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Erfolgreicher Projektabschluss in Timbuktu schafft nachhaltige Perspektiven vor Ort

28. August 2017 - Mali
„Wir bleiben!“ – ein besseres Fazit hätten wir uns von den Menschen im Norden Malis zu unserem Wiederaufbauprojekt kaum wünschen können. Etwa 102.000 Personen profitieren langfristig von dem vielfältigen Maßnahmenpaket von arche noVa, das jetzt abgeschlossen wurde. Damit leisten wir einen Beitrag zu dem Ziel, das derzeit in aller Munde ist: Verringerung von Fluchtursachen. Dabei kommt es uns auf die Perspektive der Betroffenen an. Aus ihrer Sicht heißt es: Unser Projekt hat ihre Zukunftsaussichten in ihrer Heimat verbessert.

Lebensbedingungen nachhaltig verbessert

Was im Sommer 2013 als Nothilfe-Projekt für die von gewalttätigen Auseinandersetzungen betroffene Bevölkerung der Region Timbuktu im Norden Malis begann, bauten wir im September 2014 zu einem umfassenden Projekt zum Wiederaufbau der Basisinfrastruktur aus. Viele Menschen, die zuvor gezwungen waren, aus ihrer Heimat zu fliehen, kehrten zu diesem Zeitpunkt nach und nach zurück. Doch was sie vorfanden, ließ kaum an ein menschenwürdiges Leben denken: vielerorts wurde die Infrastruktur völlig zerstört, Landwirtschaft war kaum möglich, Einkommensperspektiven nicht vorhanden.

Vom Abwassersystem über die Landwirtschaft bis zum Kunsthandwerk

Unsere Maßnahmen gingen konkret auf den Bedarf der lokalen Bevölkerung ein, mit dem Ziel, deren Lebensgrundlage wieder aufzubauen. Das Projekt beinhaltete unter anderem:

  • Stärkung der Landwirtschaft durch das Anlegen von je 30 Hektar umfassenden Bewässerungsflächen für 16 Dörfer. Installation von Motorpumpen, Ausbildung von Personal zum Betrieb und zur Wartung. Verteilung von Saatgut an 1.920 beteiligte Bauernfamilien.
  • Verbesserung der Hygienesituation durch die Instandsetzung von Abwasserkanälen und Hausanschlüssen in Timbuktu sowie die Wiedereinführung der Abfallentsorgung
  • Erhöhung der Nahrungsmittelsicherheit durch das Verteilen von 2.000 Ziegen an 400 Familien, die nun den Bedarf der Menschen an Fleisch und Milch decken. Zusätzlich schulten wir die Bäuerinnen und Bauern in der Herstellung von Tierfutter und bildeten 60 Veterinärassistenten aus, die sich um die Impfung und Gesundheitsprobleme der Tiere kümmern. Etabilierung eines zentralen Impfparks.
  • Unterstützung von mehr als 3.200 Frauen in 78 Frauengruppen, die Kleinhandel mit landwirtschaftlichen Produkten und Kunsthandwerk betreiben. Diese Gruppen wurden nicht nur in technischen und finanziellen Fragen beraten, jede Gruppe erhielt auch ein Startkapital von 500.000 CFA-Franc (umgerechnet etwa 760 Euro).

Eine Erfolgsgeschichte

Doch der Erfolg eines Projekts misst sich für uns nicht nur in Zahlen. Es sind vor allem Geschichten wie diese, die den Wert unserer Arbeit zeigen:

2015 glich eins unserer Projektdörfer einer Geisterstadt, kaum ein Mensch war zu sehen. Zwei Jahre zuvor hatten vorrückende Rebellen die meisten Bewohnerinnen und Bewohner getötet. Die Überlebenden waren Hals über Kopf in eines der vielen Flüchtlingslager an der Grenze zu Burkina Faso geflohen. Als unsere lokale Partnerorganisation im Dorf auftauchte, stießen sie auf einen Bürgermeister, der sofort die Chance erkannte. Er rief die Leute aus dem Camp zurück. Sein Argument: mit arche noVa würden 30 Hektar Bewässerungslandwirtschaft entstehen. Sie kamen alle zurück und sind immer noch da; jetzt sind es sogar noch mehr Menschen als zu Anfang. Einer der Männer, der heute an den neuen Bewässerungssystemen einen Job hat, bringt es auf den Punkt: "Wenn wir jetzt nach Europa gehen, wer bedient dann die Pumpen?"

Welche Maßnahmen das gesamte Projekt umfasst, lesen Sie hier.

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