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arche noVa schafft Wissen

28. April 2021 - Detuschland
Mit dem "Kompendium für Wassertechnologien in der Nothilfe" ist ein Handbuch erschienen, das Millionen von Menschen den Zugang zu sicherem Trinkwasser erleichtert. Als Mitautorin wirkte arche noVa an vorderster Front bei der Entstehung mit.

Am Dienstag ist zum ersten Mal ein umfassendes Handbuch für Helfer*innen erschienen, die sich in der Nothilfe für die Wasserversorgung von bedürftigen Menschen engagieren. Es ist ein Großprojekt: Für die Veröffentlichung haben das Deutsche WASH-Netzwerk, die Fachhochschule Nordwestschweiz und die Sustainable Sanitation Alliance (SuSanA) zusammengearbeitet. Gefördert wurde das Projekt mit dem Deutschen Auswärtigen Amt und der Schweizer Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA) gleich von zwei Staaten. Und mittendrin: arche noVa.

„Das neue Kompendium ist ein Meilenstein für die humanitäre Arbeit“, meint Mathias Anderson, Geschäftsführer von arche noVa zu der Veröffentlichung. Er freut sich dabei auch über den Anteil von arche noVa an dem neuen Standardwerk. „Wir sind sehr stolz, dass wir als Mitautoren unsere Expertise beim Thema Wasserversorgung in der humanitären Hilfe in dieses wichtige Handbuch einbringen durften.“

Wasser ist das Kernthema der Arbeit von arche noVa. Durch die vielen Einsätze in Krisengebieten rund um den Globus besitzt arche noVa jahrzehntelange Erfahrung und viel Wissen in dem Bereich. „Ohne Wasser kein Leben“, meint Anderson im Hinblick auf die Bedeutung der Wasserversorgung in Notsituationen. „Deshalb ist es dringend notwendig, unser Wissen zu teilen“, so Anderson.

Als Gründungsmitglied des WASH-Netzwerks Deutschland setzt sich arche noVa schon lange für einen nachhaltigen Wissensaustausch und die Entwicklung von neuen Technologien ein. Diese langjährige Arbeit trägt nun Früchte.

„Das Kompendium hilft künftig allen Menschen in der Humanitären Welt, für einen fairen, ganzheitlichen Zugang zu Wasser zu sorgen“, sagt Lorenz Ewers, der das Projekt für arche noVa begleitet hat.

Der Zugang zu sicherem Trinkwasser ist gerade mit dem Klimawandel und zunehmenden humanitären Katastrophen mit ihren Folgen wichtiger denn je. Noch immer fehlt 785 Millionen Menschen auch nur eine grundlegende Trinkwasserversorgung und mindestens 2 Milliarden nutzen verunreinigte Trinkwasserquellen. Mit dem neuen Kompendium besteht nun ein wichtiges Handbuch, das unsere Arbeit erleichtert und uns hilft, diese Menschen mit Wasser zu versorgen.

Das WASH-Netzwerk (WASH = Wasser, Sanitärversorgung, Hygiene)

ist ein Netzwerk von 25 deutschen Nichtregierungsorganisationen. Das Netzwerk wurde im Jahr 2011 gegründet und hat seinen Sitz in Berlin. Die Mitglieder des Netzwerkes sind schwerpunktmäßig in der Entwicklungszusammenarbeit oder der humanitären Not- und Übergangshilfe tätig und im WASH-Bereich aktiv. Die Vision des Netzwerks ist, dass alle Menschen Zugang zu einer nachhaltigen und sicheren Wasser- und Sanitärversorgung haben und eigenverantwortlich grundlegende Prinzipien der Hygiene praktizieren. Das eben veröffentlichte „Compendium of Water Supply Technologies in Emergencies” ist ein wichtiger Schritt in diese Richtung. Es bildet den zweiten Teil einer Trilogie bestehend aus einem Kompendium zur Sanitärversorgung und einem noch Ausstehenden mit dem Themenbereich Hygieneaufklärung.

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