Ukraine - Hilfsprojekt arche noVa

Ukraine: Im vergessenen Konfliktgebiet Schäden beseitigen und Perspektiven eröffnen

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Seit Ausbruch des Konfliktes in der Ukraine sind über 1,6 Millionen Menschen aus den umkämpften Gebieten im Osten des Landes geflohen. Allein in den Städten Toretsk und Volnovakha suchen über 40.000 Binnengeflüchtete Zuflucht. Experten befürchten, dass sich diese Zahl in den kommenden Monaten noch erhöhen wird. Doch aufgrund von mangelnder staatlicher Unterstützung und zunehmend zerstörter Infrastruktur spitzt sich die Situation der Geflüchteten und der ortsansässigen Familien bereits jetzt weiter zu.
Ukraine
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Schon vor Ausbruch der Krise war die Infrastruktur im Osten der Ukraine kaum ausreichend. Viele öffentliche Einrichtungen stammen aus den 1950er Jahren, Reparaturen wurden über Jahre hinweg vernachlässigt. Der Konflikt hat die Lage noch verschärft, denn durch den Zuzug der Binnengeflüchteten brach die ohnehin unzureichende Infrastruktur beinahe komplett zusammen: Entlang der Front gibt es kaum Zugang zu medizinischer Versorgung. Stromausfälle, fehlende Sanitärversorgung und Zugang zu sauberem Wasser sind der Alltag an Krankenhäusern, Schulen und Kindergärten.

Gerade in Krankenhäusern birgt die langjährige Vernachlässigung der Wasser- und Sanitärversorgung große Risiken. Das Wasser aus undichten Leitungen ist bakteriell kontaminiert und kann zu erheblichen gesundheitlichen Problemen führen. Um die  Versorgung von Kranken und Verletzen sicherzustellen, wird mit unserer Unterstützung ein Krankenhaus saniert und mit Wasseraufbereitungsanlagen ausgestattet. Zusätzlich erhalten Mitarbeiter des Krankenhauses Schulungen und können die Wartung und Reparatur der Anlage selbstständig durchführen.

Bildung schafft Perspektiven

Auch die Schulen im Projektgebiet sind schlecht ausgestattet, es gibt nicht genug Schulmaterialien, die Fenster sind undicht und porös und es fehlen geeignete Sanitäranlagen. Um zukünftig eine qualitativ hochwertige Ausbildung und ein positives Lernumfeld zu gewährleisten, führen wir Sanierungsarbeiten an 15 Schulen durch. So werden unter anderem Wasser- und Sanitärversorgung instandgesetzt und ausgebaut, marode Infrastruktur ersetzt und die Klassenzimmer bedarfsgerecht mit Materialien und Möbeln ausgestattet. Im Winter versorgen wir die Schulen mit Heizöl, sodass der regelmäßige Schulbetrieb das ganze Jahr über gewährleistet wird. Zusätzlich schaffen die Modernisierungsmaßnahmen ein freundliches Lernumfeld. Traumatisierte Kinder, die aus den umkämpften Gebieten geflohen sind und aus ihrem Alltag gerissen wurden, haben häufig Schwierigkeiten, sich anzupassen. Gerade für sie bringen ein geregelter Schulalltag und eine fundierte Ausbildung nicht nur Chancen für die Zukunft, sondern ebenfalls ein Stück Normalität zurück. Um auch Müttern von Kleinkindern die Möglichkeit zu bieten, wieder am Arbeitsmarkt aktiv zu werden oder sich eigenen Weiterbildungen zu widmen, richten wir in den sanierten Schulgebäuden Kindergärten ein.

Zudem werden insbesondere alleinstehende Mütter durch Bewerbungstrainings und Qualifikationsmöglichkeiten unterstützt. In sechs neu gegründeten Trainingszentren bieten wir Englisch- und Computerkurse an und führen Lehrgänge zu Projektmanagement und Fundraising für lokale Organisationen durch. Derzeit verfügt der Großteil der Binnengeflüchteten nicht über eigenes Einkommen, sondern ist auf die dürftigen Sozialleistungen der Regierung angewiesen. Durch die Qualifizierungsmaßnahmen erhalten sie die Möglichkeit, am Arbeitsmarkt wieder Fuß zu fassen und ihren Lebensunterhalt selbst erwirtschaften zu können.

Hilfe zur Selbsthilfe

Das Projekt richtet sich an 13.500 Binnengeflüchtete und Ortsansässige. Insbesondere Frauen, Kinder und ältere Menschen profitieren von den Maßnahmen. Unser Projekt ist mehr als kurzfristige Nothilfe: Durch die aktive Einbindung aller Menschen vor Ort und lokaler Behörden stellen wir sicher, dass die aufgebauten Strukturen auch nach Ende des Projektes fortbestehen. So werden langfristig Perspektiven geschaffen und eine nachhaltige Verbesserung der Lebensbedingungen von Geflüchteten und ortsansässigen Familien erreicht. 

Projektsteckbrief

Zielgruppe
13.500 Binnengeflüchtete und Ortsansässige
Projektziel

Verbesserung der Gesundheitsversorgung und der Bildungsinfrastruktur in der Ostukraine

Aktivitäten

Sanierung eines Krankenhauses
Sanierung von 15 Schulen
Gründung von vier neuen Kindergärten
Gründung von sechs Trainingszentren für praktische Fähigkeiten
Durchführung von Englisch- und Computerkursen und Projektmanagementtrainings

Projektlaufzeit
Dezember 2016 – Dezember 2019
Förderer
 
Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung

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75
Hilfe für von Krieg betroffene Menschen in der Ostukraine
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