Title Mali-Timbuktu - Girls in class
arche noVa/A. Keita

Mali: Schulen in der Region Timbuktu mit Toiletten und Wasserzugang ausstatten

Spenden

Ich möchte einmalig spenden, wo es am nötigsten ist:
Nach und nach kehren immer mehr Familien, die vor den bewaffneten Auseinandersetzungen im Norden Malis seit Januar 2012 geflohen waren, in ihre Heimat zurück. Die Kinder haben oft mehr als ein Schuljahr verloren und brauchen nach Vertreibung und Flucht dringend wieder einen geregelten Alltag. Damit der Schulunterricht für die Kinder in der Region Timbuktu und Diré gelingt, setzt arche noVa die kaputte Wasser-und Sanitärversorgung an den Schulen wieder instand und sorgt so für gute Lernbedingungen für 18.000 Schüler.
Mali
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In dem zu den ärmsten Ländern der Welt zählenden Mali, das in den vergangenen zehn Jahren schwere Dürreperioden und Nahrungsmittelkrisen erleben musste, kam es im Januar 2012 zu schweren gewalttätigen Auseinandersetzungen. Das malische Militär verlor die Kontrolle über den Norden des Landes an die nach Sezession strebenden Tuareg. Die Kämpfe und Einnahme der nördlichen Landkreise mit den Städten Timbuktu, Gao und Kidal durch bewaffnete Gruppen führten zur Vertreibung weiter Teile der Bevölkerung. Während die Menschen entweder in den Süden des Landes oder in die Nachbarländer flohen, wurden ihre Heimatorte schwer verwüstet. In den Gemeinden brach die Verwaltung zusammen. Die Mitarbeiter der Behörden waren meist ebenfalls geflohen und so konnte die öffentliche Infrastruktur nicht mehr unterhalten und gewartet werden. Viele öffentlichen Gebäude und Einrichtungen wurden zudem regelrecht zerstört.

Erst im Frühjahr 2013 wurde die nördliche Region durch das malische Militär mit Unterstützung von französischen Einheiten zurückerobert. Zudem wurde die UN-Mission MINUSMA (Internationale Mission der Vereinten Nationen zur Unterstützung von Mali) stationiert. Seit dem ist eine Normalisierung und Stabilisierung der Situation zu beobachten. Viele Binnenvertriebene und Flüchtlinge kehren in ihre Heimat zurück. Im August 2013 wurden Präsidentschaftswahlen abgehalten die friedlich verliefen. Der Start des Versöhnungsprozesses lässt hoffen, dass sich die Lage weiter verbessert.

Zahlreiche Schulen sind zerstört

Der Bildungssektor zählte zu den ersten Opfern der kriegerischen Auseinandersetzungen. Im Januar 2012 schlossen die meisten Schulen. Folglich haben viele Kinder mehr als ein Schuljahr verloren. Während der Besatzung des Nordens durch bewaffnete Gruppen wurde ein großer Teil der Schulen stark beschädigt, Klassenräume und Material geplündert. Durch die unterbliebene Wartung oder notwendige Instandsetzung von Gebäuden, sanitären Anlagen und Handpumpen während dieser Zeit sind diese zusätzlich verfallen. Eine Bedarfsanalyse hat gezeigt, dass in vielen Schulen in den Landkreisen Timbuktu und Diré die sanitären Anlagen entweder neu errichtet oder rehabilitiert werden müssen oder generell Zugang zu sauberem Wasser sichergestellt werden muss.

Wasser ist die Basis für Gesundheit und gute Lernbedingungen

Nicht ausreichende oder nicht vorhandene sanitäre Anlagen und kein Zugang zu sicherem Wasser verursachen Krankheiten und sind gerade für kleinere Kinder eine Gefahr. Auch weil es in dem Gebiet immer wieder zu Fällen von Cholera kommt. Die Gemeinden verfügen nicht über ausreichend Mittel, um das Problem zu lösen. arche noVa hat deswegen gemeinsam mit der Partnerorganisation Nord et Développement an Schulen Gemeinschaftslatrinen rehabilitiert beziehungsweise neu gebaut, Handpumpen errichtet und Hygiene Kits verteilt.

Damit das Projekt über die eigentliche Laufzeit hinaus Wirkung zeigt, wurden Hygiene-Schulungen für Lehrer an den Schulen durchgeführt. Außerdem erhielten besonders bedürftige Schüler/innen, vor allem aus rückkehrenden oder binnenvertriebenen Familien, Schulmaterial.

Im Jahr 2016 sammelt die Gemeinde Henstedt-Ulzburg weitere Spenden für das arche noVa-Projekt an malischen Schulen. Je nach Gesamtspendenhöhe werden bereits bestehende Anlagen ergänzt oder Maßnahmen an weiteren Schulen durchgeführt.

Projektsteckbrief

Zielgruppe
18.000 Schülerinnen und Schüler und ihre Lehrer
Projektziel
  • Beitrag zur Verbesserung der sanitären Bedingungen sowie des Zugangs zu sicherem Wasser und damit verbunden
  • Reduzierung von Krankheiten basierend auf mangelnder Hygiene an Schulen in den Landkreisen Timbuktu und Diré
Aktivitäten
  • Rehabilitierung und Neubau von Gemeinschaftslatrinen inklusive Handwaschbecken
  • Errichtung und / oder Reparatur von Handpumpen
  • Verteilung von Hygiene Kits zur Reinhaltung der sanitären Anlagen
  • Hygieneschulungen für Lehrerinnen und Lehrer, Elternvertreter, Schulmanagementkomitees und SchülerInnen
  • Verteilung von Schulmaterialien an besonders vulnerable SchülerInnen
Projektlaufzeit
seit September 2013
Kooperationspartner
  • NOR.DEV (Association Nord et Développement)
  • Plan International
Förderer
Auswärtiges Amt, Spenderinnen und Spender
AnsprechpartnerIn
Meike John
Meike John
Abteilung
Kommunikation
Funktion
Redakteurin Öffentlichkeitsarbeit
Standort
Dresden
Telefon
0351 481984-12