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25 Jahre arche noVa – 25 Geschichten Nr. 4 Janine Velske

22. Februar 2017 - Deutschland
2017 wird arche noVa 25 Jahre alt. Seit einem Vierteljahrhundert setzen wir uns für humanitäre Hilfe und Entwicklungszusammenarbeit ein. Was steckt dahinter? Im Laufe des Jahres stellen wir 25 Menschen vor, deren Geschichten exemplarisch für arche noVa stehen. Dises Mal Janine Velske.

Es ist schon fünf Jahre her, dass Janine Velske zum ersten Mal vor einer Schulklasse stand. Das war am 15. Januar 2012, als sie mit einer Kollegin aus dem arche noVa Bildungsprogramm den Projekttag „Planspiel Freihandel“ leitete. Für Janine Velske, die BWL-Studentin, eine tolle Erfahrung. Endlich tat sie beruflich etwas, von dem sie voll überzeugt war: Sich gemeinsam mit Kindern intensiv und kritisch mit Fragen von Globalisierung und nachhaltiger Entwicklung zu beschäftigen.

Janine Velske wird im arche noVa-Bildungsprogramm aktiv

Eher durch Zufall hatte Janine Velske 2010 ein BWL-Studium in Dresden begonnen. Das Studium war mehr Pflicht als Freude. Immer mehr Interesse entwickelte sie dagegen nebenher für ökologische und soziale Fragen. „Die einseitige Perspektive des Studiengangs ging mir zunehmend auf die Nerven“, erinnert sich Janine Velske heute. Ihr Wunsch, neben dem Studium noch etwas anderes zu tun, wuchs. Im Gespräch mit einer Freundin lernte sie die Bildungsabteilung von arche noVa kennen. Als es hieß, dass sie nach einer Schulungsphase selber aktiv werden könne, war sie überrascht. Letztlich wagte sie die neue Erfahrung.

Inzwischen setzt sich Janine Velske schon seit fünf Jahren intensiv mit globalen Themen auseinander. „Es hat mein Denken maßgeblich beeinflusst“, erzählt sie. „Wenn ich etwas konsumiere, weiß ich, wie sich das auf andere auswirkt.“ Deshalb überlegt sie vor dem Kauf, ob sie die Dinge wirklich braucht und schaut, ob sie etwas second hand bekommen kann. Gerne wäre sie insgesamt noch konsequenter, aber daran „kann man ja ein ganzes Leben lang arbeiten“, meint sie gelassen.

Als Mitarbeitende im arche noVa Bildungsteam hat Janine Velske im Laufe der Zeit viel dazugelernt. Das gilt für sie persönlich aber vor allem für pädagogische Kenntnisse. Sie weiß, dass Methoden, die in einer Schulklasse gut funktionieren, in einer anderen scheitern können. „Jede Klasse hat unterschiedliche Bedürfnisse“, so Janine Velske. Inzwischen kann sie sich sehr gut auf verschiedene Situationen einstellen.

Kein Wunder, dass die Dresdnerin ihre Zukunftsplanung geändert hat. Obwohl sie die Inhalte des BWL-Studiums wichtig findet, konnte sie sich noch nie vorstellen, im Unternehmensumfeld zu arbeiten. Jetzt weiß sie, was sie stattdessen will: Sie möchte Lehrerin werden. Denn es macht ihr große Freude, vor einer Klasse zu stehen und die Erfolgserlebnisse der Schülerinnen und Schüler mitzuerleben.

„Wir wollen Kinder und Jugendliche zum Perspektivwechsel anregen."

Janine Velske findet es wichtig, dass Globale Themen Kinder und Jugendliche erreichen. „Unsere Projekttage rücken weltumspannende Grundsatzfragen in den Mittelpunkt, die ansonsten in den Schulen zu kurz kommen“, betont sie. „Wir wollen Kinder und Jugendliche zum Perspektivwechsel anregen. Sie sollen ihre gewohnten Denkmuster verlassen und sich auf die Sichtweise der Menschen im Globalen Süden einlassen.“ Im besten Fall ziehen sie daraus Konsequenzen für ihr eigenes Tun.

Abschließend äußert Janine noch einen großen Wunsch: „Ich wünsche mir, dass in Zukunft mehr Jugendliche die Schule als Menschen verlassen und nicht ausschließlich als künftige Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer.“

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