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arche noVa feiert sein 25-jähriges Jubiläum

21. Juni 2017 - Deutschland
Es ist auf den Tag genau 25 Jahre her: Am 22. Juni 1992 brachen sechs junge und engagierte Dresdner mit einem Sattelschlepper voller gespendeter Sachen zu einer ersten großen Hilfsaktion auf. Ihr Ziel: das vom Krieg betroffene irakisch Kurdistan. Sie verteilten Hilfsgüter und starteten ein erstes nachhaltiges Projekt.

Heute sind wir erneut da aktiv, wo die Geschichte von arche noVa begann, und leisten im Nordirak humanitäre Hilfe in Notunterkünften und Kommunen, wo viele Geflüchtete leben. Dazwischen lagen 25 Jahre voller Herausforderungen, Erfahrungen, Erfolge und auch den einen oder anderen Schwierigkeiten. Das bleibt nicht aus, wenn man 123 Projekte in 45 Ländern gestemmt hat.

Inzwischen ist arche noVa eine international anerkannte Hilfsorganisation mit weltweit mehr als 220 Mitarbeitern, die in derzeit 14 Ländern schnelle Nothilfe leistet, aber auch in langfristigen Projekten der Entwicklungszusammenarbeit engagiert ist. Dank der Unterstützung zahlreicher Spenderinnen und Spender konnten wir unser Auslandsprogramm immer weiter ausbauen und ein eigenes Bildungsprogramm zum Globalen Lernen starten.

Der W 50, unser legendärer LKW aus Beständen der Nationalen Volksarmee, ist Geschichte und Hilfsgütertransporte machen wir nur noch selten. Aber zwei Prinzipien sind durch die Jahre hinweg erhalten geblieben: Unser Glaube daran, dass wir nur helfen können, wenn wir die Empfänger der Hilfe bei der Lösung ihrer Probleme mit einbeziehen und sie ihre eigenen Lösungen finden lassen – Hilfe zur Selbsthilfe heißt das im Fachjargon. Und die Erkenntnis, dass es nichts gibt, was wichtiger ist als sauberes Wasser.

Als Experte beim Thema Wasser, Sanitär und Hygiene ist arche noVa inzwischen gefragter Kooperationspartner des Auswärtigen Amtes, des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung und vieler international tätiger Hilfsorganisationen. Stetig bauen wir unser Netzwerk aus und agieren pro-aktiv, um neuesten Entwicklungen gerecht zu werden. Deshalb kümmern wir uns beispielsweise immer öfter auch um Katastrophenvorsorge und Resilienz.

Und was war nun das erste nachhaltige Projekt? 1992 kam das Gründungsteam von arche noVa in mehrere kleine Orte in der Nähe von Sulaymaniyah. Schnell waren die mitgebrachten Hilfsgüter verteilt. Doch das in mühevoller Überzeugungsarbeit gesammelte Geld wollten die Dresdner Helfer nicht einfach so unters Volk bringen. Das hätte auch keinen Sinn ergeben angesichts der „kleinen Summe“, die zur Verfügung stand. Deshalb entschied sich das Team dafür, die Empfänger der Hilfe mit einzubeziehen: In Absprache mit den Dorfvertretern beschlossen sie die Investition des kleinen Finanzbudgets in eine Ziegenherde. Davon profitierten die unterstützten Familien noch Monate nachdem die Dresdner Helfer den Nordirak wieder verlassen hatten.

Unser humanitärer Einsatz bleibt auch in Zukunft gefragt. Noch immer leben 650 Millionen Menschen weltweit ohne Zugang zu sicherem Trinkwasser und mehr als 2,4 Milliarden ohne adäquate Sanitärversorgung. Zu tun gibt es genug. Wir wollen weiter denjenigen zur Seite stehen, die durch Krisen, Konflikte und Klimawandel betroffen sind. Dafür sind wir auf Spenden angewiesen. Machen Sie mit!