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25 Jahre arche noVa - 25 Geschichten Nr. 18 Daw Win Yee

28. November 2017 - Myanmar
2017 wird arche noVa 25 Jahre alt. Seit einem Vierteljahrhundert setzen wir uns für humanitäre Hilfe und Entwicklungszusammenarbeit ein. Was steckt dahinter? Im Laufe des Jahres stellen wir 25 Menschen vor, deren Geschichten exemplarisch für arche noVa stehen. Dieses Mal Daw Win Yee, Reisbäuerin im Rakhine State in Myanmar.

Daw Win Yee kennt in ihrem Dorf jeder. Die kurzhaarige Frau mischt sich nämlich gerne ein – nicht in anderer Leute Angelegenheiten aber in die Dinge, die für alle im Ort wichtig sind, und davon gibt es in Taik Maw eine ganze Menge. Das Dorf liegt im Rakhine State in Myanmar. Während der großen Überschwemmung 2015 war der Ort schwer betroffen.

In der Katastrophe völlig hilflos

„Die Fluten haben unsere Tiere, die Reisbank, alle bevorrateten Lebensmittel und vieles von dem, was die Menschen in ihren Häusern hatten, weggespült“, berichtet die 47-Jährige. Ihr ging es ebenso. Die Reisbäuerin hat sich aus der Krise hervorgearbeitet und nicht nur ihren Haushalt geordnet, sondern sich in die gesamte Dorfentwicklung eingebracht, die von arche noVa in einem Projekt unterstützt wurde.

Im Katastrophenvorsorgekomittee, das im Zuge des Projektes gegründet wurde, gehört sie zum „Search-and-Rescue-Team“. Sie hat gelernt, wie man in Notlagen Menschen rettet und erste Hilfe leistet. „Früher hatten wir keine Ahnung, wie man Katastrophen vorbeugt und Schäden minimieren kann“, erzählt sie.

Evakuierungszentrum und Rettungspläne für das Dorf

Viel habe sich seitdem verändert. Dank arche noVa wurde ein flutsicheres Gebäude als Evakuierungszentrum errichtet, das ansonsten als Schule dient. Es verfügt über einen stabilen Regenwassersammeltank und befestigte Schultoiletten. „Früher hatten wir große Probleme mit der Wasserversorgung. Und Latrinen gab es gar keine. Alle waren daran gewöhnt, draußen ,ihr Geschäft zu verrichten‘. Es war schrecklich unhygienische und dreckig im Dorf.“ Häufig hätten sich Infektionskrankheiten ausgebreitet. Die Bewohnerin von Taik Maw ist sehr glücklich, dass sich das geändert hat. Hygienetrainings und Schulungen zur Gesundheitsvorsorge hätten dazu beigetragen. Im Dorf habe sich auch der Umgang mit dem Müll verbessert. „Wir haben Container gekauft und alle beteiligen sich einmal in der Woche am Müllsammeln.“
Daw Win Yee ist selbstverständlich immer dabei, wenn es im Dorf etwas zu tun gibt. Und auch auf den Feldern ist sie fleißig, denn sie lebt mit ihrer 72-jährigen Mutter allein und muss mit ihrer kleinen Landwirtschaft für den Lebensunterhalt sorgen. Manchmal bleibt etwas Geld übrig, das sie an die Gemeinschaft spendet. Sie träumt von einer kleinen Bibliothek für die 589 Bewohnerinnen und Bewohner von Taik Maw, vom Ausbau der Schule für höhere Klassen und „von einem Bootssteg“, fügt sie hinzu.

Mehr über das Leben im Projektgebiet lesen Sie hier>>.

Alle anderen bisher zum Jubiläum veröffentlichten Geschichten finden Sie hier>>.

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