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Erste Brunnenbohrungen geschafft

23. August 2018 - Mali
Positive Neuigkeiten aus unserem Projektgebiet in Mali: Die ersten zwei Brunnenbohrungen an Schulen sind fertiggestellt. In Hawdomé und Bagoundjé-Aldjana verfügen die Kinder und ihre Lehrerinnen und Lehrer endlich über einen eigenen Zugang zu Trinkwasser.

Bohrungen nach Wasser sind in der trockenen Region im Norden des Landes eine Herausforderung. Der Grundwasserpegel ist niedrig. An die 100 Meter Tiefe müssen erreicht werden, bis man auf Wasser stößt. Dies dauert lang und man benötigt Spezialgerät. In Kooperation mit unserer lokalen Partnerorganisation haben wir die Arbeiten ausgeschrieben und eine Fachfirma beauftragt. Aktuell sind die Experten in unserem Auftrag bereits an weiteren Schulen tätig geworden. Insgesamt werden 28 Bohrlöcher neu gebaut bzw. wieder instand gesetzt.

Hygieneklubs an den Schulen gegründet

An den 31 beteiligten Schulen sind zudem weitere Projektaktivitäten in vollem Gange. Als erstes hatte unsere lokale Partnerorganisation die Gründung von Hygieneklubs veranlasst und Schulungen durchgeführt. Rund 90 Lehrerinnen und Lehrer werden zu WASH-Multiplikatoren ausgebildet. Sie geben ihr Wissen an die Kinder und Jugendlichen weiter. Dazu wurden eigens entwickelte Arbeitsblätter zur Verfügung gestellt.
Die neu gegründeten Hygieneklubs sind mittel- und langfristig dafür verantwortlich, das Thema Hygiene und Gesundheitsvorsorge an ihren Schulen voranzutreiben. Damit dies gelingt wurden an alle Hygienekits verteilt, sie enthalten unter anderem Besen, Eimer und Reinigungsmittel.

Schultoiletten werden gebaut

Unser Projekt umfasst außerdem die Sicherung der Sanitärversorgung an den Schulen. Der wichtigste Schritt dahin ist bereits getan: 30 Maurer und Hilfsarbeiter wurden im Bau von modernen Latrinen fortgebildet. Sie werden den Bau neuer Toiletten an den beteiligten Schulen übernehmen und können in Zukunft die Wartung und größere Reparaturarbeiten gewährleisten. arche noVa legt großen Wert darauf, Know-how im Projektgebiet zu verankern. Die Fortbildung der Maurer ist ein Beispiel dafür. Die Schulungen im Bereich Hygiene ein anderes.
 

Mehr Gesundheitsvorsorge und gute Lernbedingungen

Das in Westafrika gelegene Mali ist von großer Armut geprägt. Die durchschnittliche Lebenserwartung liegt bei 58 Jahren. Ein Grund dafür liegt nicht zuletzt in der unzureichenden Wasserversorgung und den daraus resultierenden Hygieneproblemen. Häufige, zum Teil schwerwiegende Krankheiten sind die Folge. Vor allem Kinder leiden darunter. Oft müssen ihre Eltern viel Geld vom geringen Einkommen für teure Medikamente ausgeben.

Sicheres Trinkwasser in der Schule ist wichtig, um die Schulkinder gesund zu erhalten und das Lernen zu ermöglichen. Und auch Toiletten werden gebraucht, nicht nur mit Blick auf Gesundheitsvorsorge und Hygiene sondern auch mit Blick auf Privatsphäre und Gendergerechtigkeit.

Oft sind es gerade die Mädchen, die es vermeiden ihre Notdurft im Freien zu verrichten. Sie fühlen sich nicht sicher. Manche trinken deshalb zu wenig, um nicht in die Verlegenheit zu kommen, die Toilette aufsuchen zu müssen. Besonders schwierig wird es, sobald sie ins Menstruationsalter kommen. Etliche Mädchen bleiben dann dem Unterricht ganz fern, wenn es keine Toiletten gibt. Oft kommt es sogar zum Schulabbruch. Das ist besonders tragisch, weil es in Mali für Mädchen ohnehin kulturell schwieriger ist eine Schule zu besuchen.

Unsere Vision: Sauberes Wasser, gute Hygienepraktiken und Schultoiletten für jedes Kind! Unser WASH-Projekt an Gaos Schulen ist ein Schritt dahin.

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