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Bundesärztephilharmonie spielt für Corona-Nothilfe beim Benefizkonzert im Kulturpalast

3. September 2020 - Deutschland
Endlich wieder ein Konzert! Die 21-jährige Dresdner Medizinstudentin Hanna Schneider kann es kaum erwarten, auf der Bühne zu stehen. Seit März waren wegen Corona alle Auftrittsmöglichkeiten ausgefallen, selbst die wöchentlichen Orchester- und Bigbandproben mussten lange aussetzen. Blieb nur das Musizieren in ihrem WG-Zimmer. Dabei schätzt die Trompeterin an der Musik vor allem das Miteinander und freut sich deshalb besonders auf das Konzert der Bundesärztephilharmonie am 27. September im Dresdner Kulturpalast. Die Einnahmen aus dem Konzert kommen vollständig der Corona-Nothilfe von arche noVa zu Gute.

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Frau Schneider, was genau steht im Programm für den 27. September in Dresden?
Für das Konzert in Dresden war ursprünglich die 9. Sinfonie von Beethoven und Mahlers 10. Sinfonie mit mehreren Chören geplant. Wegen Corona mussten wir den Chor streichen und unser Orchester von 90 auf knapp 50 Musiker reduzieren. Wir haben das Programm entsprechend angepasst und beginnen mit der Figaro-Ouvertüre von Mozart. Dann folgt von Darius Milhaud „Le boeuf sur le toit“ – übersetzt „Der Ochse auf dem Dach“. Diese Ballettmusik lebt von dem spannenden Kontrast zwischen sphärischen Klängen und brasilianischen Rhythmen, sowie einem Tango. Es ist eines der seltener gespielten Orchesterwerke, auf die sich die Bundesärztephilharmonie spezialisiert hat. Genauso wie „The Unanswered Question“ von Charles Ives. Und weil neben dem „Corona-Jahr“ auch Beethoven-Jahr ist, spielen wir die 2. Sinfonie von Beethoven, die auch mit 50 Musikern spielbar ist.

Corona-konforme Musik sozusagen?
Ja, es ist eine kleine Besetzung und das wird umso spannender, weil der Kulturpalast eine ziemlich offene Akustik hat. Auch die Proben finden unter strengen Hygieneregeln statt - mit  zwei Meter Sicherheitsabstand und Lüftungspausen aller 45 Minuten.

Die Corona-Zeit brachte für uns alle viele Einschränkungen. Wie haben Sie das als Musikerin erlebt?
Ich war sehr traurig, weil ich für dieses Jahr viele Musikprojekte geplant hatte und alles ausfiel. Das Benefizkonzert im Kulturpalast ist nun die erste größere Veranstaltung, die wieder stattfindet. Mit dem Dresdner Medizinerorchester, dem „Medicanti“, konnten wir vor der Sommerpause immerhin zweimal proben. Dort konnte ich schon einmal ausprobieren, wie es ist, mit zwei Meter Abstand in einem Orchester zu spielen. Da man vor allem über die Körpersprache kommuniziert und gemeinsam atmet, wird das Zusammenspiel deutlich schwerer.

Was genau verbindet denn Musik und Medizin?
Man arbeitet in beiden Bereichen sehr intensiv mit anderen zusammen. Im OP stehen viele Menschen um einen Tisch und einen Patienten herum und es geht alles Hand in Hand. Ähnlich ist es auch im Orchester – gemeinsam und auf Augenhöhe.

Wie vereinbaren Sie ein so intensives Hobby mit ihrem Medizinstudium?
Die Proben und Konzerte sind ein schöner emotionaler Ausgleich zu dem anspruchsvollen Medizinstudium. Bei Prüfungen bin ich durch meine Auftrittserfahrung weniger aufgeregt. Am wichtigsten sind für mich aber die vielseitigen Freundschaften, die man über die Musik knüpfen kann.

Was macht die Bundesärztephilharmonie aus?
Wir sind ein Projektorchester, das heißt, wir treffen uns einmal im Jahr zu einer Probenphase, in der wir vor allem seltener gespielte Werke für große Orchesterbesetzung einstudieren. Am Ende der Woche mit täglichen sechs bis acht Stunden Probe gibt es dann ein großes Benefizkonzert.

Das Konzert im Kulturpalast ist eine Benefizveranstaltung. Wie kam es zur Unterstützung für arche noVa?
Dass die Ärzteschaft mit den Konzerten über den Musikgenuss hinaus Sinnstiftendes bewirkt ist dem Gründer der Bundesärztephilharmonie, Dr. Michael Scheele aus Hamburg, von Anfang an sehr wichtig gewesen. Jedes der bisher vier Konzerte hatte einen Benefizpartner. Dieses Jahr fiel die Wahl auf arche noVa, weil die Dresdner Hilfsorganisation Corona-Nothilfe weltweit leistet. Für uns ist es wichtig, über das eigene professionelle Tun hinaus, in Bezug auf die Pandemie Unterstützung zu zeigen.


Frau Schneider, wir danken Ihnen für das Gespräch.

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Das Programm des Benefizkonzertes im Kulturpalast (dirigiert von Jürgen Bruns)

  • Wolfgang Amadeus Mozart: Ouvertüre zur Oper „Le nozze di Figaro“ KV 492
  • Darius Milhaud: Le boeuf sur le toit op. 58
  • Charles Ives: The Unanswered Question
  • Ludwig van Beethoven: Sinfonie Nr. 2 D-Dur op. 36

Bereits am Abend vor dem Benefizkonzert in Dresden findet ein Kammermusikkonzert auf der Schmochtitzer Bühne statt (26.9.2020 um 19.30 Uhr).

Weitere Infos zu beiden Konzerten:
http://www.bundesärztephilharmonie.de/projekte

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