Titelbild Syrien - Mädchen mit Brot

Syrien: Brot, Wasser, Wohnraum und weitere Nothilfe für Menschen zwischen den Fronten

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Seit mehr als neun Jahren herrscht in Syrien Bürgerkrieg. Für die betroffenen Menschen bedeutet dies: Leben in ständiger Gefahr und unter widrigsten Umständen. Hunderttausende unschuldige Zivilisten wurden Opfer der bewaffneten Auseinandersetzungen, Millionen Familien mussten ihr Zuhause verlassen. arche noVa leistet Nothilfe im Norden des Landes.
Syrien
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Seit dem Jahre 2012 sind wir in Syrien im Einsatz. Unser Schwerpunkt richtet sich auf Hilfe für diejenigen, die innerhalb des Landes auf Hilfe angewiesen sind. Insbesondere Familien in Nordsyrien, die in sozial schwierigen Situationen leben, wie zum Beispiel Flüchtlingsfamilien oder von Frauen geführte Haushalte, werden von uns unterstützt.

Die Grundversorgung sichern

In weiten Teilen Syriens herrscht ein akuter Mangel an lebensnotwendigen Gütern des täglichen Bedarfs. Die Wirtschaft ist zusammengebrochen. Industrieunternehmen haben ihre Produktion eingestellt. Es ist sehr schwierig für Transporte, ins Land zu gelangen, vor allem in den nördlichen Teil. Den Menschen fehlt es an allem. Lebensmittel sind schwer zu bekommen und die Preise sind enorm gestiegen, doch die meisten Menschen haben kaum Geldreserven. Viele Geflüchtete sind in Eile aufgebrochen und konnten nur das Notwendigste mitnehmen.

In den aufnehmenden Gemeinden ist die öffentliche Infrastruktur völlig überlastet. Besonders prekär ist die Situation in den inoffiziellen Siedlungen bzw. den Zeltstädten, in denen die meisten Geflüchteten leben. Dort fehlt oft jegliche Infrastruktur.

Als Experte für den Bereich Wasser-, Sanitärversorgung und Hygiene sichert arche noVa an besonders prekären Orten die Notversorgung. Unser lokales Team liefert täglich für mehrere Tausend Menschen Trinkwasser per Tanklastwagen. Aktuell sind es 1.700 Fahrten pro Monat. Des Weiteren organsiert arche noVa in den  aufnehmenden Siedlungen und provisorischen Unterkünften die Abwasser- und Müllentsorgung, baut Toiletten und errichtet Wassertanks zur Speicherung der Wasserlieferung.

Wie wir unsere Arbeit an die Corona-Krise anpassen

  • Das arche noVa-Team ergreift (Selbst-)schutzmaßnahmen, während es die Aufgaben umsetzt (Masken, Distanz, Hygieneregeln, etc.).
  • Start einer Aufklärungskampagne und Verteilung von extra Seife.
  • Steigerung der verteilten Wassermenge von 25 Liter pro Person und Tag auf 35 Liter pro Person und Tag.
  • Einrichten von mehr Ausgabestellen für Lebensmittel und andere Hilfspakete. Das mindert den Andrang und die Abstandsregeln können besser eingehalten werden.

Neben der Verbesserrung der Wasser- und Sanitärsituation stehen Lebensmittelverteilungen an Binnengeflüchtete und die Bevölkerung der aufnehmenden Gemeinden im Mittelpunkt der Aktivitäten von arche noVa. Für viele Familien sind die monatlich ausgegebenen Pakete mit Grundnahrungsmitteln zur lebensrettenden Notration geworden. Seit 2013 wurden mehr als 250.000 Hilfspakete verteilt. Aktuell sind es rund 1.900 pro Monat. Dabei achten unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vor Ort darauf, möglichst vielseitige und nahrhafte Lebensmittel zusammenzustellen.

Angesichts der extrem schwierigen Versorgungslage produziert arche noVa seit Beginn des Projektes auch Brot. Brot ist traditionell ein sehr wichtiger Bestandteil der Ernährung in Syrien. Wir versorgen regelmäßig mehrere tausend Menschen. In der Regel erhält jede Familie ein Kilogramm Brot pro Tag, das in lokalen Bäckereien gebacken und täglich vom arche noVa-Team verteilt wird.

Das lokale Einsatzteam vor Ort muss die Hilfsaktivitäten immer wieder an die sich verändernden Umstände und die schwierige Sicherheitslage anpassen. Das gilt sowohl für die Gefahr von Gefechten und Vertreibungen, als auch für die neu hinzu gekommene Gefahr der Corona-Pandemie.

Hygiene-Kits zur Gesundheitsvorsorge

In sogenannten Kits zusammengefasst, verteilt arche noVa Hygieneartikel, die besonders dringend gebraucht werden, weil viele Menschen unter schwierigen Bedingungen leben und kaum Zugang zu medizinischer Versorgung haben. Mehrere Hundert Hygiene-Kits werden monatlich an die Bedürftigen ausgegeben. Diese Aktivitäten wurden im Zuge der Corona-Nothilfe weiter aufgestockt.

In der kalten Jahreszeit konnte arche noVa bisher noch zusätzliche Verteilungen durchführen. Mehrere Tausend geflüchtete Menschen erhielten Winter-Kits – darin enthalten sind u.a. Fleecejacken, Mützen und Schals.

Ausbau von Unterkünften

Viele geflüchtete Familien finden in Nordsyrien längst keine Unterkünfte mehr. Glücklich sind diejenigen, die wenigstens ein Zelt nutzen können. Zur Entschärfung der angespannten Lage beteiligt sich arche noVa am Ausbau von Wohnraum. Bauruinen oder verwahrloste Gebäude werden instand gesetzt. Dabei vereinbart arche noVa mit den Hauseigentümern, dass im Gegenzug zu den Ausbaumaßnahmen geflüchtete Familien für ein Jahr kostenfrei dort wohnen können. Die Baumaterialien und ausführenden Unternehmen kommen aus der Region, d.h. auch hierbei wird als Nebeneffekt die lokale Wirtschaft gestärkt. arche noVa prüft die durchgeführten Maßnahmen auf Qualität und Wirtschaftlichkeit.

Die Förderung durch das Auswärtige Amt sichert den Grundstock dieses Projekts.

Der Bedarf vor Ort geht jedoch weit darüber hinaus. Besonders dramatisch ist die Lage im umkämpften Idlib. Unser lokales Team ist vor Ort und möchte gerne noch mehr tun.

Für unsere humantiäre Hilfe bitten wir dringend um Spenden.

Für dieses Projekt spenden

30
ein Lebensmittelpaket, das Grundnahrungsmittel für eine Familie für einen Monat enthält.
70
ein 1.000-Liter-Tank, der Wasser für 15 Menschen in einem informellen Camp speichert.
250
Bau einer Toilette für 20 Menschen, die in Zelten oder Notunterkünften leben.

Projektsteckbrief

Projektziel

Absicherung der grundlegenden Lebensbedingungen der vom Bürgerkrieg betroffenen Menschen

Zielgruppe

Binnengeflüchtete Menschen und Menschen der Gastgemeinden in Nordsyrien.

Aktivitäten
  • Trinkwasserversorgung mit Tanklastwagen an inoffiziellen Siedlungen/ Notunterkünften (1.700 Lastwagenfahrten monatlich)

  • Abwasser- und Müllentsorgung in inoffiziellen Siedlungen/ Notunterkünften (20 Lastwagenfahrten zur Abwasserentsorgung monatlich)

  • Bau von Toiletten (circa 30 monatlich)

  • Verteilung von Wassertanks (150 Tanks im Juni 2020)

  • Verteilung von Lebensmittelpaketen (1.900 Pakete monatlich)

  • Verteilung von Brotpaketen (4.000 1-Kilo-Päckchen täglich)

  • Verteilung von Hygiene-Kits (400 monatlich)

  • Verteilung von Winterkleidung, Decken etc. in der kalten Jahreszeit

  • Instandsetzung von Häusern - Schaffung von nutzbarem Wohnraum (bisher Wohnraum für 75 Familien)

Stand: Juni 2020

Projektlaufzeit
seit 2012, Aktuelles Projekt: Januar 2019 - Dezember 2020
Förderer
  • Auswärtiges Amt
  • Aktion Deutschland Hilft
AnsprechpartnerIn
Portrait Meike John mit roter Pumpe
Meike John
Abteilung
Kommunikation
Funktion
Referentin Öffentlichkeitsarbeit
Telefon
0351 481984-12
E-Mail
meike.john [at] arche-nova.org
Förderer

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