Titelbild Syrien - Mädchen mit Brot

Syrien: Brot, Wasser, Wohnraum und weitere Nothilfe für Menschen zwischen den Fronten

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Seit mehr als achtJahren herrscht in Syrien Bürgerkrieg. Für die betroffenen Menschen bedeutet dies: Leben in ständiger Gefahr und unter widrigsten Umständen. Hunderttausende unschuldige Zivilisten wurden Opfer der bewaffneten Auseinandersetzungen, Millionen Familien mussten ihr Zuhause verlassen. arche noVa leistet Nothilfe im Norden des Landes.
Syrien
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Seit dem Jahre 2012 sind wir in Syrien im Einsatz. Unser Schwerpunkt richtet sich auf Hilfe für diejenigen, die innerhalb des Landes auf Hilfe angewiesen sind. Insbesondere Familien in Nordsyrien, die in sozial schwierigen Situationen leben, wie zum Beispiel Flüchtlingsfamilien oder von Frauen geführte Haushalte, werden von uns unterstützt.

Die Grundversorgung sichern

In weiten Teilen Syriens mangelt es akut an allen lebensnotwendigen Gütern. Das Wirtschaftsleben ist weitestgehend in sich zusammengebrochen. Örtliche Verwaltungsstrukturen der Gastgemeinden sind völlig überlastet, die öffentliche Infrastruktur ist zumeist zum Erliegen gekommen. Nur schwer gelangen Transporte ins Land, insbesondere in den nördlichen Teil und die Preise für die meisten   Lebensmittel sind enorm gestiegen.

Im Mittelpunkt der Aktivitäten von arche noVa stehen Lebensmittelverteilungen an Binnengeflüchtete und die Bevölkerung der aufnehmenden Gemeinden. Für viele Familien sind die monatlich ausgegebenen Pakete mit Grundnahrungsmitteln zur lebensrettenden Notration geworden. Seit 2013 wurden bereits mehr als 200.000 Hilfspakete verteilt. Dabei achten unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vor Ort darauf, möglichst vielseitige, regional erhältliche und nahrhafte Lebensmittel zusammenzustellen. Im aktuellen Projektzeitraum werden monatlich rund 1.600 Pakte verteilt.

Zusätzlich sorgt arche noVa auch für die tägliche Produktion und Verteilung von Brot. Üblicherweise erhält jede Familie ein Kilogramm Brot pro Tag, das in lokalen Bäckereien gebacken und täglich an mehreren Verteilpunkten ausgegeben wird. Jede Woche können so rund 3.000 Familien mit Brot versorgt werden. Es ist vorgesehen insgesamt 144.000 Menschen, innerhalb des zweijährigen Projektzeitraumes, mit dem Grundnahrungsmittel zu unterstützen.

Das lokale Einsatzteam vor Ort muss die Hilfsaktivitäten immer wieder an die sich verändernden Umstände und die schwierige Sicherheitslage anpassen. Alle notwendigen Hilfsgüter besorgen unsere Mitarbeiter in der Region, um auf diese Weise die noch verbliebene lokale Wirtschaft zu unterstützen.

Hygiene, Kleidung, Decken

In sogenannten Kits zusammengefasst, verteilt arche noVa Hygieneartikel, die besonders dringend gebraucht werden, weil viele Menschen weder über ausreichend Wasser verfügen noch Zugang zu medizinischer Versorgung haben. Rund 400 Hygiene-Kits werden monatlich an die Bedürftigen ausgegeben.

Da die meisten Menschen nur mit dem Allernötigsten geflohen sind, ist vor allem warme Kleidung eine weitere wichtige Notwendigkeit. arche noVa verteilt deshalb an insgesamt 38.400 geflüchtete Menschen Winter-Kits – darin enthalten sind u.a. Fleecejacken, Mützen und Schals. Zusätzlich werden die Familien mit Decken und Matratzen ausgestattet.

Schaffung von Wohnraum

arche noVa lässt in vier Gemeinden Häuser instand setzen, damit 300 geflüchtete Familien ein zumindest vorübergehendes Zuhause finden. Dabei vereinbart arche noVa mit den Hauseigentümern die Instandsetzung und im Gegenzug dürfen die Familien kostenfrei für ein Jahr wohnen. Die Baumaterialien und ausführenden Unternehmen kommen aus der Region, d.h. auch hierbei wird als Nebeneffekt die Wirtschaft gestärkt. arche noVa prüft die durchgeführten Maßnahmen auf Qualität und Wirtschaftlichkeit.

Schaffung einer Übergangsinfrastruktur – WASH für Notunterkünfte

Oft leben die Geflüchteten innerhalb der Zufluchtsorte in inoffiziellen Siedlungen bzw. Zeltstädten ohne jegliche Infrastruktur. Diese Menschen bedürfen besonderer Hilfe.

arche noVa lässt täglich in elf inoffiziellen Siedlungen Trinkwasser durch Tanklastwagen verteilen – rund 1.000 Familien also 5.000 Menschen werden so pro Tag versorgt. Des Weiteren organsiert arche noVa für diese Siedlungen die Abwasser- und Müllentsorgung, baut 200 Toiletten und beschafft 200 Wassertanks für rund 5.000 Menschen. Die Einbindung lokaler Unternehmen leistet einen wichtigen Beitrag zur Stärkung der Strukturen der Gastgemeinden.

Dank der Förderung durch das Auswärtige Amt wird dieses breitangelegte Projekt möglich.

Unsere Hilfe bleibt weiter dringend gefragt. Die humanitäre Lage in Syrien und den Nachbarländern ist  dramatisch. Ein Ende des Flüchtlingsdramas ist nicht in Sicht. Deshalb bleiben wir vor Ort aktiv. Die Neuauflage weiterer Projekte in Syrien zu den Themen Bildung und WASH ist für 2019 geplant.

Projektsteckbrief

Projektziel

Absicherung der grundlegenden Lebensbedingungen der vom Bürgerkrieg betroffenen Menschen

Zielgruppe

Binnengeflüchtete Menschen und Menschen der Gastgemeinden in Nordsyrien.

Aktivitäten
  • Verteilung von Lebensmittelpaketen
  • Verteilung von Brotpaketen – Produktion vor Ort führt zusätzlich zur Stärkung der Wirtschaft
  • Verteilung von Hygiene-Kits

  • Verteilung von Winterkleidung

  • Verteilung von Decken und Matratzen

  • Instandsetzung von Häusern - Schaffung von nutzbarem Wohnraum

  • Trinkwasserversorgung mit Tanklastwagen an inoffiziellen Siedlungen/ Notunterkünften

  • Schaffung einer Übergangsinfrastruktur durch Abwasser- und Müllentsorgung in inoffiziellen Siedlungen/ Notunterkünften

  • Bau von Toiletten

  • Verteilung von Wassertanks

     

Projektlaufzeit
seit Januar 2019 bis Dezember 2020
Förderer
  • Auswärtiges Amt
  • Aktion Deutschland Hilft
AnsprechpartnerIn
Portrait Meike John mit roter Pumpe
Meike John
Abteilung
Kommunikation
Funktion
Öffentlichkeitsarbeit
Telefon
0351 481984-12
E-Mail
meike.john [at] arche-nova.org
Förderer

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