Titelbild Syrien - Mädchen mit Brot

Syrien: Brot, Wasser und weitere Nothilfe für Menschen zwischen den Fronten

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Seit mehr als sechs Jahren herrscht in Syrien Bürgerkrieg. Für die betroffenen Menschen bedeutet dies: Leben in ständiger Gefahr und unter widrigsten Umständen. Wie dramatisch die Situation ist, zeigen die Zahlen: Hunderttausende unschuldige Zivilisten wurden Opfer der bewaffneten Auseinandersetzungen, Millionen Familien mussten ihr Zuhause verlassen. arche noVa leistet Nothilfe im Norden des Landes.
Syrien
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Seit dem Jahre 2012 sind wir in Syrien im Einsatz. Unser Schwerpunkt richtet sich auf Hilfe für diejenigen, die innerhalb des Landes auf Hilfe angewiesen sind. Insbesondere Familien in Nordsyrien und dem Grenzgebiet zur Türkei, die in sozial schwierigen Situationen leben, wie zum Beispiel Flüchtlingsfamilien oder von Frauen geführte Haushalte, werden von uns unterstützt.

Die Grundversorgung sichern

In weiten Teilen Syriens mangelt es akut an allen lebensnotwendigen Gütern. Das Wirtschaftsleben ist in sich zusammengebrochen, Industriebetriebe haben ihre Produktion eingestellt. Nur schwer gelangen Transporte ins Land, insbesondere in den nördlichen Teil. Lebensmittel sind nur schwer zu bekommen und die Preise enorm gestiegen. Viele sind in Eile und nur mit den nötigsten Dingen geflohen.

Angesichts der extrem schwierigen Versorgungslage sorgt arche noVa auch für die Produktion von Brot für täglich 22.000 Menschen. Üblicherweise erhält jede Familie ein Kilogramm Brot pro Tag, das in lokalen Bäckereien gebacken und vom arche noVa Team täglich an mehreren Verteilpunkten ausgegeben wird.

Im Mittelpunkt der Aktivitäten von arche noVa stehen Lebensmittelverteilungen an Binnengeflüchtete und Bevölkerung der aufnehmenden Gemeinden. Für viele Familien sind die monatlich ausgegebenen Pakete mit Grundnahrungsmitteln zur Leben rettenden Notration geworden. Seit 2013 wurden bereits mehr als 200.000 Hilfspakete verteilt. Dabei achten unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vor Ort darauf, möglichst vielseitige, regional bekannte und nahrhafte Lebensmittel zusammenzustellen.

Das lokale Einsatzteam vor Ort muss die Hilfsaktivitäten immer wieder an die sich verändernden Umstände und die schwierige Sicherheitslage anpassen. Alle notwendigen Hilfsgüter besorgen unsere Mitarbeiter in der Region, um auf diese Weise die noch verbliebene lokale Wirtschaft zu unterstützen. Neben Lebensmitteln verteilt arche noVa auch Hygieneartikel, die besonders dringend gebraucht werden, weil viele Menschen weder über ausreichend Wasser verfügen noch Zugang zu medizinischer Versorgung haben.

Verbesserung der Wasserversorgung

In etlichen ländlichen Gemeinden unseres Projektgebietes ist im Laufe des Bürgerkrieges sauberes Trinkwasser zur Mangelware geworden. Zahlreiche Versorgungssysteme wurden zerstört, andere funktionieren nicht mehr, weil kein Geld oder Personal zur Wartung zur Verfügung stand. arche noVa setzt Wasserpumpstationen, Generatoren, Leitungen und Entwässerungssysteme instand und ergänzt die Systeme da, wo sie nicht mehr ausreichend sind. Außerdem versorgen wir täglich rund 5.000 Menschen in Notunterkünften per Tanklastwagen mit Trinkwasser

Beitrag zum Wiederaufbau der Infrastruktur

Große Teile der öffentlichen Infrastruktur wie das Elektrizitätsnetz oder Entsorgungsfahrzeuge der Müllabfuhr wurden durch die Kämpfe zerstört und beschädigt. Die Folge: Regelmäßige Stromausfälle und fehlende Stadtreinigung. arche noVa reparierte in den Anfangsjahren des Projektes Teile der zerstörten Elektro-Infrastruktur. Aktuell unterstützten wir einzelne Kommunen dabei, eine neue Struktur zur Beseitigung von Haushaltsmüll aufzubauen.

Sicherung des Schulbetriebes

Viele Schulen wurden durch die Kämpfe beschädigt, viele Lehrkräfte sind geflohen. Der Schulbetrieb findet daher nur sehr eingeschränkt oder gar nicht mehr statt. arche noVa macht den Unterricht für Kinder wieder möglich. Freiwilligen Lehrkräften zahlt arche noVa eine Aufwandsentschädigung. Darüber hinaus wurden Reparaturen an den Schulgebäuden und Klassenzimmern durchgeführt. Während der Wintermonate verteilte das Einsatzteam Heizmaterialien und Öfen. Zur akuten Nothilfe im dritten Kriegswinter zählte zudem die Verteilung von Winter-Kits an Schülerinnen und Schüler. Darin enthalten waren dicke Winterjacken, Jeans, Thermounterwäsche und Winterpullis, die zu einem Großteil in Syrien gefertigt werden. Auch verteilten wir an Schülerinnen und Schüler notwendige Schulmaterialien, wie Stifte und Hefte.

Medizinische Notversorgung

Ein Großteil der regulären Gesundheitseinrichtungen ist im Laufe der kriegerischen Auseinandersetzungen zerstört worden. Es fehlt an Fachpersonal, Medikamenten und Material. Dabei haben die Kämpfe und die schlechte Versorgungslage der Menschen zu einem enormen Anstieg von Verletzungen und Erkrankungen geführt. Vor allem Kinder sind betroffen. arche noVa unterstützte im Laufe des Projektes den Betrieb eines Krankenhauses und die mobile Krankenversorgung. Dank zusätzlicher Spendengelder konnte arche noVa außerdem etliche dringend benötigte medizinische Geräte, wie z.B. einen Dampfsterilisator, an ein Krankenhaus im Norden des Landes liefern.

Unsere Hilfe bleibt weiter dringend gefragt. Die humanitäre Lage in Syrien und den Nachbarländern ist  dramatisch. Ein Ende des Flüchtlingsdramas ist nicht in Sicht. Deshalb bleiben wir vor Ort aktiv.

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75
Hilfe für die notleidende Bevölkerung in Syrien

Projektsteckbrief

Zielgruppe

Binnengeflüchtete und Zivilbevölkerung in Nordsyrien und nicht registrierte geflüchtete Menschen im Grenzgebiet

Projektziel

Absicherung der Grundlebensbedingungen der vom Bürgerkrieg betroffenen Menschen

Aktivitäten
  • Verteilung von Lebensmittelpaketen
  • Unterstützung von Bäckereien mit Mehl, um bedürftige Familien zu versorgen
  • Verteilung von Brotpaketen
  • Verteilung von Hygiene-Kits
  • Verteilung von Non-Food-Items wie Decken und Matratzen
  • Neubau bzw. Verbesserung von Wasser- und Entwässerungsystemen in Kommunen
  • Etablierung eines Abfallsystems in Kommunen
  • Trinkwasserversorgung mit Tanklastwagen an Notunterkünften
  • Unterstützung eines Krankenhauses
  • Verteilung von Winterkleidung an Kinder und Jugendliche
Projektlaufzeit
seit Februar 2013
Förderer
  • Auswärtiges Amt
  • Deutsche Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH
  • Aktion Deutschland Hilft
AnsprechpartnerIn

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