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Flusswasser zu Trinkwasser mit Filteranlagen

6. Juni 2019 - Äthiopien
In Burgabo, Luuqdhere, Allow-igadhsii und Dariqo gehen in Kürze neue Wassersysteme in Betrieb. Die Bewohnerinnen und Bewohner der vier Dörfer am Shabelle Fluss in Äthiopien sind stolz auf ihren Beitrag die Wasserversorgung ein Stück selbst mit verbessert zu haben

Die Ultrafiltrationsanlagen sind Teil der Versorgungssysteme, die arche noVa in Kooperation mit der äthiopischen Partnerorganisation OWDA für die Kommunen entworfen hat. Das Projektteam baut derzeit die Hochstände für die Wassertanks und installiert Pumpen. Zukünftig wird das unreine Flusswasser in die Tanks gepumpt, von wo aus es über die Filteranlage als gereinigtes Trinkwasser zu den Entnahmestationen für die Dorfbevölkerung fließt.

Kein sauberes Trinkwasser am Shabelle Fluss

Der Shabelle Fluss liegt in der immer häufiger von Dürren betroffenen Somali-Region Äthiopiens und übt eine große Anziehungskraft aus, da er der einzige ist der in dieser Region ganzjährig Wasser führt. An seinen Ufern haben sich in den vergangenen Jahren immer mehr Familien angesiedelt, die früher als Viehhirten mit ihren Herden umherzogen. Jetzt sind sie sesshaft geworden, um sich und ihre Tiere leichter mit Wasser versorgen zu können. Doch dieses Wasser ist erheblich verunreinigt und verursacht wasserinduzierte Erkrankungen mit insbesondere bei Kindern, Schwangeren und älteren Menschen erheblichen Folgen. Denn eine medizinische Versorgung gibt es in den entlegenen Dörfern kaum.

Yvonne Stephan, Projektkoordinatorin Schwerpunkt Ostafrika

Dieses System ist sehr effektiv und wurde von uns schon in mehreren Projekten integriert. Nach intensiver Schulung können die Menschen vor Ort die Anlagen selber betreiben und warten.

Yvonne Stephan, Projektkoordinatorin Schwerpunkt Ostafrika

Das Ausschachten der Rohrleitungsgräben ein Beitrag der Dorfbevölkerung

Im November 2018 hatte unsere Partnerorganisation ein detailliertes Assessment im Projektgebiet Kelafo durchgeführt und die vier Projektdörfer mit den höchsten Bedarfen ausgewählt. Das Team von OWDA und arche noVa bauten zu allen beteiligten Gemeinden enge Verbindungen auf. So wurde die Bevölkerung über die notwendigen Eigenleistungen informiert und mobilisiert. Heute sind die Arbeiten bereits abgeschlossen. In jedem Dorf wurden zum Teil über mehrere Kilometer die Rohrleitungsgräben selbst ausgehoben. Die dafür notwendigen Werkzeuge, wie Äxte, Hacken und Schaufeln hat arche noVa zur Verfügung gestellt.

arche noVa legt stets großen Wert darauf, die Menschen vor Ort von Anfang an in die Projekte einzubeziehen. Dies ist ein ein wichtiger Beitrag dafür, dass sich die Bevölkerung für den Erhalt der im Projekt entstehenden Anlagen auch künftig verantwortlich fühlt.

Begleitet werden die Baumaßnahmen mit Hygieneaufklärungen durch mobile Hygieneteams und Schulungen von Freiwilligen, um die Gesundheit der Menschen zu fördern.

Dieses Projekt wird unter anderem durch die freundliche Unterstützung der Wilo-Foundation ermöglicht.

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