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25 Jahre arche noVa - 25 Geschichten Nr. 25 Florens Ulbrich und Clara Schindler

15. Dezember 2017 - Dresden
2017 wird arche noVa 25 Jahre alt. Seit einem Vierteljahrhundert setzen wir uns für humanitäre Hilfe und Entwicklungszusammenarbeit ein. Was steckt dahinter? Im Laufe des Jahres stellen wir 25 Menschen vor, deren Geschichten exemplarisch für arche noVa stehen. Dieses Mal Clara Schindler und Florens Ulbrich, Organisatoren des Toleranztags am Pestalozzi Gymnasium Dresden.

Das hat es am Pestalozzi Gymnasium Dresden noch nie gegeben: Schülerinnen und Schüler sitzen mit Geflüchteten gemeinsam um Tische hinter der Turnhalle und lernen Deutsch. Die Sonne scheint auf strahlende Gesichter und Clara Schindler verschränkt zufrieden die Arme. Der „Toleranztag“ ist ein voller Erfolg.

Die ABC-Tische zum Deutschlernen waren eine von vielen Stationen, die Clara und ihr Mitschüler Florens Ulbrich für ihr groß angelegtes Projekt organisierten. „Vom Land Sachsen wird im Lehrplan zum Thema Flucht und Asyl viel zu wenig angeboten“, beklagen die beiden 19-jährigen. Daher organisierten sie 2016 an ihrer Schule einen Projekttag, der Fluchtursachen, Fluchtwege und Integration thematisierte.

Gegen den Widerstand der Schulleitung aktiv geworden

Zu Beginn war der Widerstand in der Schulleitung und Teilen der Lehrerschaft noch groß. Doch die beiden Jugendlichen hielten an ihrer Idee fest. Sie wussten: „Nur mit einem guten Konzept können wir überzeugen.“ Deshalb holten sie sich jede Menge Expertise bei Vereinen, Sozialpädagoginnen und -pädagogen und Mitarbeitenden der TU Dresden. In Kooperation entstand ein abwechslungsreiches Programm aus Workshops und Vorträgen. Ein Betroffener sollte die Fluchtgeschichte seiner Familie erzählen. arche noVa bot drei Workshops für je 20 Schülernnen und Schüler an. Die ABC-Tische wurden als Highlight geplant. Das überzeugte auch den skeptischen Rektor, der dem Projekt stattgab.

Dann war es so weit: Das Programm richtete sich an die 9. bis 11. Insgesamt 270 junge Menschen nahmen teil. Sie stellten sich einen eigenen Tag aus den vorgeschlagenen Programmpunkten zusammen. Alles lief nach Plan und die Resonanz an der Schule war sehr positiv.

Ein Jahr ist seitdem vergangen. Florens hat ein Studium begonnen und Clara arbeitet als Freiwillige in einem Sozialen Jahr. „Im Nachhinein finde ich es total irre, dass wir das zu zweit gestemmt haben“, sagt die junge Frau heute. Am Anfang sei es ja nur eine gemeinsame Idee gewesen nach dem Motto: „Was wäre wenn..“. Unterstützung von Seiten der Schule habe es nicht gegeben. Erst die Aufmunterung und Ermutigung der Mitarbeitenden von arche noVa hätten den entscheidenden Schub gegeben. Zum Schluss war es ein voller Erfolg und das Globale Lernen an ihrer Schule angekommen.

Idee vom Toleranztag an die nächsten Klassen weitergegeben

Themen, die weit weg wirken, wurden direkt in den Alltag der Schülerinnen und Schüler geholt und greifbar gemacht. Clara und Florens haben mit ihrem ausdauernden Einsatz gezeigt, dass mit Mut und Vertrauen in die eigene Vision vieles erreicht werden kann. Ihre Idee vom „Toleranztag“ lebt weiter. Im Sommer gab es bereits einen weiteren Thementag, der von der jetzigen Oberstufe organisiert wurde. Florens und Clara hoffen, dass die Lehrerinnen und Lehrer nun endlich richtig überzeugt werden konnten und ihre Schülerinnen und Schüler bei solchen Vorhaben mehr unterstützen und an sie zu glauben.

Interessenten finden in unserem Bildungsprogramm zahlreiche Angebote zum Globalen Lernen.

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