Schule in Syrien - Mädchen im Englischunterricht

Syrien: Unterricht ermöglichen, wo Schulbildung zur Ausnahme geworden ist

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Sechs Jahre nach Beginn des Krieges in Syrien ist in weiten Teilen des Landes die Infrastruktur völlig zerstört und der Zugang zu Schulen und Bildung für viele Kinder kaum noch möglich. Nach Angaben der Vereinten Nationen können mehr als zwei Millionen Kinder und Jugendliche in Syrien keine Schule mehr besuchen. Nur durch Bildung können aber langfristig Perspektiven geschaffen werden. Regelmäßige Schulbesuche und psychosoziale Betreuung sind zudem das beste Mittel um den Mädchen und Jungen im Krisengebiet ein wenig Stabilität zurückzugeben.
Syrien
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Jeder Mensch hat das Recht auf Bildung

In den ländlichen Gebieten westlich von Aleppo leben sehr viele Binnenflüchtlinge, mehr als die Hälfte der Bevölkerung sind Kinder. Jedoch verfügen die dort ansässigen Schulen nicht über die notwendigen Kapazitäten um dem Bildungsbedarf aller Kinder gerecht zu werden. Viele der Schülerinnen und Schüler haben seit über einem Jahr die Schule nicht mehr besucht, sie haben deshalb enorme Defizite, es droht ein immenser Anstieg der Analphabeten-Quote. Doch jeder Mensch hat das Recht auf Bildung, denn Bildung bedeutet Zukunft. Um zu verhindern, dass in Syrien eine verlorene Generation heranwächst, erweitert arche noVa die Projektaktivitäten vor Ort: Diesen Sommer beginnt ein drei Jahre andauerndes Projekt mit dem Ziel die Lernbedingungen langfristig zu verbessern und die Anzahl der Schulabbrüche zu verringern. Für 900 Kinder im Alter von 8 bis 12 Jahren werden bereits in diesen Sommerferien 2016 Alphabetisierungskurse in Arabisch, Fremdsprachenunterricht in Englisch sowie Rechenkurse angeboten, in denen die Kinder unter anderem den Umgang mit den traditionelle Abakus lernen. Die Kurse werden in kleinen Gruppen unter Berücksichtigung des individuellen Bildungsstands der Kinder durchgeführt. Während der gesamten Projektlaufzeit werden diese Kurse in den Sommerferien stattfinden.

Als weitere Maßnahme werden neun Schulen im Projektgebiet ausgebaut, um ein angemessenes Lernumfeld für alle Kinder zu schaffen. So werden beispielsweise die Wasser- und Sanitärversorgung verbessert, marode Infrastruktur ersetzt und die Klassenzimmer bedarfsgerecht mit Tafeln und Möbeln ausgestattet. Ebenfalls werden an den Schulen regelmäßig Hygieneschulungen durchgeführt, was zu einem besseren Schutz vor wasserbezogenen Krankheiten führt. Die Schülerinnen und Schüler aller Klassenstufen erhalten vor Beginn des Unterrichts alle benötigten Materialien, wie Schultaschen, Hefte und Stifte. Zweimal pro Woche wird es ein Schulessen geben, so wird den Eltern ein weiterer Anreiz geboten die Kinder in die Schule zu schicken. Im Winter versorgen wir die Schulen mit Heizöl, sodass der regelmäßige Schulbetrieb das ganze Jahr über gewährleistet wird.

Perspektiven für die gesamte Bevölkerung

arche noVa organisiert während der Schulferien kontinuierlich Weiterbildungsmaßnahmen für die Lehrkräfte. Die Lehrerinnen und Lehrer erhalten nicht nur Schulungen zu effektiver Unterrichtsvorbereitung, sondern auch zur Arbeit mit traumatisierten Kindern unter Berücksichtigung ihrer besonderen Bedürfnisse. Nach Abschluss des Projekts erhöhen diese Qualifikationen ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt.

Doch nicht nur die insgesamt 8.100 Kinder und das Schulpersonal profitieren von diesen Maßnahmen, auch für die Eltern und andere Gemeindeangehörige bieten sich neue Chancen. Während des Schulunterrichts können die Erwachsenen ihren Tätigkeiten nachgehen.

Im Projektgebiet arbeiten wir eng mit der syrischen lokalen Nichtregierungsorganisation Kabas zusammen. Die Organisation hat durch frühere Projekte sowohl Erfahrungen in der Region als auch im Bildungsbereich. Von Anfang an, beziehen wir die Bevölkerung und lokale Verwaltungsgremien mit ein und sichern so die Unterstützung für die Maßnahmen. Durch die Mitwirkung der Menschen vor Ort stellen wir sicher, dass die Maßnahmen auch nach Ende des Projektes noch weitergeführt werden. Unser Projekt ist mehr als ad hoc Nothilfe von außen, sondern ein wichtiger Schritt hin zu einer langfristigen und nachhaltigen Lösung vor Ort.

Das Projekt richtet sich an 9.000 Schülerinnen und Schüler und an 297 Lehrkräfte in neun Dörfern in Nordsyrien. 900 Kinder und Jugendliche erhalten zusätzlich Förderung in den Sommerkursen, die von 48 Lehrerinnen und Lehrern durchgeführt werden.

Für dieses Projekt spenden

75
Für 75 Euro kann einen Monat lang eine Lehrerin oder ein Lehrer bezahlt werden
100
Für 100 Euro kann ein Kind am Sommerkurs teilnehmen
200
Für 200 Euro erhält ein Kind ein Jahr lang regulären Schulunterricht.
1.000
Für 1000 Euro kann eine Schule in den Wintermonaten beheizt werden.

Projektsteckbrief

Zielgruppe

9.000 Schülerinnen und Schüler und 297 Lehrkräfte an neun Schulen in Nordsyrien

Projektziel

Verbesserung des Bildungszugangs für SchülerInnen durch die Unterstützung lokaler Schulen in den ländlichen Gebieten westlich von Aleppo

Aktivitäten
  • Sommerkurse zur Verbesserung der Lese- Schreib- und Rechenfähigkeit für 900 Schülernnen und Schüler sowie psychosoziale Betreuung
  • Zugang zu regulärem Unterricht während der Schuljahre für 8.100 Kinder und Jugendliche
  • Wiederaufbau, Renovierung und Ausstattung von neun Schulen
  • Verteilung von Schulmaterial an die Kinder und Jugendlichen
  • Weiterbildung von Lehrpersonal
  • Angebot von Schulmahlzeiten
Projektlaufzeit
Juni 2016 – Dezember 2018
Kooperationspartner

KABAS Educational Institution

Förderer
  • Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung
  • private Spenderinnen und Spender
AnsprechpartnerIn