sanitärversorgung und Hygiene (WASH) aktiv. Nach dem schweren Erdbeben von 2015 unterstützten wir die betroffene Bevölkerung beim Wiederaufbau und bei der Verbesserung der grundlegenden Versorgung, zuletzt durch den Bau einer Schule.
Diese langjährige Verbindung, die Kenntnis der lokalen Strukturen und die Zusammenarbeit mit Partnern vor Ort sind für den geplanten Nothilfeeinsatz besonders wertvoll, denn die Herausforderungen sind groß: Die betroffenen Orte liegen in schwer zugänglichem Gelände, und die Zerstörungen haben wichtige Verkehrswege und Versorgungsstrukturen getroffen. Umso wichtiger ist es, dass wir flexibel und gemeinsam mit den Menschen vor Ort handeln können.
Die Katastrophe ist ein Paradebeispiel für globale Ungerechtigkeit
Nepal wird immer wieder von schweren Erdbeben und Überschwemmungen getroffen. Die Klimakrise verschärft die Situation zusätzlich – obwohl die nepalesische Bevölkerung selbst nur sehr wenig zu den weltweiten CO₂-Emissionen beiträgt. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes verursacht ein Mensch in Nepal durchschnittlich rund 0,5 Tonnen CO₂ pro Jahr. In Deutschland ist es etwa die vierzehnfache Menge.
„Die Bevölkerung Nepals gehört zu den umweltbewusstesten der Welt und ist gleichzeitig besonders stark von den Auswirkungen der Klimakrise betroffen. Das ist ein Paradebeispiel für globale Ungerechtigkeit. Umso mehr sehen wir die internationale Gemeinschaft in der Pflicht, den Menschen jetzt jede Unterstützung zur Verfügung zu stellen, die benötigt wird – kurzfristig ebenso wie langfristig“, erklärt Sarah Kendziorra, stellvertretende Leiterin der Internationalen Programme bei arche nova.
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