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„Niemanden zurücklassen“ lautet das Motto zum Weltwassertag 2019

14. März 2019 - Welt
Am 22. März ist Weltwassertag. Das diesjährige Motto lautet: "Niemanden zurücklassen - Wasser- und Sanitärversorgung für alle“. Damit lenken die Vereinten Nationen das Augenmerk auf vernachlässigte Gruppen. Für arche noVa ist jeden Tag Weltwassertag, an dem wir für Inklusion einstehen.

Der Zugang zu sauberem Trinkwasser ist weltweit nach wie vor stark ungleich verteilt. Insgesamt rund 850 Millionen Menschen haben keinen Zugang zu sicherem Trinkwasser. Sie versorgen sich an offenen Wasserstellen, Seen oder Flüssen – mit fatalen Folgen für ihre Gesundheit. Aber selbst da, wo es eine gute Trinkwasserversorgung gibt, leben Menschen, die durchs Raster fallen.

Niemanden zurücklassen heißt Inklusion

Es geht um

  • Menschen, die zu arm sind, um sich das verfügbare Wasser leisten zu können,
  • Menschen, die mit körperlichen oder anderen Einschränkungen leben, und deshalb eine Wasserversorgung nicht erreichen können,
  • Menschen, die ausgegrenzt werden und deshalb an Wasserausgabestellen gar nicht erst auftauchen,
  • Menschen, die von Wassersystemen zu weit entfernt wohnen, darunter auch Menschen ohne festen Wohnsitz z.B. Nomaden oder Wanderarbeiter.

Zum Weltwassertag stehen all diese marginalisierten Gruppen im Fokus. Denn spätestens seit 2016, als sich die UN-Mitgliedsstaaten auf die Ziele für nachhaltige Entwicklung (SDG) verständigt haben,  ist Inklusion der Anspruch, dem sich die Weltgemeinschaft in ihrem Bemühen um eine globale Entwicklung verpflichtet hat.

Projekte für alle sind aufwändig

Als Hilfsorganisation mit dem Schwerpunkt WASH stellen wir uns der Herausforderung Inklusion. Gleichzeitig begegnen wir der Forderung, dass Hilfsprojekte immer stärker nach ihrer messbaren Wirksamkeit beurteilt werde. Es geht um Effizienz. Das führt unweigerlich dazu, dass schnelle Lösungen für möglichst viele Menschen besonders gern gefördert werden. Nachhaltige Projekte, die marginalisierte Gruppen einschließen, sind dagegen aufwändig. In jedem einzelnen Projekt müssen wir dies neu bedenken und abwägen.

Vorurteile und Barrieren überwinden

Dabei sind inklusive Projekte mehr als technische Lösungen. Sie beginnen mit der Feststellung der verschiedenen Bedarfe. Wer sind die relevanten Gruppen? Welche Menschen mit speziellen Bedürfnissen müssen berücksichtigt werden? Kommen marginalisierte Gruppen zu Wort? Verhindern Stigmata und Vorurteile die Beteiligung einzelner? Darauf aufbauend können WASH-Programme durchgeführt werden, die Barrieren überwinden und einen Zugang für alle ermöglichen – unabhängig von Faktoren wie Herkunft, sozialem Status, Geschlecht oder Beeinträchtigung.

Unsere Projekte erreichen "verschiedenste" Menschen

  • nomadisch lebende Viehzüchter in Äthiopien
  • Frauenselbsthilfegruppen in Uganda
  • ethnische Minderheiten in Myanmar
  • Menschen ohne festen Wohnsitz im Irak
  • Mädchen an Schulen in Mali
  • Schulkinder mit Handicap im Libanon

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