F.A.Q.

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Wofür steht arche noVa?

Hatte Noah der biblischen arche noch Tiere an Bord, so transportiert die arche noVa Hilfsgüter und Medikamente. Wir ersetzen das biblische Boot heute der Transportgeschwindigkeit halber gerne mal durch LKW und Flugzeug. Und auch mit einer weiteren Eigenschaft der alten, biblischen arche haben wir wenige gemein: der Überzeugung, Armut und Not seien gottgegeben, treten wir genauso entgegen wie den Ursachen von Hunger und Armut weltweit.

Woher weiß ich, dass arche noVa meine Spende sinnvoll verwendet?

Seit 1993 unterzieht sich arche noVa freiwillig der Prüfung durch das Deutsche Zentralinstitut für soziale Fragen (DZI), um eine möglichst große Transparenz gegenüber den Spendern zu gewährleisten. Seit 1993 wird arche noVa durchgehend das Spendensiegel des DZI verliehen, das für vorbildliche Transparenz und Effektivität bei der Verwendung von Spenden steht. www.dzi.de.

Kann ich die Arbeit von arche noVa mit Sachspenden unterstützen?

Sachspenden sind nur dann sinnvoll, wenn damit ein genau identifizierter Bedarf getroffen wird und sie den Empfänger ohne große Zusatzkosten erreichen. Um diese günstigen Bedingungen zu schaffen, wenden wir uns oft direkt an entsprechende Firmen oder rufen die Öffentlichkeit mit präzisen Angaben zur Spende ganz bestimmter Güter auf. Wir bitten daher um Verständnis dafür, wenn wir angebotene Sachspenden ablehnen, weil z.B. der Transport mit unverhältnismäßigen Kosten verbunden wäre, oder nach unserer fachlichen Einschätzung die Qualität des Materials nicht ausreichend ist. Geldspenden hingegen ermöglichen eine wesentlich höhere Flexibilität, vermeiden Transportkosten und ermöglichen den Kauf notwendiger Güter im Einsatzland, was zur Stärkung der dortigen Wirtschaft beiträgt.

Worin liegt der Unterschied zwischen humanitärer Nothilfe und Entwicklungszusammenarbeit?

Humanitäre Hilfe ist Überlebenshilfe für Menschen, die in Not geraten sind und die sich aus dieser Situation nicht aus eigener Kraft wieder befreien können. Opfer eines Erdbebens zählen ebenso dazu wie die Hungernden einer Dürrekatastrophe. Aber auch Flüchtlinge eines Bürgerkriegs brauchen Humanitäre Hilfe. Die Hilfsorganisationen stellen Nahrungsmittel und sauberes Trinkwasser zur Verfügung, suchen verschüttete Menschen, bieten medizinische Versorgung an oder räumen Landminen. Vor allem Schwache, Alte, Kranke, Frauen und Kinder sind die Zielgruppe der Humanitären Hilfe. Entwicklungszusammenarbeit ist hingegen langfristig angelegt und soll die Lebenssituation für die Menschen in dem betroffenen Land auf Dauer verbessern. arche noVa arbeitet dabei nach dem Grundsatz "Hilfe zur Selbsthilfe". Ziel unserer Hilfe ist es, Menschen bei der Ausbildung ihrer Fähigkeiten zu unterstützen und ihre Selbstständigkeit zu bestärken, damit sie dauerhaft von fremder Hilfe unabhängig werden. In der Projektpraxis von arche noVa werden häufig beide Ansätze miteinander verknüpft. Denn die bloße Lieferung von Hilfsgütern und Nahrungsmitteln allein gewährleistet noch keine langfristige Überwindung einer Notsituation. Um z.B. nach einer Katastrophe die Trinkwasserversorgung nachhaltig wiederherzustellen, müssen nicht nur Brunnen gereinigt, sondern auch lokale Partner darin geschult werden, die Wasserqualität künftig selbst zu sichern. Betroffene sollen über die Versorgung mit Hilfsgütern hinaus die Möglichkeit erhalten, wirtschaftlich auf eigene Füßen zu kommen – beispielsweise über eine Ausbildung oder Mikrokreditvergabe. arche noVa verfolgt daher das Prinzip der entwicklungsorientierten Nothilfe, das Betroffenen ermöglicht, eine Notsituation langfristig aus eigenen Kräften zu bewältigen.