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Mehr Hürden für humanitäre Hilfe

13. September 2018 - Berlin/Dresden
Weltweit wächst der Druck auf die Zivilgesellschaft. Um darauf aufmerksam zu machen, demonstrierte heute ein breites Bündnis von deutschen Nichtregierungsorganisationen in Berlin. arche noVa war dabei.

Wir haben uns der Aktion des Verbandes für Entwicklungspolitik und Humanitäre Hilfe (VENRO) angeschlossen. Denn als zivilgesellschaftliche Initiative, die in Krisen und Konfliktregionen der Welt humanitäre Hilfe leistet, sehen wir, dass der Zugang zu Menschen, die von Konflikten und Katastrophen betroffen sind, mit immer größeren Hindernissen verbunden ist. Dass Hilfe ankommt, wird oft schwieriger, gefährlicher und aufwändiger.

In der Ukraine, wo arche noVa im Kriegsgebiet im Osten des Landes Not- und Wiederaufbauhilfe leistet, haben wir keinen Zugang zu den Gebieten, die nicht von der Regierung kontrolliert werden. Hier ist aber die Not am größten. Auf beiden Seiten des Konfliktes sind die bürokratischen Hürden hoch und die Sicherheitslage lässt kaum zu, dass Hilfe in die am meisten betroffenen Gebiete unweit der Konfliktlinie gelangt.

Wenn aber Hilfe für Menschen, die von existentieller Not betroffen sind, nicht mehr geleistet werden kann, werden die Menschen vor Ort allein gelassen. Dass ihnen Hilfe zusteht, ist im internationalen Völkerrecht festgeschrieben. Es gibt ein Recht auf Mindestversorgung und Schutz der Zivilbevölkerung, unabhängig davon, auf welcher Seite des Konfliktes die Menschen leben. Doch sehen wir seit Jahren, dass in den heutigen bewaffneten Konflikten internationales Recht, geschaffen um die Zivilbevölkerung zu schützen, immer weiter ausgehöhlt und bewusst missachtet wird. So werden in Syrien Schulen, Krankenhäuser und die Zivilbevölkerung gezielt bombardiert. 

Von der Bundesregierung fordern wir, sich weltweit für den Schutz der Zivilgesellschaft einzusetzen. Wir nehmen nicht hin, dass schnelle humanitäre Hilfe durch Willkür, Bürokratie oder Bedrohung der Helfenden verhindert wird.

Für mehr Informationen zum Thema können Sie sich hier das Positionpapier von VENRO herunterladen.

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