Frau mit Sohn am Bahnhof
@ DEC/ Toby Madden

Ukraine: Unterstützung für die vom Krieg betroffenen Menschen

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In der Ukraine herrscht Krieg. Seit dem Überfall im Februar ist das Leben der Menschen nicht mehr sicher. Der eisige Winter verschärft die humanitäre Lage nun zusätzlich. Mit dem Fokus auf den Osten der Ukraine organisiert arche noVa seit Beginn des Krieges humanitäre Hilfe mit lokalen Partnern vor Ort. Zudem unterstützen wir Menschen in den bereits befreiten Gebieten im Norden des Landes beim Wiederaufbau ihrer beschädigten Häuser, reparieren und installieren Heizsysteme und verbessern den Zugang zu grundlegenden Dienstleistungen für die betroffene Bevölkerung.
Ukraine
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Mit dem ersten Winter seit Kriegsbeginn steigen die Bedarfe für die Menschen in der Ukraine weiter an. Laut Angaben der Vereinten Nationen sind rund 6,5 Millionen Menschen innerhalb der Ukraine auf der Flucht. Mit knapp 18 Millionen ist die Zahl der Menschen, die insgesamt auf humanitäre Hilfe angewiesen sind sogar noch weitaus höher. Denn gerade Menschen mit Behinderungen oder auch ältere Menschen können oft entweder nicht fliehen oder wagen die anstrengende und ungewisse Flucht aus dem Kriegsgebiet nicht. Angesichts der eisigen Temperaturen und der gezielten Zerstörung ziviler Infrastruktur ist die Lage für sie derzeit am prekärsten. Bei der Planung unserer Hilfe haben wir diese gefährdeten Gruppen denn auch ganz besonders im Blick. Um Hilfe leisten zu können, sind wir weiterhin auf Ihre Spenden angewiesen.

Ja, ich möchte helfen!

Mit Ihrer Spende ermöglichen Sie dringende Nothilfe für die Menschen der Ukraine.

Humanitäre Hilfe im Osten der Ukraine

Da wir bereits seit 2016 in der Ukraine aktiv sind, können wir vor Ort auf ein gutes Netzwerk zurückgreifen. Durch die engen Kontakte zu lokalen Partnerorganisationen konnten wir ab dem ersten Tag an humanitäre Hilfe leisten und schnell wieder ein eigenes Büro eröffnen. Im Zentrum unserer Hilfe steht derzeit, die Menschen wirksam vor der Kälte zu schützen. In der Stadt Dnipro verteilt unsere Partnerorganisation New Way in Notunterkünften Hilfsgüter wie Wasser, Matratzen, Decken und Hygieneartikel an die Menschen, liefert Boiler für heißes Wasser und Waschmaschinen und sichert die Versorgung mit Festbrennstoffen. In Dnipro halten sich derzeit sehr viele geflüchtete Menschen vor allem aus dem Osten und Süden des Landes auf. Sie sind aus den stark umkämpften Städten Charkiw, Mariupol, aus Donezk und Luhansk geflohen.

Soweit es die Sicherheitslage zulässt helfen wir auch in den Städten und Dörfern nahe der Frontlinie. Neben New Way haben wir mit der Organisation Strong Communities einen weiteren lokalen Partner, um in der Oblast Donetsk gefährdete Menschen mit dem Nötigsten zu versorgen. Verteilt werden dabei unter anderem Lebensmittelpakete, Hygienekits, Öfen zum Heizen und Kochen sowie Holzbriketts, um die Menschen gegen die Kälte zu schützen.

Unser Partner Strong Community konnte zudem in 8 Gemeinden kommunale Wasserfilter einbauen, somit kann in den Gemeinden eine sichere Wasserversorgung gewährleistet werden.

Winterhilfe im Fokus

Der Wintereinbruch bestimmt nicht nur unsere humanitäre Hilfe im Osten der Ukraine, sondern auch unsere Aktivitäten im Norden des Landes. In den Oblasten Kyjiw, Tschernihiw und Sumska, die bereits im Frühling befreit wurden, sind die Kriegsschäden nach der Besatzung noch immer allgegenwärtig. Aufgrund zerstörter Häuser, Schulen und Spitäler sind viele Menschen kaum gegen die eisige Kälte des ukrainischen Winters geschützt.

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Bereits im Sommer haben wir begonnen, beschädigte Häuser und Heizsysteme zu reparieren und Brennstoff zu verteilen, um die lokale Bevölkerung besser auf den Winter vorzubereiten. In sieben Kommunen soll zudem der Zugang zu Wasser- und Sanitärversorgung verbessert werden, geplant sind beispielsweise die Reparatur beschädigter Infrastruktur oder die Einrichtung mit verloren gegangenem Equipment, wie wir sie in mehreren Wasserlaboren gesehen haben. Zehn soziale Einrichtungen wie Schulen, Kindergärten, Krankenhäuser oder Altersheime in diesen Gemeinden sollen sichere, inklusive und geschlechtergerechte WASH-Einrichtungen erhalten. Angesichts der weitflächigen Zerstörungen und anhaltender Raketenangriffe wird unsere Unterstützung hier noch lange notwendig sein.

Ein Mann in einer Straße mit völlig zerstörten Häusern und Fahrzeugen
Eine im Krieg zerstörte Eingangstür eines Hauses, weitere zerstörte Gegenstände
An einem Eckhaus fehlen mehrere Außenwände
Windschutzscheibe eines Autos mit Einschusslöchern

Mit Nothilfe bereits viel erreicht

Seit Februar hat die Nothilfe von arche noVa bereits über 40.000 Personen erreicht.  Neben den Maßnahmen im Osten der Ukraine war arche nova über die Partnerorganisation Unit auch in der Hauptstadt Kyjiw aktiv. Der Schwerpunkt dieser Maßnahmen lag auf der Unterstützung von Menschen mit Behinderungen und ihren Familien, damit sie auch ohne derzeitiges Einkommen in der Lage sind, weiterhin Lebensmittel zu kaufen und Zugang zu Leistungen wie Physiotherapie oder Pflege zu erhalten.

In einer gemeinsamen Aktion mit der Direkthilfe Dresden haben wir im März 2022 zudem auch selbst einen Hilfsgütertransport in die Ukraine auf den Weg gebracht. Insgesamt 150 von Freiwilligen zusammengestellte Hygienekits wurden mit einem Transporter von SachsenEnergie an die polnische Grenze und von dort durch unseren Partner Polish Medical Mission (PMM) nach Drohobych in der Westukraine geliefert.

Unterstützung in Polen und Bildungsangebote in Sachsen

Auch mit weiteren Projekten außerhalb der Ukraine hat arche noVa Geflüchtete aus der Ukraine unterstützt oder Bildungsarbeit geleistet. An der ukrainisch-polnischen Grenze unterstützen wir etwa im März 2022 unsere Partnerorganisation Polish Humanitarian Action (PAH) bei der Koordinierung der Hilfe vor Ort. Dabei erhoben wir, welche Hilfsangebote die geflüchteten Menschen genau benötigen und hatten auch ein Augenmerk darauf, wie wir Schutzmechanismen vor potentiellem Menschenhandel etablieren können.

Nicht zuletzt wirkt das arche noVa-Projekt „Eine Welt=Deine Welt“ mit Schulprojekttagen zum Thema humanitäre Hilfe mit Fokus Ukraine auch weiterhin in Sachsen. Über das Projekt „Six Days for Future“ haben wir ukrainischen Jugendlichen in Sachsen dank Sprachmittlung außerdem den Besuch von Feriencamps zum Thema nachhaltige Berufe ermöglicht. Mit diesem Freizeitangebot in den Sommer- und Herbstferien 2022 konnten die geflüchteten Jugendlichen neue Kontakte knüpfen und die deutsche Sprache üben.

Häufige Fragen:

Wie kann ich konkret helfen?

Die Hilfsbereitschaft vieler Menschen ist überwältigend. Vielen Dank!
Der beste Weg zu helfen, sind Geldspenden auf unser Spendenkonto oder direkt über unser Spendenformular.

Damit ermöglichen Sie arche noVa, genau die Hilfe auf den Weg zu bringen, die die Menschen in der aktuellen humanitären Krise auf Grundlage einer professionellen Bedarfsermittlung brauchen. Geldspenden sind effizient und benötigen im Gegensatz zu Sachspenden weniger Transport-, Personal- und Lagerkapazitäten.

Wie kann ich mich bei arche noVa einbringen?

Wir freuen uns über jede Unterstützung. Jede Spende für unsere Ukraine-Hilfe ist wichtig. Mit einer Sammelaktion für unsere humanitäre Hilfe in der Ukraine und für Geflüchtete können Sie ein persönliches Zeichen setzen und Ihr Engagement mit anderen teilen. Ein Spendenlauf, Kuchenbasar oder ein Benefizkonzert können solch eine Aktion sein. Wir helfen Ihnen gern, Ihre Ideen umzusetzen und stehen mit Rat und Tat zur Seite. Ob Unternehmen, Schule, Kirchgemeinde oder Freundeskreis, kommen Sie mit uns ins Gespräch.

Wie gewährleistet arche noVa, dass die Geldspenden ankommen und wirksam werden?

Durch unser Spendenstichwort „Ukraine“ wissen wir genau, wohin die Spendengelder fließen sollen. arche noVa hat sich zum sorgsamen und transparenten Umgang mit Spendengeldern verpflichtet. Seit 1995 trägt arche noVa durchgehend das DZI-Spendensiegel. Von jedem gespendeten Euro gehen über 95 Cent in unsere Projektarbeit. Der Rest fließt in die Verwaltung, ohne die die Projektarbeit nicht funktionieren könnte.

Unser Team gewährleistet die Umsetzung aller Projekte und überwacht streng den Mitteleinsatz. Die Spendengelder werden nicht an Regierungen weitergegeben.

Nimmt arche noVa Sachspenden entgegen?

arche noVa nimmt nur in Ausnahmefällen Sachspenden an. Wir haben in unseren Leitlinien festgelegt, dass wir Hilfsgüter wie Lebensmittel, Kleidung, Arbeitsmaterialien direkt in der jeweiligen oder angrenzenden Region kaufen. So werden hohe Transport-, Personal- und Lagerkosten vermieden.

Bitte sehen Sie davon ab, Sachspenden einfach so vorbeizubringen. Das ist logistisch herausfordernd und führt im Zweifel dazu, dass Dinge ungenutzt entsorgt werden müssen. Sie helfen aktuell mehr, wenn Sie arche noVa Geldspenden zukommen lassen. Sie können sich darauf verlassen, dass arche noVa und unsere Partnerorganisationen Hilfsgüterverteilungen und alle anderen Nothilfeaktivitäten sorgsam planen und durchführen.

Wie arbeitet arche noVa?

arche noVa arbeitet seit 30 Jahren als professionelle Hilfsorganisation in der humanitären Hilfe, in der Entwicklungszusammenarbeit und in der Bildung für nachhaltige Entwicklung. Professionelle Hilfe bedeutet auch in unübersichtlichen Lagen ein Assessment durchzuführen. Dabei wird die Situation analysiert und anschließend beurteilt sowie entschieden, wo wir aktiv helfen und wer besonders bedürftig ist. Unser Hauptaugenmerk liegt in der Wasser- und Sanitärversorgung und der Aufrechterhaltung der Hygiene. Zusätzlich verteilen wir Hilfsgüter und unterstützen weitere Nothilfemaßnahmen.
arche noVa und seine Partnerorganisationen arbeiten unter der Maßgabe von Neutralität gegenüber politischen, religiösen oder weiteren Interessengruppen. Wir verfügen über strenge Kontrollmechanismen, um Korruption vorzubeugen und ein professionelles Sicherheitsmanagement.
Die Umsetzung, der uns anvertrauten Spenden wird von unseren eigenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern gewährleistet und überwacht. Die Hilfeleistungen übernehmen unser Team und vertrauenswürdige Partnerorganisationen.

Projektsteckbrief

Projektziel
  • Humanitäre Hilfe für die vom Konflikt betroffene ukrainische Bevölkerung
  • Wiederaufbauhilfe in den befreiten Oblasten Kyjiw, Tschernihiw und Sumska
Zielgruppe

Binnengeflüchtete, Menschen mit Behinderung und ihre Familien, vulnerable Gruppen aus umkämpften Gebieten, die nicht fliehen können (Alte, Kranke), Menschen, deren Häuser beschädigt wurden

Aktivitäten
  • Gewährleistung der Wasser- und Sanitärversorgung in Notunterkünften
  • Rehabilitation von Wohngebäuden und Kindergärten
  • Reparatur von Heizungsanlagen
  • Sicherung von Wasser- und Sanitärversorgung auf kommunaler Ebene sowie an Schulen und Gesundheitseinrichtungen
  • Verteilung von Nahrungsmitteln, Wasser Heizmaterial, Hygienesets, Decken und Kissen
  • Installation von einfachen Öfen zum Kochen und Heizen
Projektlaufzeit
seit Februar 2022
Kooperationspartner
  • New Way
  • Strong Communities
  • The Civil Ray of Future
  • Unit
  • Terra Tech
  • Polish Humanitarian Action
  • Polish Medical Misson
Förderer
  • Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)
  • Aktion Deutschland Hilft
  • private Spenderinnen und Spender
  • Unternehmensspender, u.a. Ostsächsische Sparkasse, Elbe Flugzeugwerke GmbH, Berliner Häuser Gruppe, Marquard & Bahls AG, WeWater gUG
  • Sammlungen diverse Dresdner Schulen, u.a. die 59. Grundschule, Hort 51. Grundschule, Hort 68. Grundschule
  • diverse sächsische Kulturinstitutionen mit Sammlungen und Benefizkonzerten, u.a. Staatsschauspiel Dresden, Semperoper Dresden, Festspielhaus Hellerau
AnsprechpartnerIn
Anna-Luise Sonnenberg
Abteilung
Kommunikation
Funktion
Leitung Kommunikation
Telefon
0351 481984-16
E-Mail
anna-luise.sonnenberg [at] arche-nova.org

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