Title Somalia - Girls on Jerry Cans in front of water kiosk
Ato Shaair/arche noVa

Somalia: Sicheres Trinkwasser für Menschen, die vor Dürre und Konflikten Zuflucht suchen

Spenden

Ich möchte einmalig spenden, wo es am nötigsten ist:
Seit 25 Jahren gibt es in Somalia keine funktionierende Zentralregierung mehr. Auch wenn sich in den vergangenen Jahren einige positive Entwicklungen angedeutet haben, bleibt insbesondere der Süden des Landes instabil, sind Gewalt und Nahrungsmittelknappheit allgegenwärtig. Noch immer fliehen tausende Somalier vor Gewalt, aufgrund von Hunger und infolge von Naturkatastrophen.
Somalia
Simple World Map - Author: Al MacDonald Editor: Fritz Lekschas License: CC BY-SA 3.0 ID: ISO 3166-1 or "_[a-zA-Z]" if an ISO code is not available

In der Hoffnung auf ein besseres Leben schlagen sie sich beispielsweise bis zur kenianischen Grenze durch. Dort haben sich zahlreiche informelle Camps gebildet. arche noVa startete 2015 ein Projekt, das die Lebensbedingungen der Binnenvertriebenen in einem Dorf nahe der kenianischen Transitstadt Mandera verbesserte. In Belet Amin errichteten wir unter anderem mehrere Wasserabgabestationen, die an eine zentrale Wasserversorgung angeschlossen wurden. Zuvor mussten die Menschen sieben Kilometer bis zu einem Fluss laufen oder Wasser aus zum Teil unsicheren Quellen von privaten Händlern kaufen.

Weil der Strom der Menschen nicht abreißt, haben sich inzwischen neue Siedlungen gebildet. In Bulo-ajuran und Bulo-jaron, drei Kilometer von der nächstgrößeren Stadt Belet Xawa entfernt, gibt es bislang keine Wasserversorgung. Gemeinsam mit der lokalen Organisation ASEP (Action for Social and Economic Progress) knüpft arche noVa daher 2016 an das vorangegangene Projekt an und kümmert sich in den drei Siedlungen um die Wasser- und Sanitärversorgung sowie die Müllentsorgung.

Dafür werden die Wasserleitungen nach Bulo-ajuran und Bulo-jaron verlängert und zusätzliche Wasserabgabegestellen geschaffen. In Belet Amin wird außerdem ein neuer Sickerbrunnen gebaut, der die Menge des verfügbaren Wassers erhöht. Angemessene Sanitärversorgung ist wichtig, um die Ausbreitung von Seuchen zu verhindern. Wir bauen darum in Bulo-ajuran und Bulo-jaron 70 Latrinen und verteilen an die Familien in den Camps Hygienesets mit Wasserkanistern, Seife und Hygieneartikeln. Ergänzt werden diese Maßnahmen durch ein umfangreiches Trainingsprogramm. Dieses umfasst neben der Gründung von neuen Wasserkomitees und Frauensanitärgruppen auch Hygieneschulungen und Trainings zur Wartung der Anlagen.

Auch der Umgang mit dem anfallenden Müll hat großen Einfluss auf die Hygienebedingungen in den Siedlungen. Damit der Abfall ordnungsgemäß entsorgt werden kann, werden Müllentsorgungskomitees eingerichtet und geschult. Es geht dabei beispielweise um die Fragen „Welche Sorten Müll gibt es?“, „Wie kann man Müll vermeiden?“ und „Wie ist er zu entsorgen?“. Die Gruppen erhalten zudem Arbeitskleidung und Ausrüstung, wie Eselskarren, Besen und Rechen.

Für dieses Projekt spenden

25
Dauerhafte Versorgung einer Familie mit Wasser
50
Versorgung einer Familie mit Toiletten

Projektsteckbrief

Zielgruppe

11.000 Menschen (9.600 in den Siedlungen Belet-Amin, Bulo-ajuran und Bulo-jaron sowie 1400 in der Gastgemeinde)

Projektziel

Verbesserung der Lebensbedingung von Binnenflüchtlingen und Einwohnern der Gastgemeinde Belet-Amin in der Gedo Region

Aktivitäten
  • Bau eines Sickerbrunnens und Installation einer Tauchpumpe in Belet-Amin
  • Verlegen von Wasserleitungen in die neuen Siedlungen Bulo-ajuran und Bulo-jaron
  • Einrichten von fünf Wasserkiosken
  • Errichtung von 70 Latrinen
  • Verteilung von 570 Hygiene-Kits
  • Gründung und Schulung von Wasserkomitees
  • Hygieneschulungen
  • Gründung und Schulung von sechs Frauensanitärgruppen u.a. im Bereich Müllmanagement
  • Bereitstellung von Werkzeugen, sechs Eseln und sechs Eselkarren für die Frauensanitärgruppen zur Müllentsorgung
  • Gründung von Kleinstunternehmen in den insgesamt 27 Wasserkiosken als einkommensschaffende Maßnahme für 27 Frauen
  • Einrichten eines Nothilfefonds, um auf plötzlich auftretende Notsituationen reagieren zu können
Projektlaufzeit
Februar 2016 bis Januar 2018
Kooperationspartner
Action for Social and Economic Progress (ASEP)
Förderer
  • Auswärtiges Amt
  • Spenderinnen und Spender
AnsprechpartnerIn