Titelbild Pakistan-Thar - Frauen tragen Wasserkrüge
Emmanuel Guddu/PVDP Sindh

Pakistan: Wasser, Ernährungssicherheit und Gesundheit in der Thar Wüste

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Die Tharwüste liegt im Südosten Pakistans. Sie ist bekannt für ihre wunderschöne Blütezeit nach Einsetzen des Regens, für kulturelle und religiöse Vielfalt und für zahlreichen Viehherden. Die Bevölkerung hat sich an die trockenen Bedingungen der Wüste angepasst und hat ihre Lebens- und Arbeitsweisen darauf ausgerichtet. Die Familien ziehen regelmäßig in die benachbarten Distrikte mit höherem Regenaufkommen, um dort auf den Feldern zu arbeiten und ihre Herden weiden zu lassen.
Pakistan
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Doch in den letzten Jahren hat der ausbleibende Regen immer wieder zu dramatischen Dürren geführt. Die traditionellen Anpassungsstrategien der Bevölkerung reichen nicht mehr aus, um die Familien ausreichend zu versorgen. Fehlender Wasserzugang, Ernteausfälle und Tierseuchen zwingen die Menschen dazu, ihre Viehherden zu verkaufen, und somit ihre eigene Lebensgrundlage aufzugeben. Hinzu kommen schlechte Gesundheitsversorgung und Nahrungsmittelunsicherheiten in Folge der ausbleibenden Ernten.

Das Leid der Mütter und Kinder ist besonders hoch. Viele Kinder sind von Unter- und Mangelernährung bedroht, in den vergangenen Jahren stieg die Zahl der Kleinkinder, die an den Folgen mangelhafter Nahrungsversorgung sterben, an.

Seit Ende 2016 arbeiten wir gemeinsam mit unseren Kooperationspartnern action medeor und der pakistanischen Organisation PVDP in 14 Dörfern in der Tharwüste. Unser umfassendes Projekt setzt sich aus verschiedenen Maßnahmen zusammen. So bilden wir Frauen zu Gesundheits- und Geburtshelferinnen aus. In den Schulungen lernen sie, wie sie zukünftig die Gesundheitsversorgung ihrer Familien in den Dörfern übernehmen und verbessern können.

Ein weiterer wichtiger Baustein des Projektes ist der Ausbau der Wasserversorgung. Momentan müssen die Frauen weite Wege auf sich nehmen, um an Wasser für sich und ihre Familien zu gelangen. Doch häufig ist das Wasser aus den Quellen und Brunnen fernab der Dörfer nicht sauber, sondern trägt Keime in sich, die Durchfallerkrankungen verursachen. Durch den Bau von Brunnen, Latrinen und die Durchführung von Hygieneschulungen werden wasserbasierende Krankheiten weiter eingedämmt.

Um gegen zukünftige Dürren besser gewappnet zu sein, erhalten die Dorfbewohner Schulungen in geeigneten Anbaumethoden und Viehzucht. In neugegründeten Komitees geben sie ihr Wissen weiter und stellen so sicher, dass die Maßnahmen auch nach Ende des Projekts weiter bestehen und sich die Situation der Familien in der Tharwüste nachhaltig verbessert.

Von der breiten Palette an Maßnahmen werden sich die Gesundheitsversorgung, die Ernährungssicherheit und der Zugang zu sauberem Wasser von ca. 15.000 Kinder, Frauen und Männer zum Besseren wenden.

Für dieses Projekt spenden

100
Mit 100 Euro unterstützen Sie den Bau von Brunnen und Toiletten.
50
Mit 50 Euro helfen Sie dabei, Frauen zu Gesundheitshelferinnen auszubilden.

Projektsteckbrief

Zielgruppe
Bevölkerung von 14 Dörfern, (15.000 Menschen)
Projektziel

Stärkung der Ernährungssicherheit in der Tharwüste

Aktivitäten
  • Ausbau und Rehabilitation von Trinkwasserversorgungssystemen
  • Bau von Regenwasserzisternen, Biosandfiltern und Sanitäranlagen
  • Durchführung von Hygieneaufklärung- und Gesundheitsaufklärungsmaßnahmen
  • Schulung und Ausstattung von Gemeindegesundheits- und Geburtshelferinnen
  • Ausbildung von Tiergesundheitshelfern
  • Viehmanagement und Tierimpfungen
  • Aufbau von Demonstrationsfeldern und Küchengärten
  • Kooperation mit lokalen Akteuren zu dürreresistenten Anpassungsmaßnahmen
Projektlaufzeit
September 2016 – August 2018
Kooperationspartner
  • Participatory Village Development Programme (PVDP)
  • action medeor
Förderer
  • Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung
  • Spenderinnen und Spender
AnsprechpartnerIn